Eidgenossen oder Les Bleus – wer macht den großen Schritt Richtung Achtelfinale?

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Das war knapp, liebe Eidgenossen. So gerade eben ist die Schweiz bei ihrem WM-Auftakt 2014 noch einmal an Punktverlusten vorbei geschrammt und hat sich quasi Last Minute noch drei Zähler gegen das Team aus Ecuador ergattert. Aber eines ist klar: Wollen die Mannen von Ottmar Hitzfeld auch gegen Frankreich bestehen, müssen sie sich deutlich steigern. Vor allem aber müssen sie endlich ihre Nervosität ablegen. Es war offensichtlich, dass nicht alle Akteure der „Goldenen Generation“ mit der hohen Erwartungshaltung im eigenen Land klar gekommen sind. Eine überzeugende WM-Quali ist die eine Sache, eine WM-Endrunde dann doch noch eine andere.

Schweiz vs. Frankreich

Exakt die Hälfe aller Spiele in der Gruppenphase der WM 2014 in Brasilien sind absolviert. Das Match zwischen der Schweiz und Frankreich ist bereits die 25. Paarung bei der Weltmeisterschaft. Angepfiffen wird sie am Freitag, den 20. Juni, um 21 Uhr. Austragungsort ist Salvador, gespielt wird in der Arena Fonte Nova. Als Schiedsrichter der Partie hat die FIFA den Unparteiischen Björn Kuipers aus den Niederlanden nominiert. Ein erfahrener Mann also für eine brisante Begegnung, in der es wohl um Platz eins in der Gruppe E gehen wird.

Der sportwetten.org Wett-Tipp zum Spiel
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Ausgangslage & Formkurve

Gestartet sind beide Mannschaften mit einem Sieg. Jener 2:1-Erfolg der Schweiz gegen Ecuador war allerdings erst in der dritten Minute der Nachspielzeit amtlich. Da stach Ottmar Hitzfelds Joker Haris Seferovic, für den der Wolfsburger Ricardo Rodriguez aufgelegt hatte. Zur Pause hatten die Südamerikaner noch geführt, was also auf jeden Fall für den Schweizer Teamspirit spricht. Für die Schweiz war es der dritte Sieg in Folge, nachdem in der Vorbereitung auf die WM zuletzt Peru mit 2:0 und Jamaika mit 1:0 bezwungen wurde. Auffällig dabei: Wie auch gegen Ecuador entschieden die Eidgenossen diese Testspiele mit späten Treffern in der Schlussviertelstunde erst sehr spät zu ihren Gunsten.

Frankreich bestätigte sein 8:0-Torfestival gegen Jamaika auch im ersten Gruppenspiel gegen Honduras. Beim 3:0 war sogar ein höherer Sieg möglich, doch die Equipe Tricolore wird froh genug gewesen sein, überhaupt so gut ins Turnier gestartet zu sein. Zu groß war die Angst, sich noch einmal derart zu blamieren und die Fans zu enttäuschen, wie das noch 2010 bei der WM in Südafrika der Fall gewesen war. Die Franzosen haben nicht nur die letzten fünf Freundschaftsspiele allesamt nicht verloren (vier Siege), sie kassierten dabei auch nur einen einzigen Gegentreffer beim 1:1 gegen Paraguay. Es fielen in drei Begegnungen mehr als zwei Tore, Frankreich selbst traf in vier der fünf Spiele mindestens zwei Mal. Für die Schweiz gilt ebenso: In vier von fünf Partien schossen die Eidgenossen mindestens zwei Treffer.

Personal & Umfeld

Im Schweizer Kader stehen einige namhafte Akteure, aber Ricardo Rodriguez lieferte gegen Ecuador eine bärenstarke Vorstellung ab mit seinen Vorstößen und stahl allen die Show, war Bester beim ersten Auftritt der Schweizer. Wie intakt die Mannschaft ist, zeigt alleine die Tatsache, dass mit Mehmedi und Seferovic beide Einwechselspieler von Ottmar Hitzfeld die Tore beisteuerten. Insbesondere Seferovic will in die Startelf, doch wird Josip Drmic wohl noch einmal eine Chance in der Startaufstellung bekommen. Verletzt ist niemand, beste Voraussetzungen also fürs Spitzenspiel. Dann dürften die Schweizer auch etwas weniger nervös zu Werke gehen.

„2010 habe ich alles gegeben und meine Energie verloren. Heute gebe ich alles und erhalte Energie zurück. 2010 hat mich aufgefressen.“ – Patrice Evra

Ob es Yohan Cabaye von Paris Saint Germain wegen seiner Adduktorenproblemen rechtzeitig schafft, fit zu werden, scheint noch nicht ganz sicher. Als defensiver Abräumer vor der Viererkette ist es fast unverzichtbar. Es sieht aber gut aus. Dass Paul Pogba in der Startelf stehen wird, gilt auch als sicher. Allerdings darf der Kicker von Juventus Turin froh sein, dass er überhaupt darf, denn seine Tätlichkeit gegen Honduras hatte der Referee übersehen. Ansonsten ist Frankreich komplett und hofft abermals auf Treffer von Karim Benzema von Real Madrid, der gegen Honduras gleich doppelt erfolgreich war. Eigentlich ja drei Mal, aber das zwischenzeitliche 2:0 wurde dem Keeper völlig unverständlich als Eigentor „gutgeschrieben“.

Schweiz vs. Frankreich: Direkte Duelle & Statistiken

Die letzten vier Begegnungen gegen die Equipe Tricolore haben die Schweizer alle nicht gewinnen können. Aber: Die letzten drei Aufeinandertreffen endeten allesamt unentschieden. Zuletzt gab es ein 0:0 bei der WM 2006 in Deutschland. Davor in der entsprechenden WM-Qualifikation ein weiteres 0:0 sowie ein 1:1. Ein Testspiel 2003 entschied Frankreich mit 2:0 zu seinen Gunsten. Der letzte Erfolg der Schweizer datiert aus dem Jahr 1992, als 2:1 gewonnen wurde.

Prognose, Wett-Tipps & Quoten

In den letzten vier direkten Duellen fielen nie mehr als zwei Tore. In jeweils vier der letzten fünf Matches waren die Eidgenossen und Franzosen aber auch immer mindestens je zwei Mal erfolgreich. Wir glauben, zumindest mit einem Under 3.5 auf der sicheren Seite zu sein und empfehlen dafür den Bookie Betsafe mit der Quote 1,34. Tendenziell glauben wir zwar, dass die Franzosen etwas besser drauf sind, aber für eine Doppelte Chance 1X zahlt der Buchmacher bet-at-home eine Quote von 2,01. Die halten wir dem Risiko entsprechend für gut. Eine Value Bet gibt es gar bei Betsson für ein Under 1.5 mit der Quote 3,50. Angesichts der Ausgangslage und der jüngsten direkten Duelle zwischen Schweiz und Frankreich nicht die schlechteste Wahl.