Es geht um Millionen

Viele Highlights am Wochenende

In dieser Kolumne von Hoffmanns Horses geht es um bemerkenswert viele Highlights für ein Wochenende Ende Januar. Das 16-Millionen-Dollar Rennen Pegasus World Cup steht an. Der Prix d’Amerique der Traber wird entschieden. Hinzu kommt das bedeutendste südafrikanische Rennen Sun Met. Und es gibt noch mehr, Rennen Samstag in Neuss beispielsweise. Und tolle Hindernisrennen in England unter anderem im Mekka Cheltenham. Es ist also wirklich viel los.

Unser Autor Marco Hoffmann ist, wie regelmäßig an dieser Stelle erwähnt wird, ein Experte für den Galopprennsport. Großer Sport wird an diesem Wochenende geboten. Pegasus World Cup, Prix d’Amerique und Sun Met sind wichtige Stichworte. Abermals der Hinweis, dass Marco Hoffmann „111 Gründe, den Galopprennsport zu lieben“ im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf veröffentlicht hat. Er war zudem beteiligt am Buch „Die Galopprennbahn Bremen – Ende einer Ära?“, welches kürzlich im MusketierVerlag erschien.



Pegasus World Cup in den USA

Der Pegasus World Cup, der am Samstag auf der Sandbahn im Gulfstream Park in Florida entschieden wird, ist eines der wertvollsten Galopprennen der Welt. Die aktuellen 16 Millionen Dollar Preisgeld sind wahrlich viel Geld. Aber die Besitzer der Starter kaufen sich ihre Startplätze. Für den Sieger lohnt sich die Investition besonders. 2018 kam Gunnevera auf dem zweiten Platz ein. Der ist hinter Accelerate und City of Light der dritte Favorit. Wirklich einschätzen kann ich die Pferde nicht. Interessant: Ein Star aus Mexiko wird vom europäischen Starjockey Frankie Dettori gesteuert. Vielleicht gelingt die Sensation. Der unbesiegte Kukulkan bringt mehr als 50faches Geld im Erfolgsfall! Neu ins Programm aufgenommen wurde der Pegasus World Cup Turf. Er wird auf der Grasbahn entschieden mit Beteiligung aus Japan und Europa. Die Favoriten heißen Yoshida und Catapult laut den RaceBets Festkursen. Magic Wand ist eine interessante Starterin aus Irland. Gelaufen wird das Rennen rund um Mitternacht.

Prix d’Amerique: Millionenrennen der Traber

Kein Trabrennen ist wichtiger und wertvoller als der Prix d’Amerique, der am Sonntag kurz nach 16 Uhr in Paris-Vincennes entschieden wird. Es geht um eine Million Euro an Preisgeld – gegen den Pegasus World Cup kann dieses Highlight also nicht mithalten. Zwei Pferde, die besonders im Fokus stehen, sind der Schwede Readly Express und Bold Eagle. Der eine gewann im Vorjahr, der andere in den zwei Jahren zuvor. Erstgenannter lief bei seiner Generalprobe nur mit, davor unterlag er Bold Eagle, der aber zuvor ewig nicht gewonnen hatte. Fragezeichen stehen hinter beiden. Schaut man sich die RaceBets Festkurse an, werden Belina Josselyn und Propulsion (ein weiterer Schwede, wo der Trabsport ein hohes Niveau hat) als besonders chancenreich gehandelt. Ein wenig tendiere ich dennoch zum Adler. Ich weiß nicht, wieso er lange nicht gut drauf war, aber der letzte Sieg gefiel. Er weiß, wie dieses Rennen gewonnen wird. Vierfaches Geld ist zu bekommen.

Neuss am Samstag: Perlenkette Teil 1

Bei der Veranstaltung in Neuss am Samstag wird natürlich bei weitem nicht das Niveau des Pegasus World Cup erreicht. Basissport ist das Stichwort für die sechs Rennen, die ab 11 Uhr gestartet werden. Um 13:30 Uhr ist der Renntag bereits wieder vorbei. In dessen Mittelpunkt steht der erste Lauf um die Perlenkette. Das ist ein seit den 60er Jahren veranstalteter Wettbewerb für Amazonen. 13 steigen in den Sattel. Im Vorjahr gewann Janine Beckmann, die ihren Tribesman reitet. Die Routine der Reiterin Olga Laznovska und aktuelle Leistungen weisen auf Burma King. Heraussticht aus dem Programm ein Verkaufsrennen. Diese Prüfungen sind in Frankreich Gang und Gäbe: Alle Starter stehen zum Verkauf. Naturgemäß laufen Pferde unterschiedlicher Klasse. Am besten sind Dutch Master und Langaro. Letztgenanter hat die bessere aktuelle Form. Erwähnen möchte ich das 2.Rennen, in dem Lacato zum vierten Sieg in Folge kommen kann.

Sun Met in Südafrika

In Südafrika hat der Galopprennsport ein hohes Niveau. Kein Rennen ist wichtiger als das am Samstag auf der Bahn von Kenilworth entschiedene Sun Met. Es ist der Höhepunkt einer 12-Rennen-Karte mit vier Prüfungen der höchsten Kategorie. 13 Starter treten an darunter die Vorjahressiegerin Oh Susanna. Die gewinnt fast alle ihre Rennen. Drei Siege in Folge sprechen für Head Honcho, der den deutschen Deckhengst Querari zum Vater hat. Wie auch Kampala Campari, der zum erweiterten Favoritenkreis gehört. Höher gehandelt werden Do It Again und Rainbow Bridge. Der Start erfolgt um 16:10 Uhr. Das Highlight hält mit dem Pegasus World Cup nicht mit, aber es ist spannend.

Pferderennen Finale

Nicht zu vergessen Cheltenham

Bei all den Highlights habe ich gar nicht erwähnt, dass am Samstag ein toller Renntag mit mehreren Gruppe 2-Rennen in Cheltenham ist, dem englischen Hindernis-Mekka. Im Ballymore Classic Novice Hurdle wird Birchdale als Favorit genannt. Ein Pferd, auf das ich setzen werde, ist Champ. Der machte seinem Namen bisher Ehre. In der Betbright Trial Cotsworld Chase bevorzuge ich den Kämpfer Frodon. Der deutsch gezüchtete Bailarico könnte im River Don Novice Hurdle für eine gute Quote sorgen. Vor Wochen brachte er das Kunststück fertig, ein offizielles Rennen ohne Gegner bestreiten zu können. Jüngst schlug er Konkurrenten. Dingo Dollar gilt als gutes Ding in der Skybet Handicap Chase. Ob alle meine Tipps laufen – man wird es sehen. Die Kolumne ist bereits einen Tag online, wenn die Starterfelder offiziell sind.

Ein Rückblick auf das letzte Wochenende

Am vergangenen Samstag in Ascot kam Altior zum allseits erwarteten Sieg 17 in Folge. Er hatte nur zwei Gegner und die waren keine Gefahr für ihn. Der Favorit sprang nicht so überzeugend wie gewohnt. Das ist aufgefallen, spricht aber nicht gegen eine weitere Fortsetzung der Serie. In Neuss gab es keine bedeutenden Ereignisse bis auf die Tatsache, dass Jockey Maxim Pecheur zu drei Siegen kam. Das bedeutendste Trabreiten des Jahres in Vincennes gewann Bilibili.

Spannende News aus Bremen

Immer wieder ist Bremen in dieser Kolumne Thema. Oder besser: Der Kampf um die Bremer Galopprennbahn. Für einen Bremer Rennsportschreiberling ist es halt ein wichtiges Thema. Und die Ereignisse sind auch spannend. Nicht nur, dass genügend Unterschriften gesammelt sind, um das Projekt zu stoppen. Nun wurde ein Gutachten bekannt, das die Stadt vor Probleme stellt. Das Gesetz sieht eine Ausgleichsfläche vor, also eine neue Sportanlage. Ansonsten darf nicht gebaut werden. Wie konnte den Planern ein solcher Fehler unterlaufen? Solche Flächen sind schwer zu finden und falls es sie gibt, darf man fragen, weshalb das Wohngebiet nicht dort entsteht. Gut, es muss keine neue Galopprennbahn sein, aber es kann auch nicht einfach ein Tennisplatz als Ersatz angelegt werden. Es bleibt spannend.

Hoffmanns Horses: Ein Ausblick

In der nächsten Kolumne von Hoffmanns Horses blicke ich auf die vielen Highlights an diesem Wochenende zurück, wo der Pegasus World Cup nicht das einzige spannende Rennen ist. Es wird etwas ruhiger sein, aber ein hochklassiges Hindernismeeting in Irland steht bevor. Am ersten Februarsonntag sind Rennen in Dortmund.


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