Tipico: Ereigniswette in Deutschland künftig stark angepasst

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Noch immer ist keine einheitlich Regelung bezüglich der Wettlizenzen in Deutschland erreicht, doch mit der Zeit kommen an einer Wettlizenz interessierter Anbieter den staatlichen Gedanken von reguliertem Glücksspiel immer näher. Um eine schnelle Einigung mit dem Staat herbeizuführen, probieren die Buchmacher des Deutschen Sportwettenverbands immer wieder einen weiteren Schritt auf die staatlichen Behörden zuzugehen. Nachdem der Wettanbieter Tipico bereits etliche Livewetten aus dem deutschen Wettangebot entfernt hatte, wird man nun erneut der Verantwortung als deutscher Marktführer gerecht.

Ereignissen ab sofort angepasst – Wetten auf Eckbälle & Co.

Bei dem Wettanbieter Tipico und einigen weiteren mitgezogenen Anbietern des Deutschen Sportwettenverbands werden künftig einige Pre-Match-Wettarten nicht mehr angeboten. Insgesamt 30 Wettarten auf bestimmte Ereignisse werden nicht mehr zur Verfügung stehen. Dem Tipper bleiben aber immer noch genügend Möglichkeiten, vor dem Spiel interessante und zum Teil sogar amüsante Wetten abzugeben. Betroffen von der Einschränkung sind unter anderem Wetten auf Eckbälle, Gelbe Karten oder Elfmeter. Diese Wetten konnten bisher vor dem Spiel platziert werden, sind ab sofort nicht mehr verfügbar.

Mit dieser freiwilligen Anpassung möchte man dem Staat zeigen, dass man durchaus gewillt ist, entsprechende Maßnahmen zum Jugendschutz und gegen die Spielsucht zu treffen. Bereits Mitte Januar hatte Tipico dafür gesorgt, dass solche Ereigniswetten aus dem Liveangebot in Deutschland entfernt werden. Mit der aktuellen Anpassung runde der führende deutsche Anbieter die freiwilligen Bemühungen zur Sicherung der Integrität des Sports ab. Zuletzt hatte man auch Wetten auf deutsche Amateur- und Jugendspiele aus dem Angebot bei Tipico gestrichen. Diese Wettmärkte waren verstärkt von jungen Tippern wahrgenommen worden. Zudem verkürzt die Verfügbarkeit solcher Wettmärkte die Zeit, bis Jugendliche erstmalig mit Sportwetten in Kontakt kommen, hieß es damals.

Umgehen kann man das eingeschränkte Wettangebot nicht. Die Anpassungen wurden auf alle Vertriebskanäle in Deutschland ausgeweitet. So sind Wetten auf die eben genannten Wettmärkte nicht mehr im Shop sowie auch nicht mehr über das Internet möglich. „Wir dokumentieren mit der fortlaufenden Anpassung unseres deutschen Wettprogramms konsequent unsere Dialogbereitschaft mit dem Sport und Behörden und wollen darüber hinaus ein deutliches Zeichen für die gesamte Branche setzen“, erläutert Tipico CEO Jan Bolz.

Weitere Entwicklung in Sicht?

Bisher ist seitens der Behörden keine Regung zu erkennen. Den Dialog mit dem deutschen Sportwettenverband scheut man noch vornehmlich und etwaige Presseberichte lassen sich ebenfalls nicht finden. Scheinbar steht die Entwicklung tatsächlich still. Man muss sich erst darüber einigen, welchen Weg der strukturierten und einheitlichen Regulierung man nun gehen möchte. Womöglich schaltet sich der europäische Gerichtshof demnächst doch noch mit ein.

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