Eidgenossen gegen Lionel Messi und Co. nur in der Außenseiterrolle

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Messi, Messi, immer wieder Messi. Es verhält sich zwar nicht so, als würde der argentinische Zauberfloh ein Feuerwerk nach dem anderen abbrennen und die Gauchos jeden Gegner in Grund und Verderben schießen. Doch bislang war Lionel Messi eben der Spieler, der in den Partien der Argentinier den Unterschied machte. Ob sie den vierfachen Weltfußballer des Jahres auch nach dem Match gegen die Schweiz wieder huldigen? Falls nicht, könnte das bedeuten, dass die Schweiz tatsächlich den Einzug ins Viertelfinale geschafft hat. Warten wir es ab.

Argentinien vs. Schweiz

Das siebte und damit vorletzte Achtelfinale bei der WM 2014 in Brasilien bestreiten am Dienstag (1. Juli) Argentinien und die Schweiz. Favorit sind in dieser Partie ganz klar die Südamerikaner, die in der Gruppe F alle Spiele gewannen und sich somit als Gruppensieger für die K.-o.-Runde qualifizierten. Angepfiffen wird die Paarung um 18 Uhr in der Arena de Sao Paulo. Als Schiedsrichter für dieses Match nominierte die FIFA den Schweden Jonas Eriksson. Die Schweizer erreichten in der WM-Vorrunde in der Gruppe E hinter Frankreich den zweiten Platz.

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Ausgangslage & Formkurve

Argentinien startete in der Gruppe F mit einem 2:1-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina. Doch der WM-Neuling war über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner, der den Gauchos alles abverlangte. Die Südamerikaner kamen auch gegen den Iran lange Zeit nicht in Tritt. Erst in der Nachspielzeit erlöste Lionel Messi seine Mannschaft mit dem alles entscheidenden 1:0. Ein ganzes Land atmete kollektiv durch. Damit war die Teilnahme am Achtelfinale auch bereits gesichert, eher es gegen Nigeria zum offenen Schlagabtausch kam. Zwei Mal glichen die Afrikaner den Rückstand aus, doch Argentinien hatte auch ein drittes Mal eine Antwort parat und siegte 3:2. Es war bereits der fünfte Sieg in Folge seit einem 0:0 im Test gegen Rumänien. Vier Mal blieb die Albiceleste dabei ohne Gegentreffer.

Holprig ging es für die Schweiz in der Gruppe E bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien los. 0:1 gerieten die Eidgenossen gegen Ecuador ins Hintertreffen, glichen direkt nach der Pause aus. Doch der Siegtreffer ließ bis zur Nachspielzeit auf sich warten. Danach kassierten unsere Nachbarn eine denkwürdige Abfuhr gegen die Franzosen. 0:5 stand es zwischenzeitlich, Nationalcoach Ottmar Hitzfeld entglitten die Gesichtszüge. Am Ende gestalteten es die Schweizer noch etwas freundlicher, unterlagen trotzdem mehr als deutlich 2:5. Es musste also ein Sieg her im letzten Gruppenspiel gegen Honduras. Und der gelang der Schweiz dann auch mit 3:0 sicher. In den letzten fünf Partien sprangen somit vier Siege heraus, drei davon ohne ein Gegentor. In den letzten drei Partien mit Schweizer Beteiligung fielen auch immer drei oder mehr Tore.

Personal & Umfeld

Eigentlich hat Alejandro Sabella keinen Grund, großartige Änderungen vorzunehmen. Im Fall von Sergio Agüero bleibt ihm aber nichts anderes übrig, denn wegen einer Muskelverletzung ist für den Stürmer von Manchester City die WM wohl komplett gelaufen. Will Sabella jedoch sein System mit drei Stürmern beibehalten, was auch Lionel Messi sehr entgegen kommen würde, bringt er mit Ezequiel Lavezzi von Paris Saint Germain den passenden Ersatz, der auch schon gegen Nigeria nach Agüeros Verletzung zum Zuge kam. Schlüsselspieler der Argentinier ist bei dieser WM wenig überraschend Lionel Messi, dem vier der bislang sieben argentinischen Tore gelangen. In allen vier Fällen waren sie mitentscheiden für den Sieg.

„Du kannst nicht spielen wie eine andere Mannschaft. Du kannst niemanden kopieren. Aber wenn ich ein Vorbild nennen müsste, dann wäre es Bayern München aus der vorletzten Saison. Das war eine Maschine, die alle zermalmt hat.“ – Alejandro Sabella

Die Schweiz ist etwas mehr vom Verletzungspech gebeutelt. Denn nach Steve von Bergen, der sich den linken Augenhöhlenboden brach, fällt nun auch noch Mario Gavranovic mit einem Kreuzbandriss aus. Der Stürmer vom FC Zürich war allerdings ohnehin nicht erste Wahl. Die ist unterdessen ganz klar Xherdan Shaqiri vom FC Bayern München. Seine drei Tore beim 3:0-Sieg gegen Honduras dürften dem offensiven Mittelfeldspieler Selbstvertrauen geben. Gelbgefährdet ist nur Johan Djourou, der Innenverteidiger vom Hamburger SV. Es wird erwartet, dass Ottmar Hitzfeld die siegreiche Mannschaft aus dem Honduras-Spiel ins Rennen schickt.

Argentinien vs. Schweiz: Direkte Duelle & Statistiken

Die Bilanz der Eidgenossen gegen Argentinien ist fast schon erschreckend, macht jedenfalls wenig Mut auf das anstehende Viertelfinale. Denn in sechs bisherigen Aufeinandertreffen gewann die Schweiz nicht ein Mal. Es kommt aber noch schlimmer: Lediglich drei eigene Treffer gelangen unseren Nachbarn gegen die Gauchos. Das einzige Match bei einer WM-Endrunde ging 1966 in England mit 2:0 an die Südamerikaner, die noch drei weitere Partien zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Der höchste Sieg gelang dabei 1980 im ersten Testspiel beider Nationen und fiel mit 5:0 sehr deutlich aus. Zwei Mal immerhin erkämpften sich die Eidgenossen ein Unentschieden. Beide Male lautete der Endstand da 1:1, zuletzt im Jahr 2007.

Prognose, Wett-Tipps & Quoten

Die Schweiz wackelte so manches Mal in diesem Turnier, Argentinien überzeugte noch nicht, gewann aber zumindest alle drei Begegnungen. Dass die Gauchos sich auch dieses Mal mit einem Sieg durchsetzen, ist die wahrscheinlichste Wette, für die Interwetten eine Quote von immerhin 1,55 auslobt. Übrigens: Sollte es den Argentiniern ergehen wie der deutschen Mannschaft und müssen die Südamerikaner in die Verlängerung, wartet bei Interwetten für ein Remis mit der Quote 4,50 sogar eine Value Bet. Der Schweiz ist ein Remis jedenfalls zuzutrauen – aber nur an einem guten Tag. In den letzten drei Schweizer Spielen und auch in drei der vergangenen fünf Partien der Argentinier fielen drei oder mehr Tore. Ein Over 2.5 mit einer Quote von 1,95 beim Bookie mybet wäre also eine lohnenswerte Wette mit kalkuliertem Risiko.