7:2 - Bayern gewinnt haushoch gegen Tottenham

Mit dem 7:2 hat Bayern München den englischen Traditionsverein Tottenham Hotspur platt gemacht. Das war eine klare Kampfansage an die internationale Konkurrenz. Die Spurs konnten die Niederlage nicht fassen. Es war aber auch ein Wahnsinnsabend, wie Stürmer Gnabry es ausdrückte.

Tottenham Hotspur v Bayern Munich

Bayern München besiegt Tottenham mit 7:2.

Am Dienstagabend starrte Hotspur Trainer Pochettino immer wieder fassungslos auf die Anzeigetafel. Er konnte es einfach nicht begreifen. Und er war nicht der Einzige an diesem Abend. Bayerns Stürmer Gnabry fand dort viermal seinen Namen. Niko Kovac sagte im Anschluss, dass das Match eine Sternstunde für die Bayern gewesen sei.

Karl-Heinz-Rummenigge drückte es noch klarer aus: „Heute haben wir Geschichte geschrieben.“ Der FC Bayern München hat gegen Tottenham Hotspur 7:2 gewonnen. Der zweite Spieltag der Champions League hätte für die Münchner nicht besser laufen können. Zumal sie den Vorjahresfinalisten mit absoluten Weltklassestürmern besiegten. Neben Gnabry, der 4-mal traf, schoss Robert Lewandowski zwei Tore. Joshua Kimmich gelang sein erster Bayern-Treffer.

Viel Spielfreude und Entschlossenheit

In dem erstklassigen Champions League Spiel zeigten die Bayern ihre ganze Stärke. Die zweite Hälfte war vor allem von einem Offensiv-Spektakel geprägt. Jeder Spieler im Kader wirkte entschlossen und zeigte individuelle Klasse. Und natürlich war die Spielfreude im Team nicht zu übersehen. Der Brasilianer Philippe Coutinho sorgte dafür, dass die Spitze eins um andere Mal ein Tor schoss. Er selbst traf nicht, denn Teamplay stand eindeutig im Vordergrund. Statistiken zufolge hatten die Bayern einen Ballbesitz von rund 70 Prozent. Und das, obwohl das erste Tor in der 12. Minute an Tottenham Hotspur ging. Doch die Münchner ließen sich davon nicht aus der Bahn werfen. Sie überstanden die schwierige erste Halbzeit.

Die Bayern sind nun ein Favorit

Nicht nur in der Bundesliga, auch in der Champions League haben die Bayern nun gezeigt, was sie können. Rummenigge sagte stolz: „Es gibt ja oft Vergleiche zwischen Bundesliga und Premier League. Aber heute haben wir Bayern nachhaltig bewiesen, dass wir eine Premier-League Mannschaft der Topklasse besiegen können.“ Der Fluch, der über den deutschen Teams lag, scheint vorbei zu sein. Denn in der vergangenen Champions League Saison waren drei deutsche Klubs auf der Insel gescheitert. Mit einem derart klaren Sieg hat sich der FC Bayern München schon frühzeitig in Richtung Achtelfinale aufgemacht. Nach dem Spiel wurden sie sogar als Titelkandidat gehandelt.

Schlimmste Heimpleite überhaupt

Für Tottenham Hotspur wer der Abend erniedrigend. Es war die höchste Pleite einer englischen Mannschaft in der Geschichte der Champions League. Außerdem kassierten die Spurs das erste Mal in ihrer 137-jährigen Klubgeschichte sieben Tore in einem Heimspiel. Die größte Niederlage im Heimstadion erlitt Tottenham Hotspur im Jahr 2018 gegen den FC Barcelona, wo die Mannschaft 2:4 verlor.

Für die Bayern war es fast der höchste Sieg bei der Champions League. 2014 erzielten sie ein 7:1 gegen den AS Rom und 2012 ein 7:0 gegen Basel. Der Torschütze Gnabry ist zudem der zweite Stürmer in der Bayern-Geschichte, der vier Tore in einem Spiel erzielte. Der erste war Mario Gomez.

Mit Bescheidenheit geht es weiter

Die Bayern wissen, dass ein Sieg noch keinen Gesamtsieger macht. Gnabry sagte nach dem Match: „Ich denke, dass dieses 7:2 Ergebnis eine Welle macht. Aber wir dürfen jetzt nicht übertreiben und uns nicht zu viel einbilden.“ So etwas Ähnliches merkte auch Trainer Kovac an: „Wir sollten bescheiden bleiben. Wir dürfen nicht überdrehen. Die vielen hervorragenden Sachen, die wir heute gezeigt haben, müssen wir mehr bringen.“ Dennoch, mit dieser Mannschaft ist in dieser Saison auf jeden Fall zu rechnen.