Wettlizenzen: Cashpoint schließt Verfahren als Klassenbester ab

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Erst vor einigen Tagen hat sich Hessische Innenministerium bzw. das Glücksspielkollegium überraschend dazu entschieden, die im Glücksspielstaatsvertrag festgelegten 20 Wettlizenzen zu vergeben. Für viele Experten kam die Bekanntgabe enorm überraschend: So hatte man schon seit Wochen keinen aktuellen Stand des Vergabeprozesses der Konzessionen zum Betrieb von Sportwetten in Deutschland gehört. Für viele Wettanbieter war nicht nur die Vergabe an sich überraschend, auch die gewählten Anbieter waren für viele zweifelhaft.

Cashpoint ist Klassenbester, Tipico nicht dabei

Schon seit knapp zwei Jahren und drei Monaten ist der neue Glücksspielstaatsvertrag nun verabschiedet und endlich oder auf einmal wurden die ausgeschriebenen 20 Konzessionen durch das hessische Ministerium für Innern und Sport vergeben. Ab dem 19. September 2014 sollen die Lizenzen final vergeben werden und damit soll der vorerst letzte Schritt im Vergabeverfahren gemacht sein. Mit den Lizenzen sollen dann auch private Unternehmen legal Sportwetten anbieten dürfen. Bis 2012 war dies dem Staat vorbehalten und seitdem bewegen sich private Anbieter in einer rechtlichen Grauzone.

Mit den 20 Lizenzen soll diese Grauzone nun überwunden werden. Wettanbieter mit Lizenz operieren legal und Unternehmen ohne eine gültige Lizenz in Deutschland dürfen eigentlich nicht wahrgenommen werden. Weiterhin stellt sich die Frage, wie der Staat diesem Gesetz gerecht werden möchte. Nicht bedachte Anbieter wie Tipico haben daher bereits eine Klage eingereicht. Allein die Beschränkung auf 20 Anbieter sei nicht europarechtskonform. Während sich die einen Anbieter über den Vergabeprozess echauffieren, sind andere recht glücklich über den Erhalt einer Lizenz.

Mit einer hervorragenden Bewertung hat der Wettanbieter Cashpoint den Vergabeprozess überstanden. Demnach hatten sich für das komplexe Auswahlverfahren zuletzt 35 Unternehmen qualifiziert. In diesem Auswahlverfahren wurden die Anbieter in 15 Bereichen mit zahlreichen Unterbereichen auf die Probe gestellt. Die Bewertung erfolgte mit Punktzahlen, welche für jedes Kriterium im Vorhinein klar festgelegt wurde. Die erreichte Punktzahl wurde am Ende in Noten zwischen Null und Fünf umgerechnet. Die Anbieter mit den höchsten Werten wurden als künftige Lizenzträger benachrichtigt.

Eine hervorragende Bewertung hat Cashpoint erhalten. Der Wettanbieter gehört zur bekannten Gauselmann-Gruppe, die sich nun zum Vergabeverfahren äußerte. „Wir freuen uns, dass wir aus der Prüfung des hessischen Innenministeriums als am besten bewertetes Unternehmen hervorgegangen sind. Damit wird uns eindeutig bestätigt, dass wir in allen Aspekten das zuverlässigste, sicherste und leistungsfähigste Unternehmen unter den Antragstellern sind", freut sich Unternehmer und Vorstandssprecher Paul Gauselmann.

Mögliche Folgen für Lizenznehmer

Welche genauen Auswirkungen und Folgen der Erhalt einer Lizenz nach sich ziehen wird, ist aktuell noch nicht abzusehen. Einige Experten sind sogar der Meinung, dass Anbieter mit einer Lizenz vorerst große Nachteile erfahren werden. Mit einer Lizenz hat man sich an die klaren Regularien des Staates zu halten. Solange keine Regelung gefunden ist, wie man nicht lizenzierte Anbieter verdrängen kann, werden diese im Wettbewerb einen Vorteil haben. Ob man sich als Tipper bei einem nicht lizenzierten Anbieter strafbar macht, wird sich eventuell nach dem 19. September zeigen. Wir erwarten, dass das Glücksspielkollegium dann nähere Infos zum weiteren Ablauf veröffentlicht.

Zu den Wetten bei Cashpoint geht es hier.