Holen sich die Mannen von Jogi Löw endlich den vierten Stern?

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Die eine Mannschaft zitterte sich erst im Elfmeterschießen ins Finale. Für die andere Mannschaft war die Endspielteilnahme in Rio de Janeiro eigentlich schon nach einer halben Stunde klar. Während nämlich Argentinien mit einem müden 0:0 und anschließenden 4:2 im Shoot-out die Niederlande ausschaltete, führte Deutschland gegen Brasilien bereits nach 29 Minuten mit sage und schreibe 5:0. Am Ende schrieben die Adlerträger beim 7:1 in Belo Horizonte Fußball-Geschichte. Aber sie bejubelten diesen Triumph nach dem Schlusspfiff nicht euphorisch, sondern übten sich in tröstenden Gesten. Wohl auch deshalb werden die Brasilianer der DFB-Elf die Daumen drücken, damit es für den Gastgeber nicht das nächste Trauma gibt: ein WM-Titel des Erzrivalen aus Argentinien, ausgerechnet im „Wohnzimmer“ Maracana.

Deutschland vs. Argentinien

63 Spiele sind bei der WM 2014 in Brasilien absolviert. Eines fehlt also noch: die 64. Partie, das große Finale. Das steigt am Sonntag, den 13. Juli, und wird um 21 Uhr natürlich im Estadio do Maracana in Rio de Janeiro angepfiffen. Zum dritten Mal stehen sich in einem Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft dann Deutschland und Argentinien gegenüber. 1986 triumphierten die Gauchos mit 3:2, 1990 folgte die Wachablösung, denn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft siegte knapp, aber hochverdient mit 1:0. Nun also das Finale 2014, in das die Elf von Bundestrainer Joachim Löw als klarer Favorit geht. Erst recht nach dieser Fußball-Demonstration beim 7:1 im Halbfinale gegen den Gastgeber Brasilien.

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Ausgangslage & Formkurve

Was soll über die Form der deutschen Mannschaft noch lange diskutiert und analysiert werden? Wer ein WM-Halbfinale, noch dazu gegen den Gastgeber, mit 7:1 (in Worten: sieben zu eins) gewinnt, der ist auf den Punkt topfit, in Bestform und bereit, auch das WM-Endspiel zu gewinnen. Deutschland geht in diese Partie als glasklarer Favorit. Nachdem die DFB-Auswahl im Viertelfinale Frankreich noch beim knappen 1:0 über weite Strecken beherrscht hatte, zerstörte man dieses Mal den Traum der Selecao vom sechsten Titel in einem derart eiskalten Stil, dass sich der Rest der Fußballwelt sprachlos die Augen rieb. Doch es gab auch Schwächeperioden. Zum Beispiel im Gruppenspiel gegen Ghana, als Unaufmerksamkeiten zum zwischenzeitlichen 1:2 führten. Gegen Frankreich, als der Equipe Tricolore um ein Haar am Ende noch das 1:1 geglückt wäre. Und auch nach Wiederanpfiff gegen Brasilien, als zehn Minuten Unordnung in der Defensive herrschte und Manuel Neuer sich einige Male mit tollen Paraden beweisen musste. Dieses WM-Finale ist also mitnichten schon im Vorfeld gewonnen.

Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. So ist es auch bei Argentinien. Die Südamerikaner versprühten bei dieser Fußball-WM in Brasilien trotz eines Lionel Messi nicht unbedingt den absoluten Glanz. Aber die Vorstellungen der Gauchos, das muss man ihnen lassen, waren größten Teils abgeklärt, souverän und vor allem defensiv sehr stark. So blieb Argentinien gegen die Niederlande schon zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal bei dieser Weltmeisterschaft ohne einen Gegentreffer. Im Viertelfinale hatte man Belgien durch ein zügiges Tor mit 1:0 bezwungen, im Achtelfinale gegen die Schweiz war es ein ganz später Treffer zum 1:0, kurz bevor es zum Elfmeterschießen gekommen wäre. Gegen den Iran im zweiten Gruppenspiel machten die Südamerikaner durch Lionel Messi das 1:0 in der Nachspielzeit und damit den Gruppensieg vorzeitig perfekt. Mit Sergio Romero hat Argentinien einen Torwart zwischen den Pfosten, der beim Elfmeterschießen gegen Holland fantastisch parierte. Das alles sind Argumente, die für die Gauchos sprechen. Gegen den Weltmeistertitel indes spricht, dass Argentinien in vier der sechs Spiele nie mehr als ein eigenes Tor gelang. Lionel Messi spielte ordentlich, aber bei Weitem nicht überragend.

Personal & Umfeld

Die Stimmung im deutschen Team könnte nicht besser sein. Nur eine Gefahr lauert: Das 7:1 gegen Brasilien, es muss irgendwie aus den Köpfen der Spieler. Zumindest für diese 90, vielleicht auch 120 Minuten. Automatisch gewonnen ist das WM-Finale noch nicht. Da es zuletzt gegen Frankreich und Brasilien mit der Startaufstellung so gut funktioniert hat, wird Joachim Löw seine Formation auch kaum ändern, sollte nicht noch kurzfristig ein Akteur verletzt passen müssen. Mats Hummels wurde sicherheitshalber zur Pause im Brasilien-Spiel ausgewechselt, wird aber wohl spielen können. Somit fehlt als einziger Verletzter nur Mustafi. Thomas Müller könnte sich mit aktuell fünf WM-Toren noch den Goldenen Ball holen und James Rodriguez aus Kolumbien verdrängen. Miroslav Klose wird die Gelegenheit erhalten, seine Quote als WM-Rekordtorjäger mit 16 Treffern weiter auszubauen.

„Was da passiert ist, ist rational schwer zu fassen. Ich habe nicht damit gerechnet, niemand von uns hat damit gerechnet. Beim 4:0 habe ich mich gefragt, was hier eigentlich los ist. Es war einfach unglaublich.“ – Mats Hummels

Dass Angel di Maria von Real Madrid wohl auch im Finale aufgrund eines Muskelfaserrisses fehlen wird, zeigte sich schon im Halbfinale gegen die Niederlande als entscheidende Schwächung. Lionel Messi hatte kaum gefährliche Szenen, mit di Maria fehlte ein Dampfmacher, der auch einmal ein, zwei „Schattenhunde“ von Messi auf sich zieht. Verteidiger Marcos Rojo war gegen Holland nach seiner Sperre wieder ins Team zurückgekehrt und lieferte gleich eine sehr gute Vorstellung ab. Gleiches gilt für Ezequiel Garay in der Innenverteidigung. Mit Sergio Romero haben die Gauchos einen bärenstarken Torwart, was dieser nicht nur im Elfmeterschießen unter Beweis stellte. Gonzalo Higuain blieb als Stürmer weitgehend blass, Sergio Agüero steckt nach wie vor im Leistungsloch.

Deutschland vs. Argentinien: Direkte Duelle & Statistiken

Schon 20 Mal kam es zu diesem Klassiker des Weltfußballs, bei dem Argentinien mit 9:6 Siegen vorne liegt. Positiv ist die Bilanz der deutschen Nationalmannschaft allerdings bei den WM-Endrunde, wo es diese Paarung auch schon sechs Mal zu notieren gab. Die Partie am Sonntag ist sogar schon das dritte WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien. 2010 bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ließ die DFB-Auswahl den Südamerikanern im Viertelfinale beim 4:0 nicht den Hauch einer Chance. 2006 bei der WM-Endrunde im eigenen Land geriet Deutschland 0:1 ins Hintertreffen, doch Miroslav Klose rettete den Gastgeber mit seinem 1:1 in die Verlängerung. Das Elfmeterschießen gewann die DFB-Elf dann. 1990 im Finale in Italien revanchierten sich die Adlerträger mit einem 1:0-Sieg, nachdem sie vier Jahre vorher noch das WM-Endspiel in Mexiko mit 2:3 gegen die Gauchos verloren hatten. Die letzten fünf Testspiele allerdings konnte Deutschland nicht gewinnen (vier Niederlagen, ein Unentschieden).

Prognose, Wett-Tipps & Quoten

Argentinien bewies bisher vor allem Defensivqualitäten, so dass ein wenig riskanter Tipp mit einem integrierten Unentschieden sicherlich nicht verkehrt wäre, sollte Favorit Deutschland zumindest in der regulären Spielzeit keine Lücken finden. 1,35 beträgt die Quote für die Doppelte Chance 1X beim Buchmacher Betway. Natürlich gab es im Halbfinale ein rauschendes Torfestival mit dem deutschen Team, doch es ist fraglich, ob das wiederholt wird. Der Trend bei der WM 2014 in der K.-o.-Runde sagt eher etwas anderes. Für ein Under 2.5 bei Interwetten winkt eine Wettquote von 1,60. In der Summe aller Faktoren geht die deutsche Elf als Favorit ins Rennen. Für einen Sieg spendiert der Buchmacher BetVictor eine der Topquoten mit 2,38. Und das Tolle: Diese Wette ist sogar value.