Formel 1: Bottas verfolgt eigene Ziele

Valtteri Bottas aus dem Team Mercedes war bisher Hilfsfahrer für Hamilton. Nun will der Finne eigene Ziele verfolgen und hat zum Auftakt der Formel 1 angekündigt, ebenfalls um den Weltmeistertitel zu kämpfen.

Formel 1: Valtteri Bottas vom Team Mercedes sagt Hamilton bei der WM 2019 den Kampf an.

Am letzten Testtag in Barcelona und zum Auftakt der Formel 1 gab es gleich mehrere Überraschungen. Doch die überraschendste Nachricht ist sicher die Ankündigung von Valtteri Bottas. Der Formel 1 Fahrer aus dem Team Mercedes, der bisher ein Helfer für Lewis Hamilton war, will jetzt ebenfalls um den Weltmeistertitel kämpfen. Er wird ab sofort mit Hamilton konkurrieren. Dass er es mit seiner Aussage ernst meint, zeigt auch sein neuer Look. Bottas hat sich einen Bart wachsen lassen und trägt diesen stolz zur Schau: „Ich habe mich nicht rasiert und fand den Bart richtig gut. Er passt zudem was ich vermitteln will und wie es in mir aussieht“. Am Ende des letzten Jahres, so der Finne, war er über den Saisonverlauf verärgert gewesen: „So was darf nicht noch einmal passieren, ich will meine eigenen Ziele erreichen und ich bin bereit, in diesem Jahr alles dafür zu tun, was nötig ist. Wenn ich härter agieren muss, dann werde ich das tun.“

Hamilton bleibt cool

Von Bottas Aussage völlig unbeeindruckt, begab sich Lewsis Hamilton am Donnerstag in der Testfahrt auf Zeitenjagd. Der Brite fuhr auf weicher Reifenmischung und war ein Zehntel schneller als Leclerc. In der Tageswertung belegte er den fünften Platz. Trotzdem, Hamilton muss bei der kommenden Formel 1 damit rechnen, dass ihn sein Teamkollege Bottas bei einem Rennen nicht mehr vorbeilässt, so wie der Finne es in der vergangenen Saison mehrfach getan hat. „Wenn ich wieder in eine solche Situation komme, werde ich das nicht mehr machen“, verkündete Bottas am Donnerstag. Er habe nur eine Karriere und wenn er nicht selbst anfängt, zu attackieren, werde er seine Ziele nicht erreichen, gab er weiterhin an.

So verlief die letzte Testfahrt

Die letzte Testfahrt verlief auch für die anderen Teams gut. Die schnellste Zeit lieferte am Donnerstag der Renault-Pilot Nico Hülkenberg. Der Deutsche verdrängte damit den bisher führenden Toro Rosso Fahrer Alexander Albon von der Spitze. Interessant ist, dass alle schnellen Fahrer auf weichen Reifen fuhren.

Für den Rückkehrer Robert Kubica von Williams verlief das Testrennen überhaupt nicht gut. Der Pole, der nach neun Jahren Pause sein Comeback feiert, weil er damals einen schweren Unfall hatte, schien sich auf der Rennstrecke nicht zurechtzufinden. Er stand oft im Weg und versursachte zudem fast einen Zusammenstoß mit Hamilton. Auch seine Zeit war nicht wirklich aussagekräftig. Da Team Williams verspätet in die Testwoche einstieg, beschränkte sich diese in den Testfahrten auf Aerodynamik-Messungen. Favorit Charles Leclerc aus dem Team Ferrari ließ sich bisher nicht in die Karten schauen: „Niemand legt hier seine Karten offen auf den Tisch. Auch ich nicht, deshalb sind meine Zeiten nicht wirklich aussagekräftig“, so Leclerc. Der Franzose ließ die erste Testwoche auch erstaunlich entspannt Revue passieren.