Neuss: Kampf um die Perlenkette

Der Deutsche Julio in Katar

In dieser Kolumne von Hoffmanns Horses geht es unter anderem um eine Perlenkette. Bereits in zwei Kolumnen zuvor wies ich auf den Amazonenwettbewerb in Neuss hin, der in mehreren Läufen entschieden wird. Ich versuche rauszubekommen, welche Reiterin das Schmuckstück gewinnt. Ich blicke aber auch auf Ereignisse in Katar und in England – und auf einiges mehr, das beim Thema Wetten eine Rolle spielt. Es gibt zum Beispiel neue Chancen auf Gewinne bei RaceBets.

Unser Autor Marco Hoffmann ist, wie ohne Unterlass an dieser Stelle erwähnt wird, ein Experte für den Galopprennsport. Ob nun Neuss am Sonntag mit der Perlenkette, Katar und England am Samstag oder Dinge abseits des Sports, alles ist Thema. Ergänzend der gewohnte Hinweis, dass der Bremer „111 Gründe, den Galopprennsport zu lieben“ im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf veröffentlicht hat. Er war zudem beteiligt am Buch „Die Galopprennbahn Bremen – Ende einer Ära?“, welches im MusketierVerlag erschien.



Wer gewinnt die Perlenkette?

Am Sonntag sind Rennen in Neuss. Im Mittelpunkt steht der finale Lauf um die Perlenkette. Dieser Amazonenwettbewerb ist sehr offen, da es in den ersten beiden Läufen unterschiedliche Siegerinnen gegeben hat. Das waren Rebecca Danz und Sibylle Vogt. Die eine sitzt auf Lunar Prospect, mit dem sie bereits im ersten Lauf überraschte, und die andere auf Preaux. Der war im damaligen Rennen Vierter. Besser abgeschnitten hatte Marientaler. Vielleicht kann der überraschen. Ich tue mich schwer mit einer Prognose. Recht gut waren allerdings die Leistungen in der letzten Saison von El Torito. Die Reiterin ist unerfahren und das Pferd kein Spezialist für die Sandbahn.

Der Siegertyp Wisperwind

Wisperwind im Ausgleich 3 ist das interessanteste Pferd der Veranstaltung in Neuss. Mit hohem Gewicht kann er wie beim letzten Mal erfolgreich sein, auch wenn irgendwann Grenzen erreicht sind. 15 Sieger hat er erreicht, ist wirklich ein tolles Pferd, In Neuss ist er unbesiegt und kann es bleiben. Als den stärksten Gegner erwarte ich einmal mehr den zuletzt über vier Längen zurück eingekommenen Camberwell. Er hat übrigens den gleichen Vater wie Wisperwind. Die Veranstaltung beginnt wie gewohnt in diesen Wochen um 10:50 Uhr. Die Perlenkette wird in der Mitte des Programms nach der hier beschriebenen Prüfung entschieden.

Immer was los in England

In England ist im Galopprennsport immer etwas los. Obgleich bald (genauer gesagt am 12. März) das Cheltenham Festival beginnt, stehen Spitzenrennen mit Spitzenpferden an. Auch wieder an diesem Samstag. Herausragende Prüfungen stehen zwar nicht auf dem Programm, wohl aber vier von höherer Kategorie in Kempton. Good Man Pat genießt einen guten Ruf, er könnte um 14:50 Uhr antreten. Genau weiß ich das noch nicht zu dem Zeitpunkt, an dem ich hier schreibe. Es folgt im Anschluss eine Prüfung für vier Jahre alte Hürdler. Debütieren soll der Ex-Deutsche Ecco. Song for Someone ist ebenfalls deutsch gezüchtet, er ist erfahren und frischer Sieger. Gespannt bin ich auf die folgende Prüfung, sollte Angels Breath antreten. Dieses Pferd besitzt einen außerordentlichen Ruf.

Julio Samstag in Katar

Deutsche Starter in Katar sind ungewöhnlich, aber von Zeit zu Zeit gibt es sie. Wie am Samstag (ich schrieb in meiner letzten Vorschau versehentlich Freitag, da läuft der Ex-Deutsche Diplomat). Es handelt sich um den von Mario Hofer trainierten Julio. Am Donnerstag beginnt das H.H. The Emir’s Sword Festival, der Sprinter ist im Highlight am letzten Tag mit von der Partie. Der von Mario Hofer für Eckhard Sauren trainierte Vierjährige startet unter dem im Winter in Katar arbeitenden deutschen Jockey Eduardo Pedroza im zur lokalen Gruppe III zählenden Dukhan Sprint über 1200 Meter der Grasbahn. Es gibt acht Gegner. Izzthatright ist das höchsteingeschätzte Pferd, aber seine Formen sind für mich nicht in Relation zu setzen. In diesem Jahr gewann er keines seiner zwei Rennen, war im Vorjahr knapp geschlagen Zweiter im Dukhan Sprint. Gewettet werden darf vor Ort nicht, aber in Deutschland sollte diese Möglichkeit bestehen.
Pferderennen Finale

Rückblick aufs letzte Wochenende

Das letzte Wochenende begann mit dem 30. Sieg in Folge für Winx in Australien. In England über die Sprünge war Trainer Paul Nicholls überraschend erfolgreich und vor allem sein King George-SiegerClan des Obeaux gewann in Ascot, aber auch (und dies bemerkenswert überlegen) Cyrname. Waiting Paitiently wurde hinter diesem nur Zweiter. Beim Nachwuchs gefiel Quel Destin, der deutsch gezüchtete Capone kam auf dem Ehrenrang ein. – In Hongkong hatte der Ex-Deutsche Pakistan Star keine Chance. Exultant war stärker. Das andere Highlight gewann der klare Favorit Beauty Generation. Im Classic Gold Cup gab es eine Sensation durch Mission Tycoon, der 92faches Geld zahlte!

Der White Turf ist vorbei

Am vergangenen Sonntag in St. Moritz wurde der Große Preis von St. Moritz ausgetragen. Das mit einem Preisgeld von 111.111 Franken höchstdotierte Rennen der Schweiz sah zehn Teilnehmer am Start. Den Kampf um den Sieg fochten die Erstplatzierten aus dem letzten Jahr. Titelverteidiger Nimrod, ein Ex-Deutscher, konnte seinen Vorsprung nicht halten. Sieger wurde auf Schnee der Engländer Berrahri. Allgemein waren die Deutschen in diesem Jahr in der Schweiz weniger vertreten als gewohnt. Zumindest im Skikjöring waren viele aktiv und am letzten Sonntag gab es auch einen Sieg durch Lips Legend.

Neue Wettoptionen bei RaceBets

Wer bei RaceBets für englische oder irische Rennen eine Wette abgibt, sieht im 1.Rennen einer Veranstaltung die Wettoption Place 6. Auch Sieg 6 ist möglich, teilweise auch erst im 3.Rennen. Für 10 Cent bzw. 20 Cent als Mindesteinsatz tippt man auf die Sieger oder auf Platzierte von sechs Rennen. Im Erfolgsfall lohnt sich die Quote. Leicht ist es aber nicht richtig zu setzen. Bei Sieg 6 muss es immer der Sieger sein, bei Place 6 reicht meist ein Platz unter den ersten Drei. Es sei denn, dass weniger als acht Pferde antreten. Natürlich könnten mehrere Tipps gesetzt werden, was jedoch den Einsatz erhöht. Einen Versuch ist es wert.

Hoffmanns Horses: Nächste Woche Dortmund

In der nächsten Kolumne von Hoffmanns Horses wird wieder Dortmund das Thema im deutschen Galopprennsport sein. Das Niveau ist ähnlich wie am Tag der Perlenkette. Die gute Nachricht lautet: Es ist März, bald ist Frühling und es gibt mehr Abwechslung. International ist mehr los: Große Rennen in England und Dubai stehen bevor.


Noch mehr Expertenwissen zum Thema Pferderennen gibt es hier

Pferderennen Kolumne