WM-Lostöpfe stehen fest, Brasilien mit Hammer-Gruppe?

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WM_2014

Am Dienstag hat die FIFA die Lostöpfe zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bekanntgegeben. Für das anstehende Großereignis wurde erstmals nicht nur die FIFA-Weltrangliste herangezogen. Deutschland könnte bei der Fußball-WM demnach schon in der Vorrunde auf starke Gegner treffen. Noch schwieriger könnte es aber für den Gastgeber und gleichzeitig Titelfavoriten Brasilien werden.

Brasilien droht extrem schwere Gruppe

Die brasilianische Nationalmannschaft darf sich auf eine extrem schwere Gruppe gefasst machen. Wenn die Lose zu Ungunsten der Brasilianer gezogen werden, könnten zwei europäische Top-Teams wie Italien und Portugal in einer Vorrunden-Gruppe mit der Selecao landen. Auch die wie Deutschland und Brasilien gesetzten Argentinier müssen möglicherweise gleich mit Top-Gegnern wie England und Frankreich rechnen.

„Anders als vor acht oder zwölf Jahren macht man sich keine Illusionen mehr, dass man in der WM-Vorrunde zwei oder sogar drei relativ einfach Gegner bekommen könnte“, erklärte Bundestrainer Joachim Löw. Er wird beim eigentlichen Losspektakel live dabei sein und genauestens verfolgen, welche Gruppen entstehen werden. Deutschland wird am Freitag ein Gegner aus dem Topf Südamerika/Afrika, einen Kontrahenten aus dem Topf Asien/ Nord- und Mittelamerika sowie eine europäische Mannschaft aus dem vierten Topf zugelost bekommen.

Eine mögliche Auslosung wäre beispielsweise gegen die Elfenbeinküste, Japan und die Niederlande. Damit wäre „eine Supergruppe“ möglich, wie Löw ein solches Lospech bezeichnet. Hat man ein wenig mehr Glück, so könnte man auch in eine Gruppe mit Algerien, Iran und Griechenland kommen. Prinzipiell sind die Gruppengegner dem Bundestrainer jedoch egal: „Wir nehmen es, wie es kommt. Wir haben keine Wunschgegner.“ Mit einer Quote von 6.00 ist die deutsche Nationalelf direkter Favorit hinter dem Gastgeber. Möchte man die WM gewinnen, müsste man sowieso an den meisten starken Mannschaften vorbei. Ob in der Gruppenphase oder in K.O.-Phase spielt für Löw kaum reine Rolle.

Die Lostöpfe im Überblick:

Topf 1: Brasilien, Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Belgien, Schweiz, Uruguay
Topf 2: Algerien, Kamerun, Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria, Chile, Ecuador
Topf 3: Australien, Iran, Japan, Südkorea, Costa Rica, Honduras, Mexiko, USA
Topf 4: Niederlande, Italien, England, Portugal, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Russland, Frankreich

Neuer WM-Ball vorgestellt

Schon ein halbes Jahr vor dem Beginn der WM wurde bereits der offizielle WM-Ball „Brazuca" vorgestellt. Der Ball wurde in den letzten zweieinhalb Jahren von über 600 aktiven und ehemaligen Fußballern getestet. Mit dabei waren Top-Spieler wie Iker Casillas, Dani Alves, Lionel Messi, Bastian Schweinsteiger und Zinedine Zidane.

Der Name „Brazuca" hat sich bei der Wahl gegen „Bossa Nova" und „Carnavalesca" durchgesetzt. Etwa 70 Prozent der Wahlberechtigten wollten den Namen „Brazuca". Der Ball zeichnet sich durch viele verschiedenen Farben und ein auffallendes Muster aus.

(Bildquelle: http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/media/index.html)