Basketball-WM: Desaster statt Siegeswunsch

Was ist nur mit der deutschen Basketballnationalmannschaft los? Nun hat das Team in der Vorrunde gegen die Dominikanische Republik verloren und ist so gut wie raus. Der Medaillentraum rückt in weite Ferne.

Danilo Barthel

Enttäuschung nach der Niederlage, Deutschland vs. Dominikanische Republik.

Die deutsche Basketball-Mannschaft verlor nach einem misslungenen Start gegen Frankreich nun auch gegen Außenseiter Dominikanische Republik. Die Leistung war milde gesagt unzureichend. Das Team von Coach Hendrik Rödel verlor mit 68:70. Die Chance auf ein Weiterkommen ins Achtelfinale ist damit praktisch verspielt. Zudem muss die Mannschaft kämpfen, um noch an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können.

Auf das deutsche Basketballteam wartet jetzt wahrscheinlich die Platzierungsrunde. Frankreich muss nur gegen Jordanien gewinnen. Das talentierte Team würde dann nach der Vorrunde um Platz 17 bis 32 kämpfen. In dieser Phase muss eine hohe Platzierung erreicht werden, um ein Ticket für die Qualifikationsrunde in Olympia zu holen. Reicht das nicht, hat die Basketballmannschaft noch die Chance, als eines von zwei europäischen Teams für ein Quali-Turnier nominiert zu werden.

Leistung des Teams ist ernüchternd

Bundestrainer Rödl gab nach dem zweiten Patzer seines Teams ein Statement ab. Niedergeschlagen sagte er: „Wir bleiben viel zu weit unter unseren Möglichkeiten. In diesem Moment ist das natürlich sehr enttäuschend. Echt bitter, aber da müssen wir jetzt durch.“ Im Spiel gegen die Dominikanische Republik war der bester Werfer Schröder, der gerade mal auf 20 Punkte kam. Kollege Theis erzielte zwölf Treffer. Schon gegen die Franzosen zeigte das deutsche Team viele Schwächen. Trotzdem starte Rödl mit der Formation vom Auftaktspiel. Wie im ersten Match standen an der Seite von Schröder Ismet Akpinar, Paul Zipser, Maxi Kleber und Theis. Diese Formation tat sich wie im ersten Spiel wirklich schwer, so stand es nach nicht mal zwei Minuten 0:8. Theis war der erste, der einen Treffer gegen den Karibikstaat erzielte. Schröder sorgte kurze Zeit später für die Führung, doch die Unsicherheit im Team blieb.

Schwache Spieler in der Mannschaft

Trainer Nestor Garcia der dominikanischen Mannschaft bereitete den Deutschen mit seinem Team große Schwierigkeiten. Und das, obwohl der Coach ohne Starspieler Karl-Anthony Towns sowie Al Horford auskommen musste. Selbst unter den Körben spielte Rödls Team schwach. Rödl wurde schnell nervös und schaute immer wieder besorgt zum Statistikwürfel. Er hatte auch Grund zur Sorge. Sein Wurfmeister Schröder musste während des zweiten Viertels am Rücken behandelt werden. Aber es lag nicht nur an Schröders Ausfall. Generell gab es im deutschen Kader keine Struktur. In der zweiten Halbzeit wurde es nicht besser. Die deutsche Mannschaft spielte irgendwie lustlos und ohne Überzeugung. Zudem leistete sie sich viele Fehler. Reihenweise wurden Würfe vermasselt. Theis setzte drei Dreierversuche in den Sand. Der karibische Gegner dagegen kam wieder zu Punkten. Die letzten Minuten brachten leider keine Besserung. Das Desaster war somit perfekt.