Kleines Lexikon der Sportwette

Die nachfolgenden Begriffe, die alphabetisch aufgelistet sind, richten sich vor allem an Einsteiger. In wenigen Worten sollen sie schnell und nützlich erläutern, was sich dahinter verbirgt. So haben gerade Neulinge beim Sportwetten jederzeit die Möglichkeit des schnellen Nachlesens, sollte ihnen gerade am Anfang ein Begriff einmal entfallen sein oder sie sich unsicher fühlen.

2-Weg-Wette: Bei dieser Wette gibt es wie der Name schon sagt exakt zwei Möglichkeiten wie ein Event enden kann. Eure Chance, mit dieser Wette zu gewinnen, liegt damit rein mathematisch betrachtet bei 50 Prozent. Entweder gewinnt Team A oder Spieler X – oder aber eben Team B und Spieler Y. Ein klassischer Vertreter einer 2-Weg-Wette ist ein Tennismatch. Der Begriff „Weg“ kann auch durch „Ausgang“ ersetzt werden.

3-Weg-Wette: Bei dieser Form der Wette sind drei unterschiedliche Ausgänge möglich. Neben Sieg und Niederlage besteht auch die Möglichkeit eines Unentschiedens. Nur weil im Fußball oder bei anderen Sportarten Spiele auch in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen gehen, ändert nichts an der 3-Weg-Wette. Der Tipp gilt in der Regel für den Ausgang nach regulärer Spielzeit. Und da ist ein Unentschieden durchaus möglich.

Arbitrage: Dieser Ausdruck stammt eigentlich aus der Finanzwelt und bezeichnet das geschickte Ausnutzen von Preisunterschieden für gleiche Waren auf unterschiedlichen Märkten. Bei Sportwetten bedeutet Arbitrage somit das Ausnutzen von Quoten gleicher Events bei unterschiedlichen Buchmachern. Es ist die Basis von Sure Bets, die deswegen auch häufig Arbitrage-Wette genannt werden.

Auszahlungsmöglichkeiten: siehe Einzahlungsmöglichkeiten

Bank: Die sogenannte Bank ist eine Ergänzung zur Systemwette. Dabei handelt es sich um eine oder mehrere Einzelwetten, die dem System hinzugefügt werden und von denen sich der Spieler absolut sicher ist, dass diese auch genau so eintreten. Verliert allerdings eine Bank, ist auch die gesamte Systemwette verloren.

BBGS-Test: Hinter „Brief Biosocial Gambling Screen“, oder kurz BBGS, verbirgt sich ein sogenannter biosozialer Schnelltest zum Verhalten eines Spielers beim Wetten (oder bei anderen Glücksspielen). Er ist ein elementare Bestandteil der Suchtprävention und soll dabei helfen, Probleme im Bezug aufs Glücksspiel zu erkennen.

Bonus: siehe Wettbonus

Bonus-Bedingungen: Damit bei einem Wettbonus aus zunächst virtuellen „Spielgeld“ am Ende tatsächlich echtes Geld wird, dass ihr euch auch auszahlen lassen könnt, muss der Bonus einige Bedingungen erfüllen. Dazu wird in der Regel vom Buchmacher eine Mindestquote erwartet, die platzierte Wetten erreichen müssen. Ebenso muss der Bonusbetrag mehrere Male durchgespielt werden.

Buchmacher: Die Aufgabe eines Buchmachers, der auch Bookmaker oder Bookie genannt wird, liegt darin, für Wetten bestimmte Wettquoten anzubieten. Diese errechnen sich daraus, für wie wahrscheinlich der Buchmacher die einzelnen Ausgänge eines Events hält. Natürlich verfolgt der Buchmacher dabei die Absicht, sein Geschäftsmodell möglichst lukrativ zu gestalten.

Cash Back: siehe Gratiswette

Derby: Unter einem Derby versteht man das Aufeinandertreffen zweier rivalisierender Mannschaften, die meist aus derselben Region stammen, weswegen die Rivalität auch besonders „gepflegt“ wird. Man spricht daher auch vom Lokalderby. Ein typisches Beispiel ist das Duell im Ruhrgebiet zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04.

Einsatz: Eine Sportwette kommt dann zustande, wenn ihr selbige mit einem Einsatz abschließt. Die Höhe des Einsatzes bestimmt ihr letztendlich selbst. Der Buchmacher gibt euch aber in den meisten Fällen Limits vor, also den minimalsten Betrag oder den maximalen Einsatz, den ihr für eine Wette setzen müsst oder könnt.

Einzahlungsmöglichkeiten: Damit überhaupt Geld auf euer Kundenkonto kommt, bieten euch Buchmacher unterschiedliche Methoden der Einzahlung an. Von der klassischen Banküberweisung, über das Zahlen mit einer Kreditkarten bis hin zu elektronischen Bezahlsystemen ist alles möglich – und das gilt gleichzeitig auch für die Auszahlung eurer Gewinne.

Einzelwette: Im Gegensatz zu einer Kombi- oder Systemwette besteht eine Einzelwette wie der Name schon sagt aus lediglich einen einzigen Tipp. Sie ist die simpelste Form einer Sportwette.

EVS: Englische Buchmacher stellen ihre Quoten oft in Form eines Bruches dar, der angibt, wie groß der Anteil ist, den der Spieler im Gewinnfall zusätzlich vom Einsatz erhält. Der Bruch 1/2 bedeutet somit die Quote 1,50. Bekommt man seinen Einsatz exakt noch einmal ausgezahlt, verdoppelt ihn, nutzen englische Bookies statt des Bruchs 1/1 auch oft die Abkürzung EVS.

Formkurve: Wer genauer wissen will, wie sich ein Sportler oder eine Mannschaft zuletzt geschlagen hat, der schaut sich die Formkurve an. Sie listet die letzten fünf oder zehn Spiele auf und dokumentiert damit auf einfachsten Weg, ob selbige gewonnen oder verloren wurden oder unentschieden endeten. Diese Statistik liefert einen wichtigen Hinweis darauf, wie gut in Form der Sportler oder das Team zuletzt war.

Gratiswette: Statt eines Wettbonus bieten einige Buchmacher in manchen Fällen auch eine Gratiswette zu einer bestimmten Maximalhöhe an, die sich meist nach der Ersteinzahlung des Kunden richtet. Der kann dann einen bestimmten Betrag auf eine Wette platzieren – und verliert diese, bekommt er seinen Einsatz einmalig erstattet.

High-Roller: So werden Sportwetter bezeichnet, die sich mit Fug und Recht als Profi bezeichnen dürfen und besonders hohe Einsätze bei ihren Wetten platzieren. Ein High-Roller stößt bei „normalen“ Buchmachern aufgrund der Wettlimits aber auch schnell an seine Grenzen. Es gibt deswegen auch Bookies, die sich speziell auf High-Roller spezialisiert haben.

Kombiwette: Eine Kombiwette, auch das verrät schon der Name, ist die Kombination aus zwei oder mehreren Einzelwetten. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn der Spieler gerne seine Quote und damit auch seinen potenziellen Gewinn verbessern will. Die Quoten jeder Einzelwette werden bei der Kombiwette nämlich miteinander multipliziert. Verliert aber nur eine Einzelwette auf dem Tippschein, ist die gesamte Kombiwette verloren.

Kundenkonto: Um überhaupt bei einem Online-Buchmacher wetten zu können, müsst ihr euch dort zunächst anmelden und erhaltet somit ein Kundenkonto. Dort könnt ihr dann eure Daten verwalten, Einzahlungen vornehmen oder die Auszahlung von Gewinnen beantragen. Euer Kundenkonto ist durch ein Passwort geschützt.

Live-Wette: Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Sportwette. Denn ihr tippt nicht zwangsläufig nur auf den Ausgang eines Spiels, sondern bei der Live-Wette vor allem auf Ereignisse wie sie während einer Begegnung auftreten können. Also zum Beispiel, welches Team als nächstes einen Treffer erzielt.

Livestream: Ein besonderes Element, das von vielen Buchmachern gerne im Rahmen einer Live-Wette angeboten wird, ist der sogenannte Livestream. Mit diesem könnt ihr euch kostenlos, während die Partie läuft, das entsprechende Match auch in bewegten Bildern als Live-Übertragung anschauen. Statt Videos werden manchmal auch nur Audiokommentare als Livestreams angeboten.

Livescores: Eine nützliche Funktion, die viele Buchmacher ihren Kunden als Service zur Verfügung stellen, sind die sogenannten Livescores, die die aktuellen Ergebnisse laufender Events in Echtzeit liefern und meist mit akustischen Signalen direkt Tore und andere Ereignisse während eines Events vermelden.

Over/Under: Unter den englischen Begriffen „Over“ für über und „Under“ für unter versteht man eine klassische 2-Weg-Wette. Hier tippt der Spieler auf ein Ereignis, dass mit einer konkreten Zahl während des Events zu tun hat. Also beispielsweise: Fallen mehr (Over) oder weniger (Under) als 2,5 Tore in der ausgewählten Fußballpartie. Bei drei oder mehr Treffern hat Over gewonnen, bei zwei oder weniger Toren stattdessen Under.

Sportwette: Bei einer Sportwette tritt der Spieler in den Wettstreit mit einem Buchmacher. Letzterer gibt mit seinen Wettquoten die Wahrscheinlichkeiten vor, von denen er glaubt, sie seien für den Ausgang eines Events passend. Ihr als Spieler haltet bei der Sportwette dagegen und versucht, die Quoten zu finden, von denen ihr glaubt, sie sind am wahrscheinlichsten. Mit der Höhe eures Einsatzes dokumentiert ihr das.

Sure Bets: Hierbei handelt es sich nicht etwa um den todsicheren Tipp. Und trotzdem können Spieler dank Sure Bets in jedem Fall gewinnen. Es werden nämlich zwei oder drei besonders gute Quoten bei unterschiedlichen Buchmachern gespielt und der Einsatz dabei so verteilt, dass am Ende nach Abzug des Gesamteinsatzes immer ein Gewinn herausspringt. Ganz gleich, welche der zwei oder drei Wetten am Ende die richtige ist.

Systemwette: Um sich etwas abzusichern und nicht gleich mit seinem Tippschein komplett zu verlieren, nur weil eine von mehreren Einzelwetten wie etwa bei der Kombiwette nicht eingetreten ist, bieten Buchmacher Systemwetten an. Ein System „3 aus 4“ bedeutet demnach, dass drei der vier Einzelwetten richtig sein müssen, damit der Wettschein gewinnt.

Torwette: Besonders beliebt bei den Live-Wetten sind die sogenannten Torwetten, die es in ganz vielfältiger Art und Weise gibt. Hier hat der Spieler die Möglichkeit, Geld darauf zu setzen, welchem Team der erste Treffer gelingt, wie viele Tore in einem Match insgesamt fallen, oder wie zum Beispiel der erste Torschütze heißen wird.

Qualifizierte Wette: Qualifiziert ist eine Wette dann, wenn sie gewisse Voraussetzungen im Rahmen von Bonusbedingungen erfüllt. Meist ist das eine Mindestquote, die Buchmacher dabei verlangen. Wenn auf eurem Wettschein beispielsweise als Gesamtquote 1,65 notiert ist, in den Bonusbedingungen aber eine Mindestquote von 2,00 verlangt wird, ist diese Wette nicht qualifiziert. Das bedeutet: Sie kann zwar gewinnen, trägt aber nicht zum verlangten und durchzuspielenden Umsatz eines Bonusbetrages bei.

Umsatz: Hierbei handelt es sich um eine der Bedingungen, die ein Bonus erfüllen muss, damit er am Ende in echtes Geld umgewandelt werden kann. In den meisten Fällen muss der vom Buchmacher vergebene Bonusbetrag nämlich mehrere Male durchgespielt, also umgesetzt werden, damit diese Bonusbedingungen erfüllt ist.

Value Bets: Ist eine Sportwette aufgrund ihrer Quote, also der Wahrscheinlichkeit des Eintreten eines Ausgangs, besonders werthaltig, spricht man bei Sportwetten auch von Value Bets. Sie treten dann auf, wenn Buchmacher mit ihrer Quote deutlich über den Wert anderer Bookies legen und sich offenbar „verkalkuliert“ haben, weil ihnen möglicherweise eine wertvolle Information entgangen ist, wie beispielsweise die Verletzung eines wichtigen Spielers.

Wettbonus: Um neue Kunden von ihren Angeboten zu überzeugen, bieten viele Buchmacher einen Wettbonus an. Meist für die erste Einzahlung aufs eigene Kundenkonto, und nicht selten wird dieser Betrag dann sogar verdoppelt. Bis ihr ihn euch allerdings auch auszahlen lassen könnt, müssen erst verschiedene Bonus-Bedingungen für den Wettbonus erfüllt werden. Allen voran muss der Betrag des erhaltenen Bonus mehrere Male durchgespielt (umgesetzt) werden.

Wettlimit: Ein Buchmacher nimmt nicht jeden beliebigen Einsatz an. Oft setzt er ein Wettlimit, um sich selbst vor finanziellen Schaden zu bewahren. Er reduziert damit die Möglichkeit des Spielers, und schränkt den Betrag, den dieser pro Wette, pro Tag oder auch pro Woche gewinnen kann, ein.

Wettreihe: Spielt man eine Systemwette, dann dürfen ein oder mehrere Ausgänge der Systemwette auch verloren gehen, ohne dass der ganze Wettschein platzt. Es sind dadurch verschiedene Kombinationen möglich, die allesamt eintreten können. Eine einzelne Kombination nennt man Wettreihe.

Wettshop: Viele Buchmacher treten nicht nur in der digitalen Welt im Internet in Erscheinung. Einige Unternehmen betreiben auch eigene Ladenlokale, sogenannte Wettshops, denen Spieler auch persönlich einen Besuch abstatten können, um dort eine Wette zu platzieren. Ihre Gewinne dürfen sie dann in der Regel – zumindest bis zu einer bestimmten Summe – direkt mit nach Hause nehmen.

Wettquote: Eine der Hauptaufgaben eines Buchmachers ist, die Wahrscheinlichkeiten eines Events zu berechnen. Diese wird dann durch die Höhe der Wettquote dargestellt. Je höher die Quote, desto unwahrscheinlicher hält der Buchmacher diesen Ausgang für das Event. Eine Quote von 2,00 dokumentiert eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit. Oder anders ausgedrückt: Ihr würdet mit dieser Wettquote euren Einsatz verdoppeln.

Wettsteuer: In Deutschland wird mittlerweile eine Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent verlangt. Diese müssen Buchmacher, ganz gleich wo ihr Firmensitz sich befindet, bei jedem Einsatz eines Spielers mit deutschem Wohnsitz an das deutsche Finanzamt abführen. Deswegen bitten viele Buchmacher mittlerweile die Spieler selbst zur Kasse, um diese Kosten zu kompensieren. Die gängigste Praxis ist es dabei, nur im Fall einer erfolgreichen Wette fünf Prozent vom Gewinn abzuziehen.

Wett-Umsatz: siehe Umsatz

Autor Frank Port
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