Wie berechnet man die Quoten beim Sportwetten? – Die Erklärung

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Die Sportwetter beschäftigen sich tagein tagaus mit den Wettquoten. Sie sind immer auf der Suche nach einer sehr guten Offerte, um einen möglichst passablen Gewinn, bei einem geringen Risiko einzufahren. Kaum ein Kunde hat sich jedoch darüber Gedanken gemacht, wie die Quoten beim Sportwetten eigentlich zustande kommen. Es handelt sich keinesfalls um ein Buchmacher Angebot, welches „Pie mal Daumen“ offeriert wird. Hinter den Wettquoten steht eine genaue Überlegung, welche wir Ihnen nachfolgend genauer erläutern möchten.

Die Details zu den Quoten beim Sportwetten

  • Berechnung anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Faire Wettquote dient als Grundlage
  • Mathematische Buchmachermarge wird eingerechnet
  • Deutsche Wettsteuer „belastet“ das Quoteniveau
  • Pinnacle Sports – Bookie in eigener Liga

Die Grundlage der Wettquoten und deren Entstehung

Die Sportwettenanbieter im Internet errechnen die Wettquoten teilweise selbst, einige Unternehmen „kaufen“ sich die Offerten aber auch von größeren Buchmacher Unternehmen. Die Quotenfindung wird von erfahrenen Sportwettenbuchmachern übernommen, welche in folgenden Schritten vorgehen.

Analyse des Sportereignisses

Zu Beginn wird der Wettkampf oder das Match genau analysiert. Dies geschieht anhand von Statistiken, Formkurven, Mannschaftsinformationen und vielen weiteren kleineren Details. Je mehr dem Buchmacher Informationen zur Verfügung stehen, desto genauer ist seine Einschätzung. Grundsätzlich errechnet er die prozentuale Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ergebnisses. Wir wollen dies am Fußball Bundesliga Match zwischen dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 verdeutlichen. Nach Auswertung alle Fakten zur Partie kommt der Buchmacher zu folgender Annahme:

  • Sieg für den FC Bayern München: 80 Prozent
  • Unentschieden: 18 Prozent
  • Auswärtserfolg für den FC Schalke 04: 2 Prozent

Berechnung der fairen Quote
Aus diesen wahrscheinlichen Spielausgängen wird die sogenannte faire Quote nach Formel 100/ Eintrittswahrscheinlichkeit errechnet. Es ergeben sich folgende Wettquoten:

  • Heimsieg: 1,25
  • Unentschieden: 5,55
  • Auswärtssieg: 50,0

Berechnung der reellen Quoten
In diese berechnete faire Wettquote fügt der Onlineanbieter nun seine Gewinnmarge ein. Gehen wir davon aus, dass der Bookie sieben Prozent mathematisch an den Einsätzen verdienen möchte. Er legt darausfolgend einen Quotenschlüssel von 93 Prozent fest. Die Berechnungsformel lautet: Reale Wettquote = Faire Wettquote x (Zahl < 1). Folgende Wettquoten landen auf dem Bildschirm der Kunden:

  • Heimsieg: 1,16
  • Unentschieden: 5,16
  • Auswärtssieg: 53,76

In der Praxis kommt es nun zu einer weiteren Verschiebung der Wettquote, welche vom Einsatz der Kunden abhängig ist. Wird auf einen Ausgang überdurchschnittlich viel gesetzt, wird die Quote nach unten gehen. Wichtig für den Wettanbieter ist, dass die Balance bestehen bleibt. Im Idealfall landet der Buchmacher immer im Plus, egal wie das Match ausgeht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies im Tagesgeschäft nicht immer möglich ist.

Auffällig ist, dass die hochkarätigen Events meist sehr genau quotiert sind. Schaut man jedoch in die unteren Ligen oder hin zu den Rahmensportarten wird die Eintrittswahrscheinlichkeit etwas ungenauer. Genau darin liegt die Chance für einen erfahrenen Sportwetter.

Warum sind gute Quoten wichtig?

Die Quoten beim Sportwetten wirken sich direkt auf den möglichen Gewinn aus. Auf den ersten Blick mögen die Unterschiede auf den einzelnen Ausgang sehr gering erscheinen, in der Praxis summieren sich die Abweichungen jedoch extrem. Mehrere hundert Euro Plus oder Minus binnen weniger Monate nur aufgrund von „guten“ oder „schlechten“ Wettquoten sind keine Seltenheit.

Besonders deutlich werden die entgangenen Gewinne bei den Kombinationswetten. Wir wollen dies an einem kleinen, einfachen Beispiel demonstrieren. Nehmen wir an, der Buchmacher A bietet in fünf Wettmärkten eine Quote von 2,0. Sein Kontrahent, der Wettanbieter B offeriert lediglich eine Wettquote von 1,97. Daraus ergeben sich bei einem Einsatz von 100 Euro folgende Beispiele für einen Wettschein:

Buchmacher A:

    2,0 x 2,0 x 2,0 x 2,0 x 2,0 x 100 Euro = 3.200 Euro möglicher Gewinn

Buchmacher B:

    1,97 x 1,97 x 1,97 x 1,97 x 1,97 x 100 Euro = 2.967 Euro möglicher Gewinn

Wie wirkt sich die Steuer auf die Offerten aus?

Im Juli 2012 wurde die deutsche Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent ins Rennwett- und Lotteriegesetz eingefügt. Seither müssen die Onlinebuchmacher die Steuerabgabe auf alle Umsätze der hiesigen Kunden an den Fiskus abführen. Die Wettsteuer hat die Quoten beim Sportwetten direkt beeinflusst. Insgesamt ist das Niveau seither etwas niedriger, wobei die Bookies sich für unterschiedliche Berechnungsmodelle entschieden haben, welche da wären:

  • Steuer wird vom Anbieter getragen (u.a. Tipico, Mobilbet, ComeOn, Betsafe)
  • Abzug nur bei gewonnenen Tipps (u.a. Bet365, Interwetten, Bwin, Betway)
  • Abzug direkt beim Wetten (u.a. mybet, Bet-at-Home)

Wettfreunde, welche das Niveau der Quoten beurteilen, sollten generell einen parallelen Blick auf die Steuer werfen, da die mögliche Gewinnsumme entscheidend beeinflusst wird. Nicht immer ist der Bookie mit der besten Wettquote schlussendlich am lukrativsten.

Die Wettsteuer wirkt sich auf den Gewinn aus.

Die Wettsteuer wirkt sich auf den Gewinn aus.

Die drei Topbuchmacher mit den besten Wettquoten

Nicht vergessen werden soll an dieser Stelle, Ihnen die drei besten Buchmacher mit den dauerhaft höchsten Quotierungen im Wettanbieter Vergleich vorzustellen:

  • Pinnacle Sports: Der Wettanbieter spielt quotentechnisch in einer eigenen Liga. Der Bookie wendet sich direkt an die Profis. Der Quotenschlüssel bei Pinnacle Sports liegt bei durchschnittlich 98 Prozent. Zudem ermöglicht der Buchmacher unbegrenzte Einsatzhöhen und Surebets. Limitierungen der Kunden sind komplett ausgeschlossen. Pinnacle Sports konzentriert sich auf die Mainstream Sportarten. Beliebte Serviceleistungen wie einen Willkommensbonus hingegen gibt’s bei Pinnacle Sports nicht.
  • BetVictor: Der britische Onlineanbieter arbeitet mit konstanten 95 Prozent. BetVictor ist das Label der Victor Chandler Limited, welche auf eine Firmengeschichte bis ins Jahre 1946 zurückblicken kann. Das Unternehmen ist offiziell in Gibraltar zu Hause und auch auf der „Affeninsel“ lizenziert. In Deutschland wird BetVictor vom Testimonial Reiner Calmund präsentiert. Der aktuelle BetVictor Bonus wird als 100%iges Promo-Cash bis zu 100 Euro ausgereicht.
  • Bet3000: Der deutsche Buchmacher landet im Wettquoten Vergleich auf einem sehr stolzen dritten Platz. Die Bet3000 Quoten ordnen sich nur ganz knapp hinter denen von BetVictor ein. Der Wettanbieter ist nicht nur online zugange, sondern deutschlandweit mit zahlreichen Wettbüros vertreten. Bet3000 arbeitet mit einer EU-Lizenz aus Malta. Die Neukunden erwartet ein 100%iger Einzahlungsbonus von bis zu 100 Euro.
Bet3000 gehört zu den Wettanbietern mit den besten Quoten

Bet3000 gehört zu den Wettanbietern mit den besten Quoten

Fazit: Die Quoten beim Sportwetten entscheiden über den langfristigen Erfolg

Ein wenig Grundwissen zu den Wettquoten sollte jeder Kunde haben. Wichtig ist es, anhand der Quoten beim Sportwetten die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ausgangs zu erkennen. Kommt man als User beispielsweise in der Analyse zu einem höheren Ergebnis, hat man automatisch ein sogenanntes Value Bet, eine besonders gute Quotierung, gefunden.

Langfristig versprechen nur solide und hohe Wettquoten einen Gewinn beim Sportwetten. Empfehlenswert ist es, die Offerten der Buchmacher vor der Tippabgabe im Quotenvergleich zu analysieren. Die Kunden sollte daher nicht nur bei einem Bookie angemeldet, sondern bei mehreren seriösen Onlineanbietern registriert sein, um quotentechnisch reagieren zu können.