FC Bayern Präsident Hoeneß äußert sich zu Kader und Breitner

Der amtierende Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, kündigte am Sonntag bei dem Besuch des Weihnachtsfrühschoppens des regionalen Fanclubs Kersbach einen Kaderwechsel an, äußerte sich positiv über seine Mannschaft und kritisierte Kumpel Breitner.

02.12.2018 – Besuch von FC Bayern – Präsident Uli Hoeneß bei Fanclub in Kersbach

Untermalt mit Blasmusik und Folklore bezog Ul Hoeneß bei einer Fragerunde des Weihnachtsfrühschoppens zum FC Bayern Stellung. Ohne kritische Töne kommentierte er, dass die beiden Stars Franck Ribery und Arjen Roben nach dem auslaufenden Vertrag nicht mehr beim FC Bayern weiterspielen werden. Weiterhin erwähnte der Vereinspräsident, dass in der kommenden Saison eine offensive Transferpolitik angestrebt werde und im Sommer 2019 neue Spieler eingekauft werden würden.

Positives über FC Bayern Trainer und Mannschaft

Hoeneß äußerte sich zudem positiv über Team und Trainer Niko Kovac. Er und die Mannschaft seien schön zusammengewachsen und die Stimmung im Kader sehr gut. Im Januar wird das FC Bayern Team nach Katar fliegen, um dort zu trainieren. Der derzeitige Sponsor Audi soll bis 2025 finanzielle Unterstützung leisten. Allerdings erwähnte der Vereinspräsident, dass es Gespräche mit BMW zu einem möglichen Sponsorenwechsel gäbe.

Was den Nachwuchs angeht, ist Hoeneß davon überzeugt, dass Shabani oder Batista Meier der Sprung zu den Profis gelingt. Ebenfalls hat seiner Einschätzung nach der junge Koreaner Jeong, der bereits einmal Profiluft schnuppern durfte, als er gegen Benfica debütiert hatte, gute Chancen. Auch könnte Zirkzee in den offiziellen Mannschaftskader aufsteigen. Sicher im Team dabei sein wird ab Januar der für elf Millionen Dollar eingekaufte Alphonso Davies. Dem Vereinspräsidenten zufolge macht dieser im Training eine sehr gute Figur. Das Ziel des FC Bayern ist es, jedes Jahr mindestens einen neuen Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum hochzubringen und so die Mannschaft konstant stark zu halten.

Hoeneß ist wütend auf Paul Breitner

Im andauernden Streit mit Paul Breitner ging Hoeneß während der Fragerunde in die Offensive und erhob brisante Vorwürfe gegen diesen. „Paul Breitner wird zum Märtyrer gemacht. Aber er ist kein Opfer, sondern ein Täter“, sagte er beim Fanklub-Klub Besuch. Seiner Meinung nach ist das Verhältnis nicht mehr zu korrigieren, da Breitner den FC Bayern in einer „unsäglichen Art und Weise“ beschädigt habe. Die verbalen Angriffe des Bayernmitglieds seinen für den 66-Jährigen ein Versuch gewesen, seinen Ruf als Manager und Präsident zu beschmutzen. Der Streit hatte im Oktober begonnen, als Breitner bei einer Pressekonferenz Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge scharf kritisierte.

Laut Hoeneß zufolge, hatte sein ehemaliger Kumpel Breitner in den letzten Jahren fast zwei Millionen Euro an Honorar für Vorträge und PR-Arbeiten vom FC Bayern erhalten. Diesen Vertrag hatte er 2017 aufgrund einer Diskussion mit Karl-Heinz Rummenigge, wo es unter anderem um Fernsehauftritte ging, hingeschmissen.