Revanche für Sevilla? Frankreich bereit für die DFB-Auswahl

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Wenn Deutschland auf die Franzosen trifft, dann erinnert man sich natürlich direkt an Toni Schumacher. Sein rüdes Foul im WM-Halbfinale der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien gegen Patrick Battiston sorgte viele lange Jahre lang für Eiszeitstimmung zwischen den beiden Nachbarn – und ging als Nacht von Sevilla in die Historie ein. Es verwundert gar nicht, dass diese Geschichte auch 32 Jahre später noch einmal neu aufgewärmt wird. Die Franzosen sinnen auf eine späte Rache, wollen es der DFB-Elf im Viertelfinale der WM 2014 heimzahlen.

Frankreich vs. Deutschland

Das erste Viertelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bestreiten am Freitag, den 4. Juli, die Nationalteams von Frankreich und Deutschland. Die Partie wird im legendären Estadio do Maracana in Rio de Janeiro ausgetragen, wohin beide Mannschaften am liebsten noch einmal reisen möchten. Denn dort steigt auch am 13. Juli das Endspiel der WM. Im Achtelfinale hatten es Franzosen und Deutsche mit afrikanischen Gegnern zu tun. Les Bleus kamen dabei spät noch zu einem 2:0-Sieg gegen die Super Eagles aus Nigeria. Die DFB-Auswahl tat sich gegen Algerien noch schwerer, schaffte in der Verlängerung dann allerdings einen verdienten 2:1-Erfolg.

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Ausgangslage & Formkurve

Frankreich qualifizierte sich als Gruppensieger in der Gruppe E der WM 2014 in Brasilien souverän fürs Achtelfinale. 3:0 hieß es zum Auftakt gegen Honduras, es folgte ein 5:2-Spektakel gegen die Schweiz, dem bislang besten Auftritt der Equipe Tricolore. Gegen Ecuador ließ Didier Deschamps dann einige Ersatzspieler ran, die sich zumindest ein respektables 0:0 erkämpften. Im Achtelfinale gegen Nigeria hatten die Franzosen weitgehend alles unter Kontrolle, forcierten im zweiten Durchgang den Druck und wurden mit dem 2:0 auch belohnt. Die letzten fünf Spiele wurden alle nicht verloren. Vier Siege gab es zu verbuchen, vier Mal kassierte die Equipe Tricolore kein Gegentor, vier Mal erzielte sich auch mindestens zwei eigene Tore. Einziger Kritikpunkt: Die Chancenverwertung hätte durchaus besser sein können.

Sich als Erster in der Gruppe G für das Achtelfinale zu qualifizieren, fiel dem deutschen Team nicht schwer. Einer Gala beim 4:0 gegen Portugal folgte ein eher maues 2:2 gegen Ghana, dem bislang schwächsten WM-Auftritt, bei dem Miroslav Klose sogar die 1:2-Niederlage mit seinem WM-Treffer verhinderte. Gegen die USA tat sich Deutschland schwer, kontrollierte das Spiel aber. So reichte es zu einem 1:0-Erfolg, völlig verdient. Im Achtelfinale gegen Algerien mühten sich die DFB-Kicker abermals im Spiel nach vorne. Die Chancen blieben ungenutzt, es ging mit 0:0 in die Verlängerung. Dort behielt Deutschland mit 2:1 die Oberhand und bewies Nervenstärke und gute Physis. Starke Abwehrleistungen gegen Portugal und die USA, eklatante Defensivschwächen gegen Ghana und Algerien – so lässt sich der Turnierverlauf zusammenfassen. Keeper Manuel Neuer zeigte als spielender Keeper gegen die Nordafrikaner Extraklasse. Wie Frankreich verlor Deutschland seine letzten fünf Spiele nicht, spielte ebenso ein Mal remis, war aber insgesamt etwas anfälliger in der Abwehr.

Personal & Umfeld

Bei den Franzosen gehen mit Evra, Matuidi und Pogba drei Spieler mit einer Gelben Karte vorbelastet in die Partie, ehe die Verwarnungen dann nach dem Viertelfinale gelöscht werden. Fraglich ist noch, ob Mamadou Sakho vom FC Liverpool fit wird. Es sieht gut aus, ansonsten steht mit Laurent Koscielny vom FC Arsenal ein weiterer Spieler aus der Premier League bereit für die Innenverteidigung. Im Sturm hat Didier Deschamps die freie Wahl. Am wahrscheinlichsten: Olivier Giroud bekommt nach einem eher schwachen Auftritt gegen Nigeria eine weitere Chance. Dann bleibt Antoine Griezmann erneut nur ein Platz auf der Bank. Valbuena dürfte wegen seiner Vorlage zum alles entscheidenden 2:0, die Yobo ins eigene Tor lenkte, gesetzt sein. Ebenso wie Pogba im Mittelfeld, nachdem der in der 79. Minute zum 1:0 traf.

„Das war ein Spiel zum Durchschnaufen. Ein Sieg des Willens. Eigentlich mussten wir das Spiel in der regulären Spielzeit entscheiden. Wir hatten wahnsinnig viele Chancen.“ – Joachim Löw

Mats Hummels erkrankte und musste kurzfristig gegen Algerien ersetzt werden. Für die Partie gegen Frankreich sollte der Innenverteidiger von Borussia Dortmund aber wieder vollauf genesen sein. Das wäre auch besser so, denn sein Stellvertreter Shkodran Mustafi fällt wegen eines Muskelbündelrisses nun aus. Also rückt Jerome Boateng wieder auf die Position des Rechtsverteidiger und bleibt Bundestrainer Joachim Löw dabei: Philipp Lahm spielt weiter im defensiven Mittelfeld. Vorne hält Löw an Müller und Özil fest, könnte aber mit Miroslav Klose, Lukas Podolski oder auch Andre Schürrle für Mario Götze überraschen. Schürrles Einwechslung brachte richtig Schwung, ihm gelang auch das so wichtige 1:0 gegen Algerien in der Verlängerung.

Frankreich vs. Deutschland: Direkte Duelle & Statistiken

Diesen Klassiker gab es bereits 25 Mal, und die Franzosen liegen immer noch mit 11:8 Siegen im direkten Vergleich vorne, wenngleich die Tordifferenz für Les Bleus mit 41:42 Treffern bereits leicht negativ ist. Sechs Mal trennten sich die beiden Mannschaften unentschieden. In den Duellen bei einer WM-Endrunde führt allerdings die DFB-Elf mit 2:1 Siegen. Nachdem 1958 bei der WM in Schweden noch mit 3:6 im Spiel um Platz drei verloren wurde, ging es 1982 im Halbfinale bei der Weltmeisterschaft in Spanien ordentlich zur Sache. 1:1 hieß es nach regulärer Spielzeit, 3:3 nach Verlängerung. Das Elfmeterschießen gewannen die Deutschen schließlich mit 5:4. Zu einer Revanche vier Jahre später bei der WM 1986 kam es wiederum im Halbfinale nicht. Die deutsche Nationalmannschaft besiegte Les Bleus mit 2:0. Auch das letzte Testspiel 2013 bestritt Joachim Löws Mannschaft siegreich (2:1), ein Jahr zuvor hatte sie noch 1:2 verloren. In den letzten zehn Freundschaftsspielen holte die DFB-Auswahl lediglich drei Siege und ein Unentschieden. Von einem deutschen Lieblingsgegner kann also ganz und gar nicht gesprochen werden.

Prognose, Wett-Tipps & Quoten

Auf das erste Viertelfinale wetten? Es wird eine Herkulesaufgabe für alle Tipper. Denn Formkurve, Personal, Turnierverlauf, direkte Vergleiche sprechen für eine absolut ausgeglichene Ausgangslage. Die Buchmacher sehen zwar Deutschland leicht im Vorteil, doch unsere Analyse ergibt: In Nuancen scheint Frankreich leicht vorne zu liegen. Die Doppelte Chance 1X jedenfalls verspricht bei Tipico eine Quote von 1,60 – mit aller Vorsicht. In den jeweils letzten zwei WM-Spielen beider Teams fielen nie mehr als zwei Tore. Generell waren die Achtelfinale bei der WM 2014 eher torarm. Für ein Under 2.5 zahlt Interwetten sogar eine Quote von 1,80. Wir empfehlen diese Value Bet. Wer an Deutschland als Turniermannschaft glaubt, setzt auf die DFB-Auswahl. Die Bestquote gibt es bei bet365 mit 2,42.