Super Saturday in Dubai

Letzter Sandrenntag in Dortmund

In dieser Kolumne von Hoffmanns Horses geht es unter anderem um den Super Saturday in Dubai. Es handelt sich um Vorbereitungsrennen für die Veranstaltung um den Dubai World Cup Ende des Monats. Dessen vorjähriger Sieger Thunder Snow startet als einer von zahlreichen Stars. Der letzte Sandbahnrenntag in Dortmund ist Thema und das am kommende Dienstag beginnende Cheltenham Festival wirft seine Schatten voraus.

Unser Autor Marco Hoffmann ist, wie beständig als Vorlauf erwähnt wird, ein Experte für den Galopprennsport. Der Super Saturday interessiert ihn in dieser Woche besonders und er freut sich, dass die Sandbahnsaison endet. Wie nie verschwiegen wurde, hat er „111 Gründe, den Galopprennsport zu lieben“ im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf veröffentlicht. Er war zudem beteiligt am Buch „Die Galopprennbahn Bremen – Ende einer Ära?“, welches im MusketierVerlag erschien.



Spitzenklasse am Dubai Super Saturday

Seit Anfang des Jahres finden an jedem Donnerstag hochdotierte Rennen in Dubai statt. An einigen Samstagen gab es zudem kleinere Veranstaltungen auf der Rennbahn von Meydan. Die dortige Saison kulminiert im Dubai World Cup Day mit einer Reihe von Millionenrennen. Für genau diese Veranstaltung wird an diesem Samstag beim Super Saturday geprobt. Zwei Fakten sind wichtig: Die Herrscher von Dubai dominieren ihre eigenen Rennen meist, aber am Samstag wird es international mit Gästen aus aller Welt. Das wirklich große Geld wird erst Ende des Monats verdient, denkbar, dass einige der Starter nicht auf 100 % sind. Einer der Stars ist Thunder Snow. Das ist der letztjährige Sieger des Dubai World Cup. Er dürfte sich als Vertreter von Godolphin (so heißt das Rennsportunternehmen der in Dubai herrschenden Maktoum-Familie) Ende des Monats mit US-Startern auseinender setzen müssen, um zum ersten Doppelsieger zu werden. Samstag müsste er die Al Maktoum Challenge R3 gewinnen.

Mehr Dubai Super Saturday

Ich möchte an dieser Stelle einige weitere mögliche Sieger für den Dubai Super Saturday nennen, auch wenn ich dabei etwas spekulieren muss. Wootton kommt immer spät auf Touren, aber er gefiel mit beim letzten Start und ist im Jebel Hatta eine Wette wert. Als größte Hoffnung des Besitzers um 16.30 Uhr wird aber wohl Blair House gelten. Loxley trägt die gleichen Rennfarben – dieses Pferd hat eine deutsche Mutter, was auch für den chancenreichen Racing History ein Rennen zuvor gilt. Im Nad Al Sheba Turf Sprint gehe ich fest von einem Sieg durch Blue Point aus, für den Klasse und Form sprechen. Dieses Rennen ist um 14.10 Uhr deutscher Zeit. Der Renntag beginnt eine Stunde zuvor.

In Dortmund endet die Wintersaison

Der letzte Renntag auf Sand im deutschen Winter bedeutet, dass es endlich Frühling wird. Sonntag ab 10.50 Uhr öffnet sich die Startmaschine siebenmal bis in die späte Mittagszeit und dann endet die Wintersaison in Deutschland. Am nächsten Sonntag veranstaltet Krefeld auf Gras. Leicht fällt das Wetten in Dortmund nicht, aber hinweisen möchte ich auf Dreamworks in der zweiten Tagesprüfung, denn der ist ein Spezialist. Im Verkaufsrennen an vorletzter Stelle ist Town Charter das beste Pferd, aber der läuft mir zu häufig. Für eine hohe Quote empfehle ich nach Bestform Lotus, dessen Reiter Maxim Pecheur derzeit gute Form hat. Zum Abschluss wird der frische Sieger Baryshnikov mein Tipp, denn er hat sich von Start zu Start gesteigert.

Grupperennen in Sandown

In England geht es an diesem Wochenende ruhig zu, was den großen Sport betrifft. Ein Grund ist der Dubai Super Saturday, ein anderer das am Dienstag beginnende Cheltenham Festival mit vier Tage tollem Hindernissport. In Sandown gibt es zwei Spitzenrennen am Samstag, die alljährlich Wetträtsel sind. Wenn ich mich nicht täusche, können die dortigen Sieger bei einem Start und weiterem Sieg in Cheltenham im County Hurdle ein hohes Extrapreisgeld gewinnen. Gute Chancen auf den Sieg am Samstag haben Monsieur Lecoq und Benny’s Bridge.

Pferderennen Finale

Der Winx Weltrekord

Am Samstagmorgen unserer Zeit kam das weltbeste Pferd Winx zum 31. Sieg in Folge In Royal Randwick erzielte sie den 23. Triumph auf Gruppe I-Ebene. Das ist ein offizieller Weltrekord! Dieser war letztlich nur Formsache, bis auf Happy Clapper, der wie von mir erwartet Zweiter wurde, kamen nur Trainingsgefährten an den Start. Die Art und Weise des Triumphs imponierte dennoch. Ein anderes Pferd, das in der besagten Nacht imponierte, war der Ex-Deutsche Schabau. Nach zwei Siegen auf Handicap-Level gewann er auch das zur Listenklasse zählende Roy Higgins Quality in Flemington. Besonders der Stil beeindruckte. Das große Ziel mit dem Vierjährigen ist der Melbourne Cup im November und das erscheint logisch. Er könnte bereits jetzt eine Wette wert sein. Man darf gespannt sein, wie lange Schabau in Australien noch unbesiegt bleiben kann.

Rückblick Teil 2

Am Sonntag standen auf der französischen Hindernisbahn Auteuil zwei Grupperennen auf dem Programm, eines über Hürden-, eines auf der Jagdbahn. Es gab Außenseitersiege. Den Prix Robert de Clermont-Tonnerre gewann Le Costaud für mehr als siebenfaches Geld. Im Prix Juigne, einem mit 120.000 Euro dotierten Gruppe III-Hürdenrennen über 3600 Meter, kam Favorit Galop Marin am dritten Sprung zu Fall kam. Es gewann die Trainingsgefährtin Raffles Sun. In Dortmund war der größte Favorit erfolgreich: Alinaro gewann die Abschlussprüfung. Das wichtigste Handicap war ein Sprint. Nicht wie erwartet Super D J, sondern der von Piet van Kempen in den Niederlanden trainierte Thorpe Bay gewann. Gut gefiel mir die Speedleistung von Dark Forrest auf Platz 2. Das war ein klarer Ansatz.

Cheltenham – Ein Ausblick

Ab Dienstag, dem 12. März gibt es vier Tage in Folge Spitzenhindernissport in Cheltenham. Der alljährliche Saisonhöhepunkt im National Hunt Sport findet seit dem Jahr 1860 statt. Es treten die Topstars aus England und Irland in 28 Rennen an, hinzu kommen seltene Gäste. Bis 2005 wurde das Festival traditionell über einen Zeitraum von drei Tagen abgehalten. Fakt ist, dass an jedem Tag eines der Highlight-Rennen ausgetragen wird. Am Freitag ist es der Gold Cup. Natürlich gibt es bereits Festkurse unter anderem bei RaceBets. Auf den vermutlich chancenreichsten Ex-Deutschen in Cheltenham Lalor sollte verstärkt geachtet werden. Er startet im zweiten Rennen am Dienstag in der Arkle Chase und bringt vierfaches Geld. Derzeit größter Favorit ist Altior in der Queen Mother Champion Chase am Mittwoch mit 13:10. Im Gold Cup stehen aktuell der Ire Presenting Percy und Clan des Obeaus mit 43:10 und 45:10 in der Favoritenrolle.

Hoffmanns Horses: Cheltenham!!!

Wie erwähnt, steht das Cheltenham Festival in der nächsten Woche im Fokus, auch bei Hoffmanns Horses. Ich bin noch unsicher, wie viele Kolumnen ich schreiben kann. Ein weiteres Thema wird natürlich der Start in die deutsche Grasbahnsaison sein, der am Sonntag in Krefeld erfolgt. Es gibt sogar ein Jagdrennen.


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