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Aján tritt als Weltverbands-Präsident zurück

Nach Korruptionsvorwürfen und Dopingvertuschung ist der Präsident des Weltverbands der Gewichtheber, Tamás Aján, nach 20 Jahren im Amt zurückgetreten. Die Enthüllungen zwangen den mittlerweile 81-Jährigen zu diesem Schritt.

Korrupter IWF Präsident Tamas Ajan ist endlich zurückgetreten.

Die Gewichtheber-Welt atmet in diesen Tagen sichtlich auf. Denn durch den erzwungenen Rücktritt von Tamás Aján ist endlich Platz für einen neuen Weltverbands-Präsidenten. Aján war 20 Jahre der Verantwortliche, der die Weichen im Gewichtheber-Sport stellte. Der 81-jährige Ungar wurde Ende Januar suspendiert. Am Mittwoch gab er sein Amt offiziell auf. In seiner Amtszeit gab es immer wieder schwere Korruptionsvorwürfe gegen den umstrittenen Präsidenten. Jetzt kam er zu Fall. Denn die neuen Vorwürfe der Untreue und Dopingvertuschung haben es in sich. Interimspräsidentin Ursula Papandrea hatte an Ostern einen Antrag beim IWF gestellt, der den Ausschluss des Präsidenten besiegeln sollte. Ihr wären wohl die meisten Mitglieder gefolgt. Auf der Webseite des Weltverband steht jetzt: „Die IWF dankt Tamás Aján für mehr als vier Jahrzehnte im Dienste des Gewichthebens“. Es liest sich wie ein Befreiungsschlag.

Korruption, schwarze Kassen, Betrug & mehr

Tamás Aján wird unter anderem Korruption, Amtsmissbrauch und Betrug vorgeworfen. Zudem soll er ein System der Dopingvertuschung entwickelt haben. Ebenso wird von Verstößen gegen geltende Anti-Doping-Regeln, schwarze Kassen und zahlreichen Manipulationen gesprochen. Aufgedeckt wurden die unredlichen Tätigkeiten des Weltverbands-Präsidenten durch Recherchen eines deutschen Fernsehteams, die einen Dokumentarfilm mit dem Namen „Der Herr der Heber“ produzierte. Aján selbst versucht sich von den Vorwürfen zu distanzieren, auch wenn es derzeit Untersuchungen gibt. „Ich habe das Bestmögliche in meinem Leben für unseren geliebten Sport gegeben.“ Die Interimspräsidentin bezeichnete er als „böse Frau“, die vor ein paar Jahren noch niemand kannte. Angeblich hätte sie ihn unter Druck gesetzt und bedroht.

Über 40 Jahre beim IWE

Seit 1970 war der Ungar auf verschiedenen Führungspositionen im Gewichtheber-Weltverband tätig. Im Jahr 2002 wurde Aján Präsident und im gleichen Jahr zudem Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees. Er hinterlässt mit seiner Vetternwirtschaft, der Dopingvertuschung und seinen vielen Betrügereien ein Vakuum beim IWF. In der Zentrale des Verbands, die in Budapest ist, arbeiteten nur engste Vertraute des Alleinherrschers, unter anderem sein Schwiegersohn. Neben den Enthüllungen, die durch den Dokumentarfilm ans Licht kamen, warfen mehrere Ex-Spitzenfunktionäre des Gewichthebe-Weltverbands dem Ungarn Unterschlagung von vielen Millionen Dollar vor.
Unter anderem ist ungeklärt, wo die rund 5,5 Millionen Dollar, die vom Internationalen Olympischen Komitee an den IWE gezahlt worden waren, stecken. Aktuell läuft eine unabhängige Untersuchung, die von Doping-Anwalt Richard McLaren geführt wird.

Freude über Ajáns Abgang ist enorm

Der Präsident des deutschen Gewichtheber-Verbands, Christian Baumgartner, konnte seine Freude nicht verbergen: „Endlich, es ist vollbracht!“ Seit vielen Jahren gehört Baumgartner zu den größten Kritikern von Aján. „Das war die Grundvoraussetzung, um mit dem Gewichtheben auf den grünen Zweig zu kommen.“ Der Abgang des Weltverband-Präsidenten bedeutet eine „enorme Stärkung“ des Gewichthebe-Sports. Denn endlich könnte der Weltverband „auf einer sachlichen Basis ohne Altlasten“ handeln.

Papandrea könnte Weltverbands-Präsidentin werden

Auch Sportler meldeten sich über Ajáns Rücktritt zu Wort. So sagte der dreifache Olympiateilnehmer und deutsche Athletensprecher Jürgen Spieß: „Das war ein guter Tag für das Gewichtheben. Wir haben seit Januar mehr denn je gehofft, dass es dazu kommt. Denn alles ist besser als Aján. Jetzt können in aller Ruhe und mit der nötigen Sorgfalt die Vorwürfe aufgearbeitet und vor allem die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt werden.“

Die Entmachtung des Weltverbandspräsidenten bedeutet für den IWE eine neue, saubere Ära. Interimspräsidentin Papandrea, die sich durch ihr Handeln gegen Aján Respekt verschafft hatte, könnte die Nachfolgerin des Ungarn werden. Sie wäre die optimale Dauerlösung an der Spitze.