Ab wann ist man Sportwetten süchtig? Die Gegenmaßnahmen

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In Deutschland ist das Sportwetten rechtlich noch immer mehr als umstritten. Die Gegner argumentieren sehr gerne mit der Spielsucht, vor welcher die Kunden geschützt werden sollen. Dass es sich hierbei lediglich um einen vorgeschobenen Grund handelt, dürfte jedem Wettfan klar sein. Trotzdem sollte man das Thema der Sucht nicht ganz wegschieben. Alle angenehmen Dinge können in gewisser Weise süchtig machen – so auch das Wetten. Wichtig ist, dass die Sportwetter sich selbst schützen. Die seriösen Buchmacher haben für ihre Kunden diesbezüglich immer ein offenes Ohr. Es werden die unterschiedlichsten Hilfen angeboten. Nachfolgend wollen wir Ihnen erklären, wann Sie gefährdet sind und wie Sie eine entsprechende Vorsorge treffen können.

Die Fakten zur Sportwetten Sucht

  • Jeder Sportwetter ist tendenziell gefährdet
  • Regelmäßige Analyse des eigenen Spielverhaltens
  • Wettanbieter offerieren Selbsttests
  • Temporäre Ausschlussmöglichkeiten bei den Bookies
  • Süchtige sollten professionelle Hilfe suchen

Die Erkennungsmerkmale der Sucht

Ein wichtiges Merkmal jeder Sucht ist es, dass die Betroffenen diese leugnen. Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Erkennungszeichen aufgeführt, anhand derer Sie sehen ob Sie selbst oder eine Person aus ihrem Umfeld Sportwetten süchtig ist.

  1. Eingenommen vom Wetten: Die Gedanken drehen sich „nur“ noch ums Sportwetten. Sie sind permanent mit Livescores, Ergebnissen und neuen Tipps beschäftigt.
  2. Einsätzerhöhung: Sie steigern permanent Ihre Einsätze und versuchen mit mehr Risiko höhere Gewinne zu erzielen.
  3. Eigenaufgabe: Sie haben mehrfach versucht auszusteigen, doch es ist Ihnen nicht gelungen.
  4. Sportwetten als Ablenkung: Sie fühlen sich beim Wetten „frei“ und vergessen die wirklichen Probleme des Alltags.
  5. Verlustbekämpfung: Sie versuchen jedes Minus sofort mit einem neuen Tipp auszugleichen. (Wutwetten)
  6. Lüge zum Spielverhalten: Sie gaukeln ihrem Umfeld Gewinne vor und belügen Ihre Mitmenschen über das Ausmaß Ihrer Wetten.
  7. Illegale Handlungen: Sie versuchen sich mit illegalen Handlungen, Geld für das Sportwetten zu organisieren.
  8. Kontaktabbau: Sie setzen Freundschaften oder sogar Ihren Arbeitsplatz aufs Spiel, nur um in Ruhe Wetten zu können.
  9. Kredite: Sie verlassen sich darauf, dass Ihnen andere Personen neues Geld zum Tippen überlassen. Sie gaukeln einen anderen Verwendungszweck vor.

Trifft eines oder mehrere Merkmale auf Sie, so sind Sie zwar noch nicht unbedingt Sportwetten süchtig, aber extrem gefährdet.

Wie kann man sich selbst schützen?

Wichtig ist, dass jeder Sportwetter sich ab und an einem Selbsttest unterzieht. Seien Sie dabei ehrlich. Erkennen Sie erste Anzeichen der Spielsucht, steigen Sie zumindest temporär aus. Die beste Medizin ist natürlich die Vorbeugung. Halten Sie sich möglichst an die folgenden Punkte:

  • Wetten Sie nur, wenn Sie ausgeruht und konzentriert sind.
  • Achten Sie auf regelmäßige Spielpausen
  • Bestimmen Sie ihr monatliches, finanzielles Einzahlungslimit (am besten unter der Standardvorgabe der Wettanbieter)
  • Setzen Sie sich klare Gewinnziele und legen Sie ihren maximalen Verlust fest. Weichen Sie gerade im negativen Fall nie von diesen Vorgaben ab.
  • Wetten Sie nie unter Medikamenten, Drogen oder Alkoholeinfluss beziehungsweise in depressiver Stimmung.

Wieso machen Sportwetten süchtig?

Spannung, Unterhaltung, Nervenkitzel, Adrenalin und natürlich einzigartige Gewinne – dies sind die bekanntesten Merkmale der Sportwetten. Logischerweise können diese Eigenschaften zu einer Sucht führen. Was gibt es Schöneres als wenn die Lieblingsmannschaft in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer erzielt? Die allgemeine Freude wird vom Plus auf dem Konto noch getoppt.

Natürlich freut sich jeder Mensch über den zusätzlichen Gewinn, doch dann setzt sehr schnell das „Kopfkino“ ein. Der Gedankengang ist nachvollziehbar. „Ich habe heute 100 Euro gewonnen. Hole ich mir diese Summe täglich habe ich 3.000 Euro im Monat und so weiter“. Sportwetter, welche sich dieser fatalen Denkweise hingegeben, landen unweigerlich im Abseits.

Die Hilfe der Wettanbieter – ein Seriositätskennzeichen

Ein guter Onlinebuchmacher nimmt nicht nur die Wetten seiner Kunden entgegen, sondern lässt seine User auch in Krisenzeiten nicht im Stich. Die Supportmitarbeiter sind in der Regel speziell zum Thema Spielsucht geschult und stehen mit Rat und Tat hilfreich bereit. Ist das Problem nicht sofort zu klären, werden die Kunden an entsprechende Hilfseinrichtungen weiter verwiesen.

Des Weiteren haben die Wettanbieter eigene Kontrollmechanismen, mit welchen das Spielverhalten der User durchleuchtet wird. Treten erkennbare Suchtmerkmale auf, ziehen die seriösen Bookies selbst die Reißleine. Zusätzlich stellt jeder gute Onlineanbieter auf seiner Webseite zahlreiche Informationen zum Thema bereit, inklusive anonymer Ansprechpartner. In den Selbsttest Tools kann jeder User kontrollieren, ob er Sportwetten süchtig ist. Wir möchten es an dieser Stelle aber nochmals betonen: Wichtig ist, dass man sich hierbei nicht in die Tasche lügt. Nur Ehrlichkeit führt zu einem reellen Ergebnis.

Gewisse Siegel sind neben Einstellungsmöglichkeiten ein Seriositätskennzeichen.

Bet365: Gewisse Siegel sind neben Einstellungsmöglichkeiten ein Seriositätskennzeichen.

Die Top-Bookies im Wettanbieter Vergleich offerieren ihren Kunden zudem zeitlich begrenzte Abkühlphasen. Die Spieler haben immer die Möglichkeit sich für einige Tage oder Monate sperren zu lassen. Während dieser Zeit wird der Wettanbieter jede Neuanmeldung verhindern. Darüber hinaus sind die Unternehmen in Sachen Spielsuchtbekämpfung mittlerweile miteinander vernetzt. Wer sich bei einem Bookie hat sperren lassen, kann sich nicht ohne weiteres bei einem anderen Wettanbieter anmelden. Im Extremfall können sich die Sportwetter sogar auf Lebenszeit sperren lassen. Eine theoretische Neuanmeldung ist dann erst nach einigen Jahren sowie einer gründlichen Prüfung möglich.

Direkt nach einer Registrierung können sich die Kunden eigene Einzahlungslimits festlegen, welche eine tägliche, wöchentliche oder monatliche Höchstsumme beinhalten. Diese Grenzen können nicht umgegangen werden. Wünscht sich der User eine Erhöhung, wird diese zwar vom Kundensupport ausgeführt, jedoch erst nach einigen Stunden oder Tagen. Eine Kurzschlussreaktion beim Wetten ist so vermeidbar.

Was tun, wenn man bereits Sportwetten süchtig ist?

Natürlich kann es nicht ausgeschlossen werden, dass das „Kind in den Brunnen“ fällt. Wer tatsächlich Sportwetten süchtig ist, sollte definitiv aussteigen. Jede Sucht ist eine Krankheit, welche es zu heilen gilt. Nehmen Sie die eigene Situation ernst und nutzen Sie die Sperrungsangebote der Buchmacher. Verfahren Sie keinesfalls nach dem Motto „alles wird gut“, denn dies ist definitiv nicht der Fall.

Sportwetten sollen Spaß und Unterhaltung bieten – mehr nicht. Steht ein Zwang dahinter, werden Sie sich unweigerlich in den finanziellen Ruin stürzen.

Gute, professionelle externe Hilfsangebote finden Sie beispielsweise hier:

GamblingTherapy – Online Beratung und Unterstützung: www.gamblingtherapy.org
Spielerambulanz der TU Dresden: spielerambulanz.psych.tu-dresden.de
Spielsuchthilfe Österreich: www.spielsuchthilfe.at

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Fazit zur Sportwetten Sucht: Selbstkontrolle ist die beste Kontrolle

Sportwetten müssen nicht süchtig machen. User, welche ein wenig Selbstkontrolle üben, laufen in der Regel keine Gefahr abhängig zu werden. Wichtig sind aus unserer Sicht regelmäßige Test, denn nur die Selbstkontrolle ist eine gute Kontrolle.

Die seriösen Wettanbieter stehen den Kunden bei der Spielsuchtbekämpfung mit Rat und Tat zur Seite und lassen die User auch dann nicht im Stich, wenn der Ernstfall bereits eingetreten ist.