Löw mit Luxusproblemen im Sturm für WM-Quali

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WM_2014

Joachim Löw wird sich für die letzten beiden Qualifikationsspiele der WM 2014 in Brasilien etwas überlegen müssen. Am 11. Oktober gegen Irland und am 15. Oktober gegen Schweden wird der Bundestrainer wahrscheinlich auf die dritte Wahl im Sturm zurückgreifen müssen. Demnach wird hinter Max Kruse wahrscheinlich häufiger nach Stefan Kießling gefragt werden. Nach dem langfristigen Ausfall von Mario Gomez steht nun auch Miroslav Klose nicht zur Verfügung. Seinen Versuch als einziger Tor-Rekordhalter in Länderspielen dazustehen, muss der Stürmer aus Lazio Rom wohl etwas weiter verschieben. Am Mittwochabend fand die Operation in München statt.

Mindestens zwei Wochen Pause für Klose

Laut italienischen Medienberichten könne Miroslav Klose mindestens zwei Wochen nicht am normalen Spielbetrieb teilnehmen. Nach seiner Operation am rechten Fuß reiste der 35-Jährige zurück nach Italien, um dort sein Rehabilitationstraining zu absolvieren. An einer möglichst schnellen Regeneration liege nicht nur dem italienischen Verein Lazio Rom etwas, auch Joachim Löw und Klose selbst sind an einem schnellen Einsatz interessiert.

„Die OP ist gut verlaufen. Der Eingriff musste gemacht werden, weil ich schon seit Wochen mit Schmerzen gespielt habe. Ich tue alles dafür, möglichst schnell wieder für Lazio und die DFB-Elf spielen zu können“, sagte Klose nach der Operation. Klose möchte in jedem Fall noch als einziger Rekordhalter dastehen. Derzeitig teilt er sich den Platz mit Gerd Müller und insgesamt 68 Länderspieltoren.

„Er wird vor der Länderspielpause nicht mehr zurückkehren“, sagte Lazio-Trainer Vladimir Petkovic. Für den italienischen Verein könnte dies ein echtes Problem darstellen, ein echtes Luxusproblem ergibt sich für Bundestrainer Löw. Nachdem auch Mario Gomez ausgefallen ist, muss er wahrscheinlich auf den Gladbacher Max Kruse oder Stefan Kießling zurückgreifen. Laut Expertenmeinungen könnte auch Mario Götze als „falsche Neun“ zum Einsatz kommen. Nachdem auch er verletzt war, könnte er an diesem Wochenende die ersten Spielminuten beim FC Bayern nach seiner Verletzung bekommen. Bis zum 11. Oktober könnte er wieder fit sein.

„Wir haben noch ein wenig Zeit“

„Ich bin über Miros Eingriff informiert, werde auch direkt mit ihm sprechen“, erklärte Löw auf der DFB-Homepage. „Welche Auswirkungen seine Pause auf die Nominierung für die beiden Länderspiele gegen Irland und Schweden hat, kann ich jetzt noch nicht sagen. Den Kader werden wir Ende nächster Woche bekanntgeben, bis dahin haben wir ja auch noch ein wenig Zeit“, ergänzte der Bundestrainer.

Die Chancen für die letzten beiden WM-Qualifikationsspiele stehen in jedem Fall gut für die Deutschen. Zuletzt hatte man das Gefühl, die Mannschaft hätte sich gefunden. Sowohl gegen Irland als auch gegen Schweden sollte dem Sieg nicht einmal nur die dritte Wahl im Sturm im Wege stehen.

(Bildquelle: http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/media/index.html)