Warum lohnt sich Online-Wetten? (Kapitel 2.3)

shutterstock_293638262 Erst einmal ein dickes Lob von uns an euch. Es ist uns absolut klar, dass der Einstieg in die Welt der Sportwetten eigentlich doch ganz einfach ist – und irgendwie dann doch nicht, wenn ihr euch dabei richtig gut anstellen wollt. Deswegen mag es euch bis hierhin auch an mancher Stelle passiert sein, dass ihr von uns Erwähntes ohnehin für selbstverständlich betrachtet habt. Gut so, sollte es so gewesen sein. Wiederum mag euch an anderer Stelle die Erleuchtung gekommen sein, getreu dem Motto: Das hätte ich glatt übersehen. Noch besser! Dafür ist unser Edutainment-Modul ja gedacht. Bevor wir mit dem dritten Kapitel weitermachen, handelt dieser Abschnitt über einige der rechtlichen Dinge und Themen wie der Umgang der Bookies mit der Sicherheit. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass ihr euch durch diese teils dann doch recht trockene Materie durchlesen müsst. Vielleicht reicht es auch noch zu einem späteren Zeitpunkt. Auf der anderen Seite halten wir es für wichtig, dass ihr insbesondere die Punkte Wettsteuern und Sicheres Surfen nicht ganz außer Acht lasst. Wir machen es auch so kurz wie nur möglich. Versprochen! In diesem Abschnitt erfahrt ihr Details zu den Themen:

  • Wettsteuern und wie sich diese errechnen
  • Sicherheit im Internet
  • Seriosität und Legalität von Sportwetten

Wichtiger Hinweis in eigener Sache: Die nachfolgenden Informationen sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen. Sie dienen euch als Einsteigern lediglich dazu, euch zu den genannten, aber eben auch komplexen Themen möglichst in einfacher Form einen ersten Überblick zu verschaffen, erheben aber nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Fiskus bittet zur Kasse: Muss ich Wettsteuern zahlen?

In Deutschland gibt es einen sogenannten Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV): Das sogenannte Rennwett- und Lotteriegesetz oder abgekürzt: RennwLottG. Es handelt sich dabei um ein Steuergesetz und sieht vor, dass Wetteinsätzen bei Pferderennen und Lotterien besteuert werden. Einmal abgesehen davon, dass das Pferderennen auch eine Sportart ist, zählten Sportwetten bisher nicht zu diesem Gesetz. Die einzige Ausnahme bildete hier das staatlich organisierte Oddset (siehe Glossar). Den Unterschied zwischen Sportwetten bei Oddset und bei Buchmachern haben wir euch bereits im Kapitel 1.1 Was ist ein Buchmacher? grob skizziert. Seit dem 1. Juli 2012 hat sich das Thema Wettsteuer nun grundlegend geändert.

Der Glücksspielstaatsvertrag wurde entsprechend geändert beziehungsweise auf die Sportwetten erweitert. Konkret bedeutet das: Auf Sportwetten muss eine Steuer von fünf Prozent des Wetteinsatzes an das deutsche Finanzamt abgeführt werden. Dabei ist es irrelevant, ob die Wetten bei einem deutschen Buchmacher abgeschlossen werden oder bei einem Bookie mit Sitz im Ausland. Entscheidend ist der Wohnsitz des Spielers selbst. Kommt dieser eben aus Deutschland, muss der Buchmacher für seine Wetteinsätze Steuern abführen. So liest sich das Ganze zunächst einmal in der Theorie.

Online zu wetten hat viele Vorteile!

Online zu wetten hat viele Vorteile!

In der Praxis bedeutet es allerdings auch: Die Bookies wollen sich natürlich irgendwie dagegen wehren beziehungsweise finanziell absichern. Es gibt Fälle, in denen Bookmaker ihr Online-Geschäft – zumindest bis auf weiteres – für deutsche Spieler geschlossen haben. Sprich: Sie erkennen den Glücksspielstaatsvertrag nicht an. Es gibt auch noch wenige Ausnahmen, bei dem sich deutsche Wetter keine Gedanken um die Wettsteuer machen müssen. In den meisten Fällen jedoch tun die Buchmacher vor allem eines: Sie arrangieren sich mit dem geänderten Steuergesetz, indem sie diese Wettsteuer einfach an den deutschen Spieler weiterreichen. Und die „Gelackmeierten“ sind am Ende die Spieler selbst, also ihr.

Es gibt aber neben den wenigen Bookies, die gar keine Steuer verlangen, auch durchaus positive Nachrichten. Denn in der Praxis handhaben viele Buchmacher es so, dass sie ihre Kunden nur dann zur Kasse bitten, wenn diese mit einer platzierten Wette Geld gewonnen haben. Dann ziehen sie fünf Prozent vom Bruttogewinn ab. Dem Spieler, also euch, bleibt etwas weniger vom großen Kuchen. Aber er nimmt es in Kauf. Dieses Modell scheint sich durchgesetzt zu haben.

Ein konkretes Beispiel:

Ihr setzt 10 Euro auf eine Sportwette, die eine Gesamtquote von 4,00 hat. Der Bruttogewinn beträgt dann logischerweise 40 Euro. Die meisten Buchmacher verfahren jetzt so, dass sie euch noch 5% Wettsteuer abziehen. Also in diesem Fall 2 Euro. Euer Nettogewinn, also das Geld, was euch tatsächlich gutgeschrieben wird, beträgt somit 38 Euro. Geht die Wette verloren, zahlt der Buchmacher die Wettsteuer, denn diese wird wie oben beschrieben ja schon beim Wetteinsatz für das Finanzamt fällig.

Es gibt allerdings auch andere Buchmacher, die ziehen die Wettsteuer direkt vom Einsatz ab – immer, egal also, ob mit der platzierten Wette gewonnen oder verloren wird. Dadurch reduziert sich dann der mögliche Gesamtgewinn, weil ja vom eigentlichen Einsatz noch die Wettsteuer abgezogen werden muss. Ernsthafte Spieler sollten sich also unbedingt mit dem Thema der Versteuerung von Sportwetten Gewinnen beschäftigen.

Noch ein zweites Beispiel:

Nehmen wir an, ihr platziert eine Wette mit 50 Euro Einsatz. Dann werden bei Buchmachern, die so verfahren, 2,38 Euro abgezogen. Euer Nettoeinsatz beträgt also nur noch 47,62 Euro. Falls ihr jetzt mathematisch ins Grübeln kommt: Das Rechenspiel sieht wie folgt aus: 47,62 x 1,05 = 50.

In seltenen Fällen überlässt der Bookie euch die Auswahl, was euch lieber ist. Und dann habt ihr sogar noch eine dritte Option mehr. Wenn ihr nämlich grundsätzlich die Wettsteuer vorab zahlen wollt, aber euer Einsatz dabei nicht verringert werden soll, bietet mancher Bookie als Möglichkeit auch an, fünf Prozent draufzuschlagen.

Das dritte Beispiel:

Ihr wollt wie oben 50 Euro setzen, doch dieser Einsatz soll so auch bestehen bleiben. Ihr wollt aber im Falle eines großen Gewinns nicht auch eine entsprechend hohe Wettsteuer zahlen. Dann müsst ihr zusätzlich zu den 50 Euro noch 5% drauflegen, also 2,50 Euro – etwas mehr als im zweiten Beispiel. Dafür bleibt euch am Ende auch mehr.

Diese dritte Option, dass ihr als Spieler selbst auswählen könnt, bieten aber die wenigsten Buchmacher tatsächlich an. Sie sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt. Ebenso wie die Tatsache, dass manche Buchmacher ab einer gewissen Quote oder einer Anzahl an Einzelwetten als Kombiwette die Wettsteuer ebenfalls dem Spieler komplett erstatten. Informiert euch darüber also auch.

Safer Surfen: Wie sicher ist das Wetten im Internet?

Fallstricke lauern überall. Ganz besonders im Internet. Und ganz gewiss nicht nur bei Online-Buchmachern. Grundsätzlich lässt sich erst einmal festhalten: Sportwetten online abzuschließen ist genau so sicher wie online shoppen zu gehen. Die Maßnahmen, damit es tatsächlich sicher bleibt, trifft der Verbraucher im besten Fall selbst, indem er sich zunächst über den Anbieter informiert. Dazu helfen auch unsere Tipps in diesem Edutainment-Modul und die vorgestellten Vergleichsportale für Buchmacher. Seriöse Bookies informieren zudem über ihre eigenen Sicherheitsstandards ebenso wie über die entsprechenden Lizenzen und über das Unternehmen und seine Historie selbst.

Außerdem sollte man seinem gesunden Menschenverstand ein Stück weit folgen: Wenn man nach wichtigen Infos zu lange suchen muss, wenn viele Textpassagen, insbesondere die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nur schlampig oder gar nicht übersetzt sind, wenn der Gesamteindruck der „Visitenkarte“ (nichts anderes ist der Online-Auftritt) einem nicht gefällt – im Zweifel lieber die Finger von diesem Buchmacher lassen. Es gibt zahlreiche Alternativen und keinen Grund, auch nicht sehr gute Wettquoten, unbedingt bei einem einzelnen Bookie Geld einzuzahlen, wenn man ein schlechtes Gefühl dabei hat.

Stichwort Geld: Das Überwachen des eigenen Kontos auf Unregelmäßigkeiten sollte für Menschen, die im Internet für Leistungen bezahlen oder Geld transferieren, ohnehin obligatorisch sein. Und auch andere grundsätzliche Tipps, die man im Internet beherzigen sollte, helfen weiter. Das fängt schon bei der Wahl eures eigenen Passwortes an: Denkt daran, es liefert den Zugang zu eurem Wettkonto. Behandelt es auch so. Ein sicheres Passwort besteht im Idealfall aus einer Kombination von Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen wie Frage- oder Ausrufezeichen und bitte nicht aus dem Vornamen eurer Mutter. Betrachtet jede angebliche Mail eures Bookies mit Skepsis, insbesondere dann, wenn darum gebeten wird, Passwörter preiszugeben oder Links zu folgen. In der Regel verfahren Buchmacher so nämlich nicht ungefragt. Im Zweifel hakt via Telefonsupport, Livechat oder Mail (aber nicht über „Antwort an“, sondern über die im Hilfebereich ausgewiesene Kontaktadresse mit einer neuen E-Mail oder dem bereitgestellten Formular) nach. So fallt ihr auf keine Betrüger herein.

Zum Schluss der wichtige Hinweis: Bei Sportwetten geht es um euer Geld. Vernachlässigt deswegen auch nicht eure eigene Technik. Der Browser wie Firefox, Internet Explorer, Google Chrome sollte immer auf dem neusten Stand sein wie das Betriebssystem selbst auch. Also spielt regelmäßig Updates ein. Mobile Wetten übers Smartphone haben zwar auch ihren Reiz. In offenen WLAN-Netzen solltet ihr von dieser Möglichkeit aber besser nicht Gebrauch machen. Erst recht nicht, um Geld aufs Kundenkonto zu transferieren. Das Risiko, dass sich ein Unbefugter in euer System hackt und Schaden anrichten kann, ist ungleich höher. Wenn ihr all diese Tipps beherzigt und wirklich stets mit offenem Auge bei der Sache seid, dann bedeutet Online-Wetten Spaß und bleibt eine sichere Sache.

Kampf um Seriosität: Sind Sportwetten legal?

Lange Zeit verhielt es sich mit Sportwetten, die online platziert wurden, vereinfacht ausgedrückt wie folgt: Rein rechtlich war diese Form von Wetten zwar nicht erlaubt, wurde aber zumindest insofern geduldet, als dass das Online-Wetten auch nicht strafrechtlich verfolgt wurde. Sportwetten, die online im Internet abgeschlossen wurden, bewegten sich in einer rechtlichen Grauzone. Anders kann man es nicht formulieren. Dass dem so war, lag an einem sogenannten staatlichen Wettmonopol, mit dem Deutschland den Markt der Sportwetten besser kontrollieren wollte. Oddset war der einzige offizielle vom Staat zugelassene Wettanbieter. Gerne wurde in diesem Zusammenhang auch mit der potenziellen Spielsucht und deren Bekämpfung argumentiert, was mit einem einzigen Sportwettenanbieter besser zu lösen sei.

Der Durchbruch für legale Sportwetten im Internet kam dadurch zustande, dass das Sportwettenmonopol von Experten der Europäischen Union (EU) so eingeschätzt wurde, dass es gegen geltendes EU-Recht verstoße. Hauptargument: Eine Niederlassungsfreiheit sei nicht gewährleistet. Die EU machte also Druck auf Deutschland und sein staatliches Wettmonopol. Das hatte zur Konsequenz, dass der Wettmarkt nun doch geöffnet wurde. Mit Ausnahme des Bundeslandes Schleswig-Holsteins, das für eine „große Lösung“ war und diese auch umsetzte, einigten sich die anderen Bundesländer immerhin darauf, eine bestimmte Anzahl an sogenannten Wettlizenzen zu vergeben. Die Buchmacher müssen dafür eine Reihe sehr scharfer Richtlinien einhalten. Es gab zwar auch hier lautstarken Protest von Bookies, und viele Experten glauben, dass auch dieses Vorgehen verfassungswidrig sei, die Lösung von Schleswig-Holstein wesentlich eleganter (alle Buchmacher können eine Lizenz zu deutlich geringeren Steuersätzen erwerben, wenn sie die Auflagen erfüllen), aber: Es ist ein Anfang, wenngleich auch hier die deutschen Amtsmühlen sehr träge mahlen.

Durch die Änderung des Glücksspielstaatsvertrags und die Einführung der Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent des Einsatzes von Spielern mit deutschem Wohnsitz ist eine weitere Hürde genommen. Zwar haben längst noch nicht alle Buchmacher eine für Deutschland gültige Lizenz, sehr wohl aber für das Land, oft ist es Malta oder Gibraltar, in dem sich der Firmensitz befindet. In der Summe aller Entwicklungen darf also rechtlich (mit einer kleinen Restportion Vorsicht) behauptet werden, dass das Online-Wetten auch in Deutschland durchaus legal ist.

Die entscheidende Frage: Warum lohnen sich Online-Wetten?

Natürlich, ihr könnt auch zum Lotto-Mann um die Ecke gehen und dort einen Wettschein für Oddset abgeben. Nichts leichter als das. Aber nutzt diesen Gang besser dafür, um euch die oben erwähnte Lektüre regelmäßig zu erwerben. Wenn ihr dort auch Sportwetten abschließen wollt, entgehen euch eine Reihe spannender Features wie das Livewetten, attraktive Boni und Bonusprogramme – und natürlich auch die wesentlich besseren Quoten. Beim Online-Wetten, wer das als zusätzlichen Pluspunkt sehen möchte, braucht man die eigenen vier Wände nicht verlassen.

Der Spieler ist sogar in der Lage, sein eigenes „Imperium“ zu schaffen, indem er sich seine benötigten Tools selbst auswählt, sich in einer Community mit anderen Spielern austauscht, selbst zum Experten aufsteigt und – der wichtigste Punkt – sich seine Buchmacher und deren Wettangebote ganz gezielt selbst aussuchen kann. Bedenken in Sachen Sicherheit und Seriosität gibt es kaum – jedenfalls nicht mehr als in anderen Geschäftsfeldern wie etwa dem Online-Shopping auch.

Die Vielfältigkeit der Wetten und Spezialwetten ist außerdem wesentlich größer. Wer richtig damit umzugehen weiß und unsere Ratschläge befolgt, wird sich auch bestens unterhalten fühlen. Oder einfach ausgedrückt: Sportwetten machen einfach Spaß! Auch oder erst richtig dann, wenn man sie ambitioniert und mit Leidenschaft verfolgt.

Fazit: Alle Fakten auf einen Blick


Die Wettsteuer wird von Bookies zwar unterschiedlich behandelt aber Sportwetten im Internet sind als legal einzustufen, und das Wetten selbst ist weitaus besser als sein Ruf. Außerdem ist es sicher, sofern ihr selbst – wie erklärt – euren Beitrag dazu leistet.

Weiterführende Seiten: Einstieg und Infos – Sportwetten in Deutschland

Wie finde ich den richtigen Buchmacher? (Kapitel 2.1)

Welche Tools unterstützen Sportwetten? (Kapitel 2.2)

Warum lohnt sich Online-Wetten? (Kapitel 2.3)

 

Welcher Bonus lohnt sich?

Weiter zum Kapitel 3: Perfekter Start ab der ersten Wette »

 

Autor Frank Port
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