EU-Tipps zur Regulierung von Online-Glücksspiel sollen helfen

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Glücksspiel

In Deutschland läuft mittlerweile seit fast drei Jahren der Lizenzierungsprozess nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag, doch zu einem Ergebnis kam das zuständige Ministerium nicht. In Deutschland herrscht aktuell Unklarheit, wie es mit Sportwetten im Internet weiter gehen soll und neue EU-Tipps könnten beim Vorgehen der Länder in Bezug auf die Ausschreibung von Konzessionen behilflich sein. Am 14. Juli um 12 Uhr trifft sich die EU-Kommission um Empfehlungen zur Regulierung von Online-Glücksspiel zu finden und auszusprechen.

Unklarheiten sollen aus der Welt geschafft werden

Die Unklarheiten bei der Lizenzierung von Sportwetten-Anbietern ist für alle Beteiligte ein großes Problem. Nicht nur die Wettanbieter selbst wollen endlich vollkommen legal operieren, auch die Ministerien der einzelnen Länder würde eine finale Entscheidung gut tun. Denn die Steuergelder, welche durch die 5-Prozent-Wettsteuer zustande kommt, würden deutlich zunehmen und somit den deutschen Fiskus unterstützen. Auch für den staatlichen Wettanbieter Oddset wäre es ein Segen, wenn man eine einheitliche Regelung zur Lizenzierung von privaten Wettanbietern finden würde. Aktuell haben private Anbieter große Vorteile, da sie sich theoretisch an keine Vorlagen des Glücksspielstaatsvertrags halten müssen. Oddset ist damit schon lange nicht mehr die erste Adresse, um eine gute Wette zu platzieren.

Die EU-Kommission wird sich wahrscheinlich nicht explizit über die Vergabe von Lizenzen unterhalten. Laut einer Pressemitteilung wolle die Brüsseler Behörde vorerst erreichen, dass Nutzer besser über Risiken wie Spielsucht informiert werden. Dabei stehen nicht nur Sportwetten sondern vor allem auch Online-Casinos und Lotterien im Fokus. Zwar ist die Anteil von 12 Prozent aller Glücksspiele, welche über das Internet laufen, noch nicht allzu hoch, doch wächst der Markt weiter stark. Verhindern müsse man, dass Jugendliche so früh in Kontakt mit den Glücksspielen kommen. Sie müssten vor hohen Verlusten und unkontrollierter Zockerei geschützt werden.

Registrierungen nur noch mit Alterskontrolle

Im Moment ist es für die Glücksspielanbieter im Internet noch keine Pflicht, eine Alterskontrolle der angemeldeten Nutzer durchzuführen. Hier sehe die EU-Kommission Nachholbedarf. Alters- und Identitätskontrollen sollen ausgeführt werden. Zwar wolle man aktuell noch keine europäischen Gesetze festlegen, doch zumindest an die Länder noch einmal eine klare Empfehlung aussprechen. Die EU-Staaten sollen demnach selbst aktiv werden und für ein kontrolliertes Glücksspiel im Internet sorgen.