HSV-Krise: Van Marwijk geht, Slomka kommt

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Hamburger SV

Wie der Kicker berichtet, ist Bert van Marwijk seit Samstagabend nicht länger Trainer des Hamburger Sportvereins. Nach nur 143 Tagen musste der Holländer seinen Trainerstuhl räumen und macht Platz für Mirko Slomka. Nach dem niederschmetternden 2:4 gegen den Tabellenletzten aus Braunschweig entschied der HSV-Vorstand einstimmig und entließ den Trainer samt Assistent. Nun liegt es an Mirko Slomka, den strauchelnden Klub vor dem Sturz zu bewahren. Dass er das Zeug dazu hat, bewies der in Hildesheim geborene Slomka bereits als Trainer von Hannover 96.

Unsichere Spieler, fehlende Spielstruktur

Die Aufgabe, die auf den neuen Coach zukommt, ist keine einfache. Der dienstälteste Bundesligaverein hat sein Selbstvertrauen verloren und scheinbar auch das Fußballspielen verlernt. Der auf dem vorletzten Tabellenplatz stehende HSV bot gegen Eintracht Braunschweig erneut eine Vorstellung, die der ersten Bundesliga nicht würdig war. Nicht nur, dass Braunschweig gegen Hamburg das erste Mal in dieser Saison mehr als zwei Tore in einer Partie erzielte, auch war es das siebte Pflichtspiel hintereinander, in dem der HSV drei Gegentreffer oder mehr kassierte.

Nun steht der einzige Klub, der noch nie abgestiegen ist, vor den Pforten der zweiten Liga und mit Mirko Slomka soll der Kraftakt gelingen die Spieler wieder zu motivieren, Ordnung in das Hamburger Spiel zu bringen und reichlich Abstand zu den Abstiegsplätzen zu schaffen. Van Marwijk ist dieses Kunststück in seinen 143 Tagen Dienstzeit nicht gelungen. Unter seiner Führung hatte der HSV lediglich drei Siege aus 15 Bundesliga-Spielen erzielen können.

Slomka als Retter gebeutelter Klubs

Slomka konnte sich vor nicht allzu langer Zeit bereits als Retter beweisen, als er Hannover 96 in der Saison 2009/10 vor dem Abstieg bewahrte und zu lang vermissten Glanzleistungen führte. Die Mannschaft befand sich damals in einer, durch den Selbstmord von Robert Enke verursachten, Schockstarre und stand nach dem 18. Spieltag der Saison auf dem 16. Platz.

Unter Slomkas Führung sicherte sich Hannover den Klassenerhalt, lieferte in der folgenden Saison die beste Leistung der Vereinsgeschichte und erreichte sogar das Viertelfinale der Europa League. Ob der Trainer auch in Hamburg ein Wunder bewirken kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, aber einen Hoffnungsschimmer bringt die Verpflichtung Slomkas auf jeden Fall mit.

Wird sich das Blatt am nächsten Spieltag wenden?

Die erste Prüfung für Slomka und den HSV wird eine schwere. Am 22. Spieltag empfängt der Klub den BVB, der aktuell auf dem dritten Tabellenplatz steht und nach Bayern die meisten Tore dieser Saison erzielte. Mit einer Quote von 7.80 bei bet-at-home gelingt Hamburg das Wunder und der Sieg und Dortmund gewinnt mit einer Quote von 1.35.

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(Bildquelle: http://www.hsv.de/verein/meldungen/kontakt/kontakt/)