Three Lions und die Glaubensfrage: Mit oder ohne Wayne Rooney?

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Kummer sind die Engländer ja gewohnt bei großen Turnieren. Geht ein Match in die Verlängerung, zittert eine ganze Nation schon vorm Elfmeterschießen. Dass die Three Lions vom ominösen Punkt aus zu selten treffen, hat sich längst zum Running Gag entwickelt. Die Erwartungshaltung ans Abschneiden der eigenen Kicker bei der WM 2014 in Brasilien ist in England eher gedämpft und skeptisch. Alleine die Vorrunde zu überstehen, wird angesichts der Gegner Uruguay und natürlich Italien kein leichtes Unterfangen. Also müssen noch zwei Vorbereitungsspiele her, das erste gegen Ecuador.

Für Ecuador ist das Testspiel gegen England bereits die Generalprobe für die WM 2014 in Brasilien und damit das letzte Match vor dem ersten Gruppenspiel gegen die Schweiz am 15. Juni. England wird noch am 7. Juni einen Test gegen Honduras absolvieren. Die Begegnung gegen Ecuador soll dabei wahrscheinlich das Gruppenspiel der Three Lions gegen Uruguay simulieren, ebenfalls ein Gegner aus Südamerika. Angepfiffen wird die Partie am Mittwoch, den 4. Juni, um 21 Uhr im Sun Life Stadium in Miami Gardens im US-Bundesstaat Florida. Die Engländer müssen sich also erst einmal ein Stück weit akklimatisieren.

Ausgangslage & Formkurve

Bevor England seine Reise über den „großen Teich“ in Angriff nahm, haben sie sich in Wembley gebührend und standesgemäß von den eigenen Fans verabschiedet. Und zwar mit einem deutlichen 3:0-Sieg gegen Peru. Zuvor hatte es im März in einem Freundschaftsspiel bereits einen 1:0-Erfolg gegen Dänemark gegeben. Es geht also voran, nachdem die zwei letzten Testspiele im Kalenderjahr 2013 weniger gut liefen und ohne Tor abgeschlossen wurden. 0:1 verloren die Three Lions gegen die deutsche Mannschaft, 0:2 sogar gegen Chile – und beide Male sogar vor eigenem Publikum. Aber dafür lief die WM-Qualifikation mit sechs Siegen, vier Unentschieden und keiner einzigen Niederlage nahezu perfekt. Mit einem Punkt Vorsprung und einer exzellenten Torquote von 31:4 wurde England Gruppensieger vor der Ukraine.

Ecuador absolvierte nach der WM-Qualifikation in Südamerika bis hierhin fünf Testspiele, von denen nur eines gewonnen wurde. La Tri besiegten im März Australien in einer torreichen Partie mit 4:3. Zuletzt gab es allerdings eine 1:3-Niederlage gegen WM-Teilnehmer Mexiko. Insgesamt scheinen sich die Südamerikaner allerdings auf Unentschieden spezialisiert zu haben. Denn drei der letzten fünf Partien endeten remis. Sind das 0:0 gegen Argentinien und das 1:1 gegen die Niederlande noch aller Ehren wert, so war es das 2:2 gegen Honduras eher nicht.

Personal & Umfeld

„Die Zeit des Unantastbaren ist vorbei!“ Mit dieser Schlagzeile titelte zuletzt selbst die Regenbogenpresse auf der Insel. Gemeint ist natürlich Englands Star Wayne Rooney, der mittlerweile alles andere als unumstritten ist. Insbesondere bei Nationaltrainer Roy Hodgson. Das Volk aber liebt Rooney und bringt den Coach damit in Bedrängnis. Er muss sich etwas einfallen lassen, will er doch eigentlich lieber mit Daniel Sturridge in vorderster Front spielen. Also gut möglich, das für Rooney entweder nur noch die Bank bleibt oder er – bei entsprechend guten Leistungen – hinter dem Stoßstürmer das Zentrum einer offensiven Dreierkette im Mittelfeld bildet.

„Dieses Land ist von Rooney besessen.“ – Roy Hodgson

Der Star der Südamerikaner verdient sein Geld auf der Insel: Antonio Valencia von Manchester United ist der Leader im Team von Ecuador. Doch auch Fans des deutschen Fußballs dürfen sich auf zwei Legionäre der heimischen Ligen freuen: Carlos Gruezo vom VfB Stuttgart und Außenverteidiger Cristian Ramirez von Fortuna Düsseldorf stehen ebenfalls im WM-Kader. Beherrscht wird das Team noch immer von der Trauer um den im vergangenen Sommer an Herzversagen verstorbenen Cristian Benitez, der nur 27 Jahre alt wurde. Wenn Ecuador das in positive Energie umwandeln kann, scheint in der WM-Gruppe E mit den Rivalen Schweiz, Frankreich und Honduras durchaus das Achtelfinale möglich.

Ecuador vs. England: Direkte Duelle & Statistiken

Die Three Lions trafen in ihrer Länderspielgeschichte schon zwei Mal auf Ecuador, zuletzt bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Seinerzeit gab es im Achtelfinale einen knappen 1:0-Sieg der Engländer, bei dem David Beckham mit einem direkt verwandelten Freistoß das Tor zum Viertelfinale aufstieß. Ein Freundschaftsspiel im Jahr 1970 endete ebenfalls mit einem englischen Sieg. 2:0 lautete der Endstand damals.

Prognose, Wett-Tipps & Quoten

Ecuador erzielte vielleicht nicht die besten Ergebnisse, war in den Testspielen allerdings ebenso in der Lage, die ganz großen Fußballnationen wie Argentinien und Holland zu ärgern. England hat sicherlich die besseren Einzelspieler, wenngleich sich das Team im Umbruch befindet und gerade erst angereist ist, was ein weiterer Nachteil sein könnte. Da die Ausgangslage relativ offen scheint und England zudem nur wirklich dann häufig trifft, wenn es gegen Gegner der Kaliber San Marino oder Moldawien geht, scheint ein Under 2.5 mit dem wenigsten Risiko verbunden. Wenn Hodgson viel probiert, England sich noch akklimatisieren muss, während es für Ecuador die Generalprobe zur WM 2014 ist, liegt auch ein Sieg der Südamerikaner im Bereich des Möglichen. Eine Value Bet beim Buchmacher Tipico macht euch die Sache schmackhafter.

  • Under 3.5 – Stake 7/10 – 1,26 @ NetBet
  • Under 2.5 – Stake 5/10 – 1,72 @ bwin
  • Heimsieg 1 – Stake 2/10 – 4,40 @ Tipico