Himmelfahrt: Flinke Hufe in Dortmund

…und in Frankreich wird es Sonntag klassisch

Im Mai gibt es so manchen Feiertag, wie bereits jedem Leser aufgefallen sein dürfte. Klar, dass sich das auch auf den Galopprennsport auswirkt. Ein gutes Beispiel ist Himmelfahrt, wenn in Deutschland Dortmund, Magdeburg und Hassloch veranstalten. International steht in England in dieser Woche Chester mit mehreren Renntagen im Mittelpunkt. Am Wochenende, wenn in Deutschland nur Krefeld veranstaltet, werden in Frankreich die ersten Klassiker entschieden. Es gibt also einmal mehr viele gute Gründe für Pferdewetten.

Unser Autor Marco Hoffmann ist ein Experte für den Galopprennsport. Diesem ist er seit seiner Kindheit verbunden und verfolgt den Sport im Inland und im Ausland intensiv. Es gibt für ihn keine Feiertage wie Himmelfahrt: An diesem Tag schaut er nach Dortmund. Die interessantesten Rennen am kommenden Wochenende sind seiner Meinung nach am Sonntag in Frankreich. Marco Hoffmann veröffentlicht in diesen Tagen das Buch „111 Gründe den Galopprennsport zu lieben“ im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf.



Dortmund: Ein Listenrennen an Himmelfahrt

In Dortmund ist ein Listenrennen für Sprinter das Highlight an Himmelfahrt. Zwölf Pferde laufen im Großen Preis der Sparkasse Dortmund. Einige gehören zu den besten Sprintern im Lande. Schäng zum Beispiel, der in dieser Klasse Anfang April in Hannover gewonnen hat. Mata Utu wurde Zweiter und Scapina Dritte. Der einstmals beste deutsche Sprinter Shining Emerald enttäuschte, dürfte allerdings heute besser laufen. Er braucht weiches Geläuf, wie auch Schäng. Deshalb hat dieser im Anschluss in Frankreich nicht überzeugt. Wer kann mithalten nach Klasse? Daring Match natürlich. Im letzten Jahr besiegte er die genannte Konkurrenz und war unter anderem Zweiter in der Goldenen Peitsche. Das ist das wichtigste deutsche Rennen für Sprinter. Auch McQueen ist stark einzustufen. Mit Imperial Tango versucht sich zudem ein Gast aus Frankreich und ist natürlich zu beachten. Bei RaceBets gibt es bereits Festkurse. Ich setze auf Schäng, der fünffaches Geld bringt

Was Dortmund ansonsten bietet

Der Renntag der Sparkasse hat in Dortmund eine große Bedeutung. Die Zuschauer strömen jedes Jahr an Himmelfahrt auf die Bahn. Zu Dortmund muss gesagt werden, dass hier im Winter Rennen auf Sand stattfinden, wie auch in Neuss. Doch es gibt während der Saison halt auch besseren Sport auf Gras. Die Veranstaltung beginnt um 13:20 Uhr und bietet insgesamt zehn Rennen. Besonders interessant sind die Prüfungen für die Dreijährigen, da viele Starter auf Dauer größere Aufgaben als Ziel haben. Ich empfehle zum Auftakt Unikat, weil sie bei all ihren vier Starts platziert war und aus dem Championstall kommt. Im vierten Rennen ist Realeza mein Tipp, da sie von Spitzentrainer Andreas Wöhler in einer Umfrage als seine Nummer eins im Jahrgang bezeichnet wurde. Bei den Hengsten im 8.Rennen ist ebenfalls ein Wöhler-Pferd mein Tipp: Solid Gold hat noch eine Nennung für das Derby.

Noch mehr an Himmelfahrt – und Krefeld am Sonntag

Hassloch in der Pfalz veranstaltet nur selten. Hier stehen am Donnerstag sechs Galopprennen ab 14.05 Uhr auf dem Programm. In Magdeburg wird die Bahn wie jedes Jahr am „Herrentag“ (wie man im Osten sagt) brechend voll sein. Ein gemischtes Programm wird ab 13 Uhr geboten. Viermal laufen die Galopper und es reiten ausschließlich Amateure. Außerdem gibt es vier Trabrennen. Nachdem an Himmelfahrt viel los war, geht es im deutschen Galopprennsport an diesem Wochenende ruhig zu. Nur Krefeld veranstaltet am Sonntag ab 14 Uhr. Die Terminplanung ist einmal mehr etwas seltsam. Ich frage mich: Wo sind die Hindernisrennen in Krefeld? Mit diesen könnten Starter gewonnen werden.

Gerling Preis – Der Rückblick

Das Duell Galopper des Jahres Dschingis Secret mit dem Derbysieger Windstoß faszinierte am vergangenen Sonntag im Gerling-Preis in Köln. Es gab eine Sensation durch Oriental Eagle. Nicht nur mir ist bereits in der letzten Saison aufgefallen, dass dieser, wenn er die Rennen offensiv angeht, die Gegner aus den Hufen galoppieren kann. Genau dies ist am Sonntag geschehen. Er ließ Colomano und den Derbysieger Windstoß hinter sich, zwischen denen im Ziel nicht viel lag. Der Galopper des Jahres Dschingis Secret enttäuschte und wurde nur Letzter. Die Gründe sind nicht bekannt, vielleicht brauchte er den Start nach einer Pause einfach noch. Ein Listenrennen für Extremsteher war das zweite Highlight. Mit Carpathian gewann auch hier ein Außenseiter vor der ebenfalls unterschätzten Erica und dem Favoriten Sirius. Am Stall schien man hoffnungsvoll gewesen zu sein, denn der Stalljockey saß auf Carpathian und nicht auf dem Mitfavoriten Monreal.

Pferderennen Finale

Die ersten Klassiker in Frankreich

In der letzten Woche waren die 1000 Guineas und die 2000 Guineas von England ein Thema in meiner Kolumne. Ich erklärte, dass diese Rennen als Klassiker gelten, da ein Pferd sie nur ein einziges Mal bestreiten kann, nämlich im Alter von drei Jahren. Diese Rennen gibt es in jedem Land mit Galopprennsport auf hohem Niveau. An diesem Sonntag ist Frankreich an der Reihe. In Parislongchamp werden die Abu Dhabi Poule d’Essai des Poulains und die Abu Dhabi Poule d’Essai des Pouliches entschieden. Bei RaceBets deuten die Festkurse im Vorfeld die Rolle der Favoriten und Favoritinnen an. Wootton und Olmedo gelten als chancenreiche Hengste. Bei den Pferdedamen werden Polydream und Musis Amica hoch gehandelt. Ich würde nie die Gäste aus den Wettdispositionen lasse: Gerade Trainer Aidan O’Brien aus Irland ist mit seinen Pferden immer auf Preisgeldjagd. Es wird auch mit Engländern gerechnet.

In England steht Chester im Mittelpunkt

Chester ist eigentlich eine eher unbedeutende englische Rennbahn. Mitte Mai ist dies anders, wenn ein mehrtägiges Meeting mit Spitzenpferden veranstaltet wird. Es beginnt, wenn ich diese Kolumne veröffentliche. Mein Blick gilt einem Rennen am Freitag, das vom Niveau her nicht das beste in Chester ist. Doch es verspricht den interessantesten Wettgewinn. Beim Chester Cup werden 20 Pferde oder mehr antreten. Es geht über eine ungewöhnlich weite Distanz von über 3700 Meter. Und egal welches Pferd gewinnt, die Quoten sind hoch. Bei RaceBets stehen nach den Festkursen Stargazer und Who Dares Wins am niedrigsten, bringen aber achtfaches beziehungsweise neunfaches Geld. Mein Tipp ist Fun Mac. Der Wallach ist deutsch gezüchtet. Er mag weite Wege. Und zu hoher Quote belegte er im Vorjahr den dritten Platz in diesem Rennen. Die Festkursquote von RaceBets liegt bei 210 Euro bei 10 Euro Einsatz.

Justify gewinnt das Kentucky Derby

Am Sieg von Justify gab es im Kentucky Derby am letzten Samstag nie einen Zweifel. Der Favorit war schnell vorne und löste sich zur rechten Zeit. Der europäische Hoffnungsträger Mendelssohn wird unter dem vielen Regen gelitten haben. Das Kentucky Derby wird auf Sand entschieden und dieser schien für den Beobachter am Bildschirm fast schon Matsch zu sein. Das gefällt natürlich nicht jedem Pferd. Saxon Warrior war ungeschlagen in die 2000 Guineas in Newmarket gegangen. Seltsamerweise galt er dennoch nicht als Favorit, obwohl selbst viele Experten meinten, dass er auf Dauer das beste Pferd im Feld ist. Beispielsweise gilt der irische Hengst als Favorit für das englische Derby. Bevorzugt worden war sein Trainingsgefährte Gustav Klimt. Der spielte aber keine Rolle. In den 1000 Guineas gab es am vergangenen Sonntag eine große Sensation. Die Siegerin Billesdon Brook zahlte 67faches Geld!

Nächste Woche: Umfangreiches Pfingstprogramm

In meiner nächsten Kolumne Hoffmanns Horses stehen das Derby Italiano und der erste deutsche Klassiker Mehl-Mülhens-Rennen unter anderem im Mittelpunkt. Über Pfingsten darf man sich national wie international auf ein umfangreiches Programm mit vielen spannenden Rennen freuen. In Deutschland veranstalten Düsseldorf am Samstag, Berlin-Hoppegarten und Saarbrücken am Pfingstsonntag sowie Hannover, München und Köln am Pfingstmontag.


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Pferderennen Kolumne

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