3. Liga Re-Start: Clubs klagen wegen Wettbewerbsverzerrung

Seitdem der DFB einen Neustart der 3. Liga zum 30. Mai plant, kündigt sich nun deutlicher Widerstand seitens der Vereine an. Eine Handvoll wird gegen die Wiederaufnahme des Spielplans klagen.

Um genau zu sein, sehen die Pläne des DFB so aus: Die dritte Liga wird zum 30. Mai fortgesetzt und bis zum 4. Juli beendet. D.h. um bis dahin die Spieltage durch zu bekommen, müssen eine ganze Reihe englischer Wochen gespielt werden. Gleichzeitig greifen in Deutschland aufgrund der Corona Krise immer noch in einigen Bundesländern spezielle Arten von Kontaktsperren. In einigen verhindern diese ein Mannschaftstraining.

Und so gibt es eine Handvoll Vereine, die zum Beispiel bis zum 27. Mai gar kein Mannschaftstraining aufgrund gesetzlicher Vorgaben durchführen dürfen. Denen würden dann gerade mal drei Tage bleiben, um sich auf das erste Spiel vorzubereiten. Noch schlimmer wird es für die Mannschaften, bei denen bis zum 5. Juni kein professioneller Mannschaftssport zugelassen ist. D.h. die könnten bis zum 6. Juni ausschließlich Auswärtsspiele durchführen.

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Föderalismus-Chaos: Die Klage scheint berechtigt

Im Grunde genommen scheint die Klage der mittlerweile acht Vereine, die sich gegen die Fortsetzung aussprechen, erfolgsversprechend. Denn eine Wiederaufnahme des Bundesliga Spielplan in Form der neuen Corona Bundesliga setzt natürlich voraus, dass es hier fair zugeht. Während einige Teams bereits seit zwei Wochen wieder ihr Mannschaftstraining aufgenommen haben, sieht es bei anderen eben ganz anders aus. Und auch wir sehen hier einen deutlichen Wettbewerbsverzerrung.

Acht Vereine werden nächste Woche einzelne Klagen einreichen

Während der DFB Fußball-Fans, die die Wiederaufnahme der 1. und 2. BuLi skeptisch sahen, versuchte zu besänftigen, indem die Begegnungen der Bundesliga teilweise im Free TV zu sehen waren, schienen sich hier nach dem letzten Bundesligaspieltag die Wogen zu glätten. Sportwetten-begeisterte Tipper begannen mit Wetten auf Geisterspiele wieder für lukrative Gewinne zu sorgen. Die Wiederaufnahme der ersten und zweiten Liga verlief ohne größere Zwischenfälle. Ob aufgrund der Wettbewerbsverzerrung die dritte Bundesliga live tatsächlich zum 30. Mai wieder startet, bleibt fraglich. Ab nächster Woche werden sich Gerichte mit der Thematik beschäftigen.