Glücksspiel-Applikationen werden verboten

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Nachdem die Welt der Smartphones und Tablets weiter an Volumen zunimmt, setzen immer mehr Glücksspielanbieter im Internet auf eine mobile App, mit der man das Angebot von Anbietern wie Bwin, MyBet und Stan James auch von unterwegs nutzen kann. Laut neuesten Informationen wollen die Plattformen für Apps davon allerdings recht wenig wissen.

Der Google Play-Store, welcher auf jedem Android-Smartphone und Tablet installiert ist, um Spiele und andere Applikationen herunterzuladen, änderte seine Politik bezüglich der Casino und Sportwetten-Apps. So sind nicht nur die klassischen Online-Casinospiele wie etwa Roulette, Poker und Slotgames betroffen, sondern auch die Sportwetten- und Lotterieanbieter müssen sich zukünftig umsehen. Laut Google sollen all diese Glücksspiele und Geschicklichkeitsspiele ihre Bedingungen anpassen, um weiterhin im Angebot des US-Konzern und Suchmaschinengiganten zu bestehen.

Den neuesten Richtlinien, welche von Google bekannt gegeben wurden, ist zu entnehmen, dass die Spiele oder Anwendungen externer Entwicklerstudios keine Geldpreise oder sonstige Gewinnen versprechen dürfen. Schon im Google Play Store eingetragene Apps werden dahingehend geprüft und bei Tatbestand nicht mehr akzeptiert. Sollten die Entwickler innerhalb von einem Monat keine diesbezügliche Änderung ihrer App vornehmen, so kann mit einer Verbannung von der Vertriebsplattform der Applikationen gerechnet werden.

Viele Anbieter stehen nun vor einem Problem, welches vorerst nicht sehr einfach zu lösen scheint. Wie solle man schließlich eine Casino-App anbieten, ohne einen Gewinn zu versprechen. Verschiedene mobile Apps könnten sich daher aus dem Play Store verabschieden, sodass das Angebot nur noch über eine für Smartphone und Tablets optimierte Internetseite verfügbar ist. Über eine solche Seite verfügen die meisten Anbieter bereits, werden diese eventuell aber in näherer Zukunft relaunchen und nutzerfreundlicher gestalten.

Apple geht ähnliche Wege

Im App-Store von Apple wurden ähnliche Wege eingeschlagen. So will der US-Konzern nicht, dass aus den iPhones und iPads eine mobile Spielhölle wird. Glücksspielanwendungen müssen seither kostenlos zu Verfügung gestellt werden und sogenannte In-App-Käufe werden verboten. Das Spielen ist aber weiterhin möglich.