Die Risiken bei Sportwetten (Kapitel 3.4)

shutterstock_256882318 Unser „Navigator“ in Form dieses Edutainment-Moduls für Sportwetten hat euch nun hoffentlich auf Kurs gebracht, um eure Sportwetten möglichst erfolgreich abzuschließen und euch am Ende des Tages über einen Gewinn freuen zu können. Doch überall lauern Gefahren. Diese „Klippen“ solltet ihr deswegen besser gleich umschiffen, um nicht wieder entscheidend von diesem eingeschlagenen Kurs abzukommen. Es geht an dieser Stelle also um Ablenkungsmanöver, um die eigene, ganz persönliche Verfassung – und zuletzt auch um die größte Gefahr, sich nicht selbst zu ruinieren. Nehmt die folgenden Ratschläge also durchaus ernst und keineswegs nur auf die leichte Schulter. Bevor wir unser Augenmerk auf die Livewetten richten und wie diese unter gewissen Umständen noch ratsam sind, ein guter Tipp vorab: Im vorangegangenen Kapitel haben wir euch Schritte zu einer erfolgreichen Analyse näher gebracht. Wir haben auch als einen Faktor die sogenannte Ausgangslage vor einem Match angesprochen. Ausgegangen sind wir aber immer von einem laufenden Wettbewerb, in dem es um Titel, Qualifikation für weitere Turniere wie etwa der Champions League und auch um den Abstieg geht. Freundschafts- oder Testspiele hingegen tragen ihren Namen nicht umsonst. Hier schlägt die Analyse oft fehl, alleine durch die Tatsache, dass es um rein gar nichts geht – außer für die Trainer, die viel testen und probieren können. Lasst also die Finger von Wetten auf diese Spiele in aller Freundschaft.

Wie ratsam sind Livewetten?

Ein schneller Tipp, ein schneller Gewinn: Darin liegt der Reiz von Livewetten. Das wissen auch die Buchmacher und bauen dieses Angebot immer vielfältiger aus. Bei guten Bookies gibt es während eines Live-Spiels eigentlich nichts, auf das sich nicht wetten lässt. Das haben wir euch ja auch bereits im Kapitel 1.6 Was ist eine Live-Wette? sehr detailliert geschildert. Dieser dritte Abschnitt handelte bislang unter anderem die richtige Analyse von Sportwetten ab. Und ihr habt dabei schnell gemerkt: Eine ordentliche Auswertung eines Events benötigt eine Menge Zeit. Zeit, die einem Livewetten aber nicht bieten.

Hier werden Quoten in Realzeit angeboten. Sie ändern sich so schnell wie sich das Ergebnis und der Spielverlauf selbst auch ändern können. Man mag darüber streiten, wie sehr sich das Risiko bei normalen Wetten dank einer gezielten Analyse minimieren lässt. Bei Livewetten allerdings ist dieser Vorgang weitaus schwieriger und die Wetten bleiben meist risikoreich. Denn wie will man gewissenhaft analysieren, welches Team sich den nächsten Eckball erkämpft? In den meisten Fällen handelt es sich bei den angebotenen Wetten um eine 50:50-Chance. Also beispielsweise:

  • Welches Team erzielt das nächste Tor?
  • Ist die Anzahl der erzielten Tore gerade oder ungerade?
  • Welcher Tennisspieler gewinnt Spiel eins im zweiten Satz?

Man könnte zusammenfassend auch sagen: Geht ins Casino und setzt auf Rot oder Schwarz! Nun könntet ihr auch widersprechen, denn Team A ist doch drückend überlegen und dem nächsten Tor ganz nahe. Sicherlich, gewisse Tendenzen wird es geben. Doch auf ein einzelnen Ereignis in einem Spiel zu wetten ist noch etwas ganz anderes, als auf ein komplettes Match, wo in der Regel immer noch Möglichkeiten bestehen, dass der Ausgang zu euren Gunsten „korrigiert“ wird. Weil es bei Livewetten rasant schnell zugeht, nicht immer alles übersichtlich bleibt, raten wir gerade Einsteigern von dieser Form der Wetten eher ab. Insbesondere von den oben erwähnten Wettvarianten.

Risiken beim wetten sollten nicht außer Acht gelassen werden!

Risiken beim wetten sollten nicht außer Acht gelassen werden!

Das bedeutet aber nicht, dass Livewetten völlig sinnlos sind, um sie auch dauerhaft mit Erfolg zu spielen. Grundvoraussetzung allerdings ist: Ihr habt die Möglichkeit, das Event auch tatsächlich live zu verfolgen. Am besten direkt am Fernseher. Eine Alternative ist natürlich immer der Livestream, den viele Bookies zu ausgewählten Spielen anbieten. Aber nicht immer sind hier die Verbindungen stabil. Achtet darauf, ansonsten brecht die Livewetten ab. Lasst euch unter keinen Umständen nur durch rudimentäre Ticker oder Statistiken verlocken. Das reicht nicht, um sich einen umfassenden Eindruck vom Spielverlauf zu machen. Die zweite Voraussetzung, um Livewetten aktiv und gezielt zu spielen: Ihr habt das entsprechende Event im Vorfeld entsprechend ausführlich analysiert. Dann kann es sogar passieren, dass eine Livewette besonders erfolgsversprechend ist.

Das optimale Szenario einer erfolgreichen Livewette

Dazu wieder ein Beispiel: Angenommen, ihr habt im Vorfeld das Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen detailliert analysiert und könnt es auch live über (Pay-)TV schauen. Damit wären die Voraussetzungen erst einmal gegeben. Nun passiert es, dass die Bremer auswärts mit 1:0 nach zehn Minuten in Führung gehen. Bei eurer Analyse ist aber herausgekommen, dass der HSV seine letzten fünf Partien allesamt nicht verloren hat, zwei Mal sogar einen Rückstand drehte. Die Moral scheint intakt. Von seinen bislang acht Heimspielen in dieser Saison haben die Hamburger zudem noch gar nicht verloren. Und den Hausherren bleiben ja auch noch 80 Minuten Zeit. Dazu muss Werder Bremen in diesem Derby auf seinen etatmäßigen Stammkeeper wegen einer Verletzung passen. Voila! Ihr kommt in der Summe der gesammelten Fakten also zu dem Ergebnis: Der Hamburger SV wird dieses Match dennoch gewinnen. Die zehn Minuten weniger Spielzeit sind ein kalkulierbares Risiko. Der positive Nebeneffekt bei der Livewette nach diesem Rückstand: Die Quote für einen Heimsieg ist gestiegen und deutlich höher, als sie vor dem Anpfiff bei einer „normalen“ Wette gewesen wäre.

Anhand dieses Szenarios könnt ihr also erkennen: Livewetten sind – zumindest bedingt – ratsam. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen, für die ihr im Vorfeld selbst entsprechende Vorsorgen treffen könnt. Und unter den Voraussetzungen, die während eines Spiels direkt eintreten. Wenn auch die stimmen, kann eine Livewette lukrativ sein. Oder als Gegenbeispiel: Geht der Hamburger SV stattdessen bei all den genannten Faktoren in Führung, sinkt die Quote beträchtlich. Einen großen Gewinn werdet ihr dann nicht mehr erzielen, ihr könnt diesen Zwischenstand bei der Livewette aber nutzen und quasi als zusätzliche Absicherung zu eurer Analyse sehen, wenn ihr ohnehin zu dem Schluss gekommen seid, in diesem Nordderby wird es einen Heimsieg geben.

Unser Fazit: Empfehlen wollen wir Livewetten nur den schon etwas weiter fortgeschrittenen Spielern unter den genannten Voraussetzungen. Alle anderen Spieler, gerade die absoluten Neueinsteiger, sollten sich zunächst eher dem „normalen“ Angebot der Buchmacher widmen.

Wann sind Pausen zu empfehlen?

Ihr habt stundenlang recherchiert, detaillierte Analysen auf Papier gebracht und glaubt nun, drei „todsichere“ Tipps auf eurem Wettschein zum Gewinn zu führen? Gut so, wenn ihr eure Hausaufgaben erledigt habt. Der Reiz im Sport liegt aber eben auch darin, dass immer wieder Ereignisse eintreten, bei denen niemand in der Lage ist, sie vorherzusagen. Ansonsten wäre es ja auch langweilig. Zu eurem Masterplan muss deswegen auch zwingend gehören, dass eine Wette auch verloren gehen kann. Und sei es im Zweifel dann, wenn eure Analyse nahezu 1:1 aufgeht, aber das gegnerische Tor eures Favoriten, der einen wahren Sturmlauf hinlegt, wie vernagelt scheint.

Keine Panik! Das kann passieren. Ihr werdet niemals alle eure Wetten erfolgreich durchs Ziel bringen, und sind sie auch noch so gut analysiert. Wenn also euer Wettschein trotz gezielter Analyse zum Verlustgeschäft wird, solltet ihr eines auf keinen Fall tun: Schnell eine weitere, nicht vorher analysierte Wette hinterher schicken, um den Verlust umgehend auszugleichen. Frust, der nach einer verlorenen Wette aufkommen kann, ist euer schlechtester Berater. Sich nur auf den Bauch zu verlassen und einen schnellen Tipp zu riskieren, führt viel eher zu noch größeren Ärger eurerseits. Und wenn ihr dann auch noch auf besonders hohe Quoten setzt, die zwar großen Gewinn versprechen, deren Aussichten auf Erfolg aber eher sehr bescheiden sind, ist es höchste Zeit, euch eine Auszeit zu gönnen.

Daher unser dringender Ratschlag: Bei all euren Aktivitäten auf den Webseiten eines Buchmachers – beobachtet euch und eure Reaktionen immer. Ihr kennt euch selbst am besten. Gesteht euch ein, dass Wetten verloren gehen können und nutzt die Zeit lieber, eine nächste gewissenhaft vorbereitete Analyse anzugehen, anstatt ziellos nach einer guten Quote zu suchen, die ihr nicht belegen könnt. Hört statt auf euren Bauch lieber aufs innere Grollen und legt eine Pause ein. Erfolgreiche Wetten platziert ihr mittel- und langfristig nur objektiv, ohne Emotionen und erst recht nicht unter dem negativen Einfluss einer gerade eben erst verlorenen Wette. Verzichtet aber auch auf das Gegenteil und lasst euch nicht nach einem Gewinn voller Euphorie zu einer neuen, nicht analysierten Wette treiben. Das ist nämlich ebenso wenig erfolgsversprechend. Wettet auch dann nicht, wenn ihr euch gesundheitlich nicht fit fühlt. Dazu braucht es immer einen klaren Kopf.

Machen Sportwetten süchtig?

Die Frage dieses letzten Abschnittes unseres dritten Kapitels über Ratschläge und Risiken beim Online-Wetten könnte deutlicher nicht formuliert sein. Und die Antwort ist es ebenso: Ja, Sportwetten können süchtig machen. Nicht umsonst weisen seriöse Buchmacher auf ein Responsible Gaming (siehe Glossar), also auf verantwortungsvolles Spielen hin. Natürlich möchte jeder Spieler mit seinen Wetten Geld gewinnen. Und natürlich kann dies auch dank unserer Informationen und Ratschläge in diesem Edutainment-Modul gelingen. Trotz allem fallen Sportwetten in den Bereich Glücksspiel. Und als solches solltet ihr sie im Zweifel auch betrachten, so penibel ihr eure Analysen auch anfertigt oder euer Geld verwaltet. Jeder Spieler ist in einem gewissen Grad anfällig und läuft Gefahr, sich abhängig zu machen.

Folgende Anzeichen sollten euch jedenfalls aufmerksam machen:

  • die von uns empfohlenen Pausen werden nicht mehr eingehalten
  • nach einer verlorenen (und gewonnenen) Wette „jagt“ ihr den nächsten Gewinn
  • ihr wettet nur, um euch von anderen Problemen abzulenken
  • ihr vernachlässigt eure Analysen
  • ihr riskiert stattdessen unbedacht immer höhere Einsätze

Falls diese Fälle eintreten, sollten bei euch die eigenen Alarmglocken schrillen. Denn dann habt ihr auch den Kurs, den wir euch hier aufzeigen wollten, längst verlassen. Vor all diesen Eigenschaften haben wir nicht nur abgeraten, wir haben sie bis hierhin und auch in den folgenden Kapiteln explizit ausgeschlossen, weil sie nicht zu erfolgreich platzierten Sportwetten führen. Solltet ihr dennoch vom Kurs gekommen und stattdessen in diesen Strudel geraten sein, haben wir nur noch einen letzten, aber entscheidenden Ratschlag: Holt euch professionelle Hilfe. Nahezu alle Bookies stehen euch dabei tatkräftig zur Seite. Solltet ihr wider Erwarten bei einem Buchmacher dennoch auf taube Ohren stoßen, lasst euch nicht entmutigen. Probiert es stattdessen bei einem anderen Bookmaker. Einige Online-Anbieter von Sportwetten stellen auch einen sogenannten BBGS-Test (siehe Glossar) an: einen biosozialen Schnelltest zum eigenen Spielverhalten. Außerdem findet ihr bei sehr vielen Buchmachern auch direkte Kontaktadressen, an die ihr euch wenden könnt.

Fazit: Alle Infos zusammenfasst

  • Platziert nur Wetten, auf die ihr euch vorbereitet habt
  • Vermeidet Wetten aus reinem Frust und auch aus der Euphorie heraus
  • Beobachtet und überprüft immer euer eigenes Wett-Verhalten

 

Weiterführende Seiten: Erste Schritte beim Online-Wetten

Wie locken Buchmacher auf ihre Seiten? (Kapitel 3.1)

Auf welche Events sollte ich wetten? (Kapitel 3.2)

Wetten richtig analysieren (Kapitel 3.3)

Die Risiken bei Sportwetten (Kapitel 3.4)

 

Strategien und Taktiken beim online wetten

Weiter zum Kapitel 4: Mit dem Matchplan zum Erfolg »

 

Autor Frank Port
Genügend Wissen getankt? Dann kann es ja losgehen!
Finde jetzt den passenden Wettanbieter
für Dich im Wettanbieter-Vergleich
bild-buecher
Oder sichere dir jetzt einen lukrativen Bonus im Wettbonus-Vergleich!