WM: Bauverband widerspricht Blatter-Kritik

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Weltmeister Pokal

Kürzlich hatte FIFA-Präsident Blatter im Rahmen eines Interviews mit einem französischen TV-Sender die Arbeitsbedingungen auf den WM Baustellen in Katar kritisiert. Blatter hatte auch die, aus seiner Sicht, Schuldigen für diese Missstände benannt –  vor allem die großen deutschen und französischen Bauunternehmen seien verantwortlich, sagte der Chef des Weltfussballverbandes. Nun hat sich der Verband der deutschen Bauindustrie zu den Anschuldigungen geäußert und weist die Kritik von sich.

Immer wieder tote Arbeiter auf den WM-Baustellen

Die Vorbereitungen auf Weltmeisterschaft 2022 in Katar werden seit einigen Monaten von schlimmen Nachrichten überschattet. Immer wieder sterben Gastarbeiter, die an dem Bau der Stadien beschäftigt sind. Auch die internationalen Proteste scheinen an den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen nichts zu ändern und die die Zahl der Toten wird immer größer. Bereits im September letzten Jahres sind Berichte aufgetaucht, die zeigen, unter welchen Bedingungen die Arbeiter in Katar leben müssen. Beengte, erbärmliche Notunterkünfte und fehlende Sicherheit auf den Baustellen fordern immer mehr Opfer und es sieht nicht so aus, als würde sich an der Ausbeutung der Tausenden von Menschen in naher Zukunft etwas ändern.

Blatter äußerte sich immer wieder zu der Situation in Katar und machte die Welt auf die Missstände aufmerksam. Doch mit der Benennung der für ihn Verantwortlichen, ging der FIFA-Präsident einen Schritt weiter. Die großen Unternehmen, vor allem aus Deutschland und Frankreich, seien für die Arbeitsorganisation verantwortlich und tragen somit auch zum Teil die Schuld an den Todesfällen, sagte Blatter dem Sender.

Deutscher Bauverband: Keine Beteiligung an WM-Stadionbau

Die Aussage des FIFA-Präsidenten wollte der Verband der deutschen Bauindustrie nicht einfach hinnehmen und äußerte sich zu den schwerwiegenden Vorwürfen. Die Verbandssprecherin Iris Grundmann sagte laut weltfussball.de, dass deutsche Unternehmen nichts mit dem Stadionbau in Katar zu tun hätten und die letzten Projekte in Katar bereits 2012 abgeschlossen wurden. Diese Projekte hätten nichts mit WM Stadien zu tun gehabt. Jetzt ist wohl wieder Blatter an der Reihe, zu den Aussagen Stellung zu nehmen – doch was es auch immer dazu zu sagen gibt, nur Reden hilft den Menschen nicht weiter, die Tag für Tag ihr Leben für den stadionbau aufs Spiel setzen.

Brasilien – Bald beginnt die Weltmeisterschaft

Auch die Vorfreude auf die kommende WM in Brasilien wurde bereits von erschreckenden Vorfällen getrübt und das Land hat ebenso wie Katar mit weltweiter Kritik zu kämpfen. Während die brasilianische Regierung mehr schlecht als recht versucht, sich mit der Unzufriedenheit des eigenen Volkes auseinanderzusetzen, rückt der Tag des Eröffnungsspiels immer näher. Am 12. Juni eröffnet das Gastgeberteam das Turnier mit der Partie gegen Kroatien. Mit einer Quote 1.33 bei Interwetten holt sich Brasilien die ersten drei Punkte des Turniers.

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(Bildquelle: http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/media/index.html)