Erstes deutsches Grupperennen 2018

…und ein Rückblick auf den Millionentag in Dubai

Noch ist die deutsche Galoppsaison nicht so recht in Schwung gekommen. Nach einem etwas umfangreicheren Osterprogramm, gibt es am kommenden Wochenende nur eine Veranstaltung in Düsseldorf. Bei dieser wird aber das erste deutsche Grupperennen 2018 gestartet: Die Frühjahrsmeile. Mit Startern wie Noor al Hawa und Wonnemond verspricht es ein interessantes Rennen zu werden. Natürlich blicke ich auch ins Ausland. Mein wichtigstes Thema ist selbstverständlich die Veranstaltung rund um den Dubai World Cup am vergangenen Samstag.

Unser Autor Marco Hoffmann ist ein Kenner der Materie. Er ist seit seiner Kindheit vom Galopprennsport begeistert. Tag für Tag beschäftigt er sich mit Pferderennen im In- und im Ausland. Wer Interesse an guten Wett Tipps hat, sollte immer mal wieder einen Blick in die Kolumne Hoffmans Horses werfen. Es kann sich lohnen. Niemand muss selbst ein Experte sein, um erfolgreich auf Pferde zu wetten. Eine Voraussetzung ist natürlich ein Konto bei mindestens einem Pferdewetten-Anbieter.



Rückschau auf den Dollar-Regen in Dubai

Wer hätte das gedacht? Meine persönlichen Voraussagen für den Dubai World Cup Tag waren gar nicht so schlecht. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich während der Dubai-Renntage seit Anfang des Jahres eher selten richtig gelegen habe. Überrascht hat mich der überlegene, donnernde Sieg von Thunder Snow im Dubai World Cup dennoch. Er gewann vor dem favorisierten Amerikaner West Coast und vor dem zum dritten Mal in diesem Rennen Geld verdienenden Mubtaahij. Siegjockey Christophe Soumillon, sicherlich einer der besten Jockeys der Welt, konnte dieses Monster-Rennen erstmals gewinnen. Erst kurz zuvor hatte er den 3000. Sieger seiner Karriere geritten. Die Herrscher von Dubai, die al Maktoum-Familie, hat einen Großteil des selbst gesponserten Preisgeldes also selbst gewonnen. Und zwar mehrfach an diesem Tag. Unter anderem auch im Dubai Sheema Classic mit Hawkbill. Der war letztes Jahr in Deutschland am Start und konnte nicht gewinnen.

Bitte auf den Keks achten

Ein Rennen hat mich an diesem Samstag besonders beeindruckt. Das war das Sprintrennen Dubai Golden Shaheen. Wie der Amerikaner Mind Your Biscuits angeflogen kam, das erinnerte ganz bestimmt nicht an einen Keks. Eher an einen Düsenjäger. Ich muss zugeben, dass ich den Hengst gar nicht wirklich einschätzen konnte. Ich nahm ihn auf meinen Wettschein, weil er der Vorjahressieger war. Ich kann nur empfehlen dieses Rennen anzuschauen. Auch wer nicht vom Galopprennsport begeistert ist, wird beeindruckt sein, wie schnell Mind Your Biscuits wurde. 200 Meter vor dem Ziel war er nicht einmal im Bild. Es gibt ein Video bei Youtube. Die Suchwort lauten Mind Your Biscuits Dubai 2018. Wer Kunde bei einem Anbieter von Pferdewetten ist, kann das Video im Videoarchiv finden. Es lohnt sich.

Düsseldorf: Frühjahrmeile als Highlight

Nun werfe ich einen Blick nach Düsseldorf. Dort, genauer gesagt auf der Rennbahn Grafenberg, findet am kommenden Wochenende die einzige deutsche Rennveranstaltung statt. Im Mittelpunkt steht die von einem Buchmacher gesponserte Frühjahrsmeile. Es handelt sich um das erste Grupperennen der deutschen Galoppsaison 2018. Grupperennen sind die Champions League des Galopprennsports ist meine Erklärung für nicht rennsport-affine Menschen. Sechs Pferde treten an. Das ist nicht viel, doch die Qualität stimmt. Mein Tipp ist Noor Al Hawa aus dem Stall von Andreas Wöhler. Der für Interesse aus dem Katar laufende Hengst hat 2018 bereits ein Rennen im Katar bestritten und auf zu weiter Distanz als Zweiter überzeugt. Er ist die Wahl von Stalljockey Eduardo Pedroza gegenüber Cashman. Vorjahressieger Wonnemond und Millowitsch sind gute Pferde. Sie können den Favoriten ärgern. Degas wird wie Millowitsch von Champion Markus Klug trainiert. Der Wallach ist nicht gerade ein Siegertyp. Diplomat ist der Außenseiter im Feld.

Stichwort Derby Trials

Wir sind in einer Zeit im Jahr, in der Dreijährige besonders im Fokus stehen. Um es kurz zu erklären für all diejenigen, die sich mit diesen Sport nicht gut auskennen: Der Jahrgang der Dreijährigen ist besonders interessant. Die besten Pferde können klassische Rennen bestreiten, von denen das Derby am bekanntesten ist. Klassisch sind diese Prüfungen, weil sie nur ein einziges Mal im Leben von einem Pferd bestritten werden können. In manchen der Prüfungen für diesen Jahrgang sieht man in diesen Wochen kommende Stars. Sie sind häufig nicht gleich zu erkennen, besonders wenn sie zuvor noch nie gelaufen. Ich persönlich blicke immer auf die Trainer. Große Ställe haben mehr Vergleichsmöglichkeiten. Außerdem ist es wichtig, auf die Nennungen zu schauen. Für große Aufgaben müssen Pferde im Vorfeld genannt werden. Das kostet Geld. Werde dies macht, der hegt Hoffnungen. Hoffnungsträger treten in Düsseldorf im Grafenberger Derby-Trial an. Ich tippe in Düsseldorf Alounak.

Pferderennen Finale

Rückblick auf das deutsche Osterwochenende

Als in Bremen am Karfreitag vor dem letzten Rennen das Halali geblasen wurde, verdrückten viele Anwesende eine Träne. Die Entscheidung der Stadt Bremen, die Rennbahn zu bebauen, stößt allgemein auf Unverständnis. Bei dieser Veranstaltung war es brechend voll. Die Bürgerinitiative zeigte sich begeistert von der Unterstützung. Es wird gekämpft und manchmal siegen in diesem Sport die Außenseiter. Mir scheint fast, als wenn in Bremen wieder ein bisschen Optimismus eingekehrt ist. Dass einer der Verantwortlichen, den viele für die aktuelle Situation kritisieren, ausgepfiffen wird, deute ich ebenfalls positiv. Es wird nicht alles hingenommen. Ich glaube, dass in Bremen noch ein bisschen was möglich ist. Gerade die Politik hat sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Dass nicht einmal Gutachten erstellt sind, ob überhaupt gebaut werden kann, sagt doch alles.

Die deutschen Highlights am vergangenen Wochenende

Düsseldorf ist nicht das erste Highlight. Der von Andreas Suborics trainierte Veneto gewann am Ostermontag den Grand Prix Aufgalopp in Köln. Es war ein bemerkenswerter Ritt von Spurenfuchs Alexander Pietsch. Erst galoppierte er weit außen, dann war er plötzlich vorne. In Hannover gab es zwei von der Klasse her vergleichbare Prüfungen. Zuerst siegte wie von mir vermutet der Vorjahressieger Schäng im Listenrennen der Sprinter. Bei den Stuten war Peace in Motion erfolgreich. Was diese Ergebnisse für die kommenden Wochen bedeuten? Die großen Stars der Szene waren noch nicht aktiv. Doch bei den Sprintern dürfte Schäng nicht nur laut Meinung seines Trainers eine schöne Rolle spielen. Er hatte in der letzten Saison Probleme mit den Hufen. Die sind ausgestanden. Ihre Probleme hatte auch Peace in Motion. Seit dem Sommer hatte sie pausiert. Sie wird nicht ohne Grund noch im Stall sein. In der Zucht hätte sie ihren Wert.

Winx nicht nach Europa

Winx ist eine dominierende Protagonistin in meiner Kolumne. Es ist ein wenig schade, dass dieser absolute Star nicht auf die Reise nach Europa geht, wie nun feststeht. Andererseits ist es verständlich. So etwas kann schiefgehen. Plötzlich verliert sie und der Trainer steht in der Kritik. In finanzieller Hinsicht gibt es nichts mehr zu gewinnen. Also nichts, was nicht auch in Australien möglich wäre. Und für die Zucht ist ein weiterer Sieg keine neue Aufwertung. Der nächster Start von Winx ist für den 14. April geplant. Der 25. Sieg in Serie ist dann zu erwarten. Dass es für die Wetter einmal mehr kaum mehr als Wechselgeld geben wird, ist zu verschmerzen. Manche Pferde sollen einfach nicht verlieren. Übrigens gibt es auf Youtube zahlreiche Videos von den Winx-Siegen.

Nächste Woche: Das Grand National

In meiner Vorschau für die nächste Kolumne Hoffmanns Horses kann ich auf ein ganz besonderes Rennen hinweisen, welches ich in der kommenden Woche intensiv behandeln werde. Im berühmten Grand National in Aintree werden 40 Pferde starten. Abwarten, wie viele nach über sieben Kilometern und 30 teils sehr schweren Sprüngen in diesem Jahr das Ziel erreichen. Das Meeting auf dieser Bahn vor den Toren von Liverpool beginnt bereits am Donnerstag. Es gibt andere tolle Rennen. Für mich bedeutet dies, dass meine nächste Kolumne bereits am Mittwoch online sein dürfte. Natürlich schaue ich dann zurück auf die Ereignisse des vorherigen Wochenendes. Und ich blicke auch auf den deutschen Rennsport. Dieser kommt langsam aber sicher immer mehr Schwung. Das kann ich versprechen.


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Pferderennen Kolumne

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