Die Top 10 der größten Fußball-Stadien in Deutschland

Die Bundesliga boomt. Nach wie vor. Gerade eben erst wurde ein neuer TV-Vertrag ausgehandelt, bei dem ab der Saison 2017/18 erstmals die Schallmauer von einer Milliarden Euro jährlich durchbrochen wurde. Die Attraktivität der höchsten deutschen Spielklasse im Fußball ist allerdings nicht einzig und alleine mit der Ausgeglichenheit der Bundesliga zu begründen. Einen großen Anteil daran haben die Fußball-Stadien, die weltweit zu den modernsten Arenen gelten und von denen viele auch von der WM 2006 im eigenen Land profitierten. Doch welche sind die größten Stadien in der Republik?

Die Top 10 der größten Fußball-Stadien in Deutschland

Top 10 Liste: Die größten Fußball-Stadien Deutschlands

Die größte Arena steht in Dortmund – und bietet einen Rekord

Vorbild für nahezu alle Arenen der Neuzeit ist die Amsterdam Arena unserer Nachbarn in den Niederlanden. Sie ist mit 53.346 Sitzplätzen das größte Stadion in Holland und verfügt – wie etwa auch die Veltins-Arena auf Schalke – über ein Dach, das sich schließen lässt. Das hat das Stadion von Borussia Dortmund zwar nicht zu bieten, dafür allerdings ein Fassungsvermögen von 81.359 Zuschauern. Das einstige Westfalenstadion, das heute auf den Namen Signal Iduna Park hört, kommt bei Heimspielen des BVB auf eine Auslastung von fast einhundert Prozent und hat noch einen weiteren Rekord zu bieten: Zwar liegt es im Ranking der größten Stadien in Europa etwa klar hinter dem Camp Nou in Barcelona oder auch hinter dem Wembley-Stadion in London, dafür bietet der Signal Iduna Park allerdings einen anderen Rekord: Knapp 25.000 Fans finden auf der Südtribüne Platz – die größte Stehplatz-Tribüne Europas.

Allianz Arena und Olympiastadion unter den Top 4

Zumindest in dieser Kategorie kann Borussia Dortmund selbst den großen FC Bayern München abhängen. Denn in die Allianz Arena passen nämlich nur 75.024 Zuschauer. Dafür kann sie rundum beleuchtet werden. Das ist ja auch was Feines. Und in München schafft es ganz nebenbei ein weiteres Stadion auf Platz vier in der Liste der zehn größten Fußball-Stadien in Deutschland: das Olympiastadion, das seit 1997 unter Denkmalschutz steht. Knapp 70.000 Menschen fanden hier bei Fußballspielen der Bayern Platz. Mittlerweile wird das weite Rund noch für Konzerte genutzt, nicht aber mehr für offizielle Fußballmatches. Hier gaben sich schon Robbie Williams, Bon Jovi, AC/DC, U2, Depeche Mode und 2016 auch der Boss, Bruce Springsteen, die Ehre.

Charmantes in Bremen: das Weserstadion

So wie das Münchner Olympiastadion mit seiner besonderen Dachkonstruktion oder der Signal Iduna Park mit seiner mächtigen Stehplatztribüne, der Gelben Wand aus Dortmund, punkten auch andere Stadien in Deutschland bei aller Modernisierung mit geschichtsträchtigen Eigenheiten. Etwa das Weserstadion in Bremen, das es mit 42.358 Zuschauern zwar nicht in die Top 10 geschafft hat, sondern nur auf den 16. Platz, dafür allerdings noch mit echten Flutlichtmasten aufwarten kann. Sie sind zu so etwas wie zu den Wahrzeichen der stolzen Hansestadt geworden. Und bei Abendspielen von Werder Bremen sind sie schon aus der Ferne zu erblicken. Ein faszinierendes Bild, zumal das Weserstadion direkt am gleichnamigen Fluss liegt – und sogar mit dem Schiff quer über die Weser zu erreichen ist. Bei so viel Charme braucht es also nicht immer das größte Fassungsvermögen.

Autor Frank Port