Nürnberg feuert Trainer Michael Wiesinger nach nur 287 Tagen

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1. FC Nürnberg

„Man spürt, dass alle mit aller Macht den ersten Dreier einfahren wollen“, so Nürnberg-Coach Michael Wiesinger (40) vor dem Spiel gegen den Hamburger SV. In den Trainingseinheiten sei Feuer gewesen, allerdings erkannte man davon in den 90 Minuten gegen Hamburg nichts. Beim 0:5-Debakel brachte keiner der Nürnberger eine dementsprechende Leistung auf den Platz, was nun Folgen für Trainer Wiesinger haben wird. Er muss seine sieben Sachen nehmen und den Club verlassen. Seine Entlassung wurde am Montagabend bekannt gegeben. Damit war er knapp 10 Monate und ganz genau 287 Tage im Dienst bei dem Club.

Beurlaubung über Twitter

Am Nachmittag hatten sich der Vorstand und Aufsichtsrat zusammengesetzt, um über die Zukunft des Clubs zu sprechen und in erster Linie, wie man die Trainersituation lösen würde. Zeitgemäß über Twitter teilte der Verein um 20:37 Uhr mit, der „Club beurlaubt Michael Wiesinger und Armin Reutershahn“. Bis zur Vorstellung eines neuen Trainers würde sich vorerst U23-Coach Roger Prinzen um den neunmaligen Meister kümmern.

Man sei bereits auf der Suche nach einem neuen Trainer, einen festen Ansprechpartner gebe es auch schon. „Nach der deutlichen 0:5-Niederlage gegen den HSV und einer sachlichen Aufarbeitung des bisherigen Saisonverlaufs sind wir in intensiven Gesprächen zu der gemeinsamen Entscheidung gelangt, dieses Schritt vollziehen zu müssen“, erklärte der Sportvorstand Martin Bader.

Schwere aber bereits angedeutete Entscheidung

„Es war eine sehr schwere Entscheidung, aber im Interesse des 1. FC Nürnberg sehen wir uns dazu gezwungen.“ Der erhoffte kontinuierliche Aufwärtstrend wäre auch nicht zu erkennen gewesen. Bisher konnte Nürnberg nicht ein Spiel in der deutschen Bundesliga gewinnen. Nach dem Spiel gegen Hamburg deutete sich bereits an, dass es eine Niederlage zu viel gewesen war. So erklärte Vorstand Bader in Hinblick auf Wiesinger direkt nach dem Spiel, dass es grundsätzlich seine Aufgabe sei, einem leitenden Angestellten den Rücken zu stärken, doch nach so einem Debakel wolle und könne er das nicht tun.

Aussichten für den nächsten Spieltag

Der Zeitpunkt der Beurlaubung passt generell ganz gut. Nach dem Spiel gegen Hamburg hat die Bundesliga ein Wochenende spielfrei. Demnach bleiben dem Club zwei Wochen, um einen neuen Trainer zu den Franken zu holen. Dann geht es gegen Eintracht Frankfurt, die derzeit drei Plätze vor Nürnberg auf Platz 13 stehen. Vielleicht ist das genau das richtige Spiel, um sich als neuer Trainer profilieren zu können. Das Potenzial hat die Mannschaft in jedem Fall. Dennoch geht Frankfurt mit einer Quote von 1.60 bei 10Bet in die Partie und der 1. FC Nürnberg darf mit dem neuen Trainer auf den ersten Sieg der Saison mit einer Quote von 5.60 hoffen.

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(Bildquelle: http://www.fcn.de/club/medien/)