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Bundesliga-Fortsetzung: Einige Kritikpunkte

Die Neuaufnahme der Bundesliga wirft derzeit viele Fragen auf. Geplant ist, die Saison in Form von Geisterspielen zu Ende zu bringen. Allerdings ist die Umsetzung mit vielen Problemen verbunden und es gibt eine Kritikpunkte.

Geisterspiele, lassen sie sich wirklich durchsführen?

Die DFL hat für den Re-Start der Bundesliga bereits Pläne vorliegen. Einige Details daraus sind jetzt an die Öffentlichkeit gelangt. Sie werfen viele Fragen auf. Zumal auf den 41 Seiten, die am 15. April von der Task Force Sportmedizin geschrieben wurden, genau beschrieben wurde, wie die deutschen Bundesligavereine vorgehen sollen, um ihr wirtschaftliches Überleben zu sichern.

Interessant ist weiterhin das medizinische Konzept für das Training und den Spielbetrieb zwischen April und Juli: Darin wird explizit geschrieben, dass die Saison im Sommer beendet werden soll. Damit das gewährleistet werden könnte, müsste bei einem infizierten Spieler nicht mehr die ganze Mannschaft in Quarantäne, sondern nur derjenige, der den Virus hat, isoliert werden. Die Task Force beruft sich dabei auf das Robert Koch-Institut, dass die Politik maßgeblich berät und an die sich der Profifußball ebenfalls halten soll.

Keine Meldung von infizierten Spielern

Kritik wirft auch die Empfehlung auf, dass die Vereine im Falle eines infizierten Spielers keine automatische Meldung an die Medien herausgeben und dies nur intern kommunizieren sollen. Ganz abgesehen davon, können sich einige Clubs gar nicht an diese Regel halten. Der BVB zum Beispiel ist an der Börse notiert und hat eine Meldepflicht, wenn im Unternehmen etwas passiert, dass Einfluss auf den Aktienkurs haben könnte. Profifußballer, die mit dem Virus infiziert sind, müssten demnach gemeldet werden. Die Task Force erklärt diese Empfehlung damit, „dass Krankheitsverifizierung sowie die klare Dokumentation der vermutlichen Übertragungswege im Vordergrund stehen“. Die Bundesligavereine sollen darüber hinaus „frühzeitig für einen ausreichend großen Kader im Saisonfinale sorgen.“

Regelmäßige Tests um Coronavirus zu verhindern

Natürlich sieht der Plan der Task Force der DFL vor, es gar nicht erst zu Ansteckungen mit dem Virus kommen zu lassen. Dafür soll ein umfassender Hygiene-Maßnahmen-Plan sorgen. Das bedeutet, dass Trainer, Mannschaft und Mitglieder des Funktionsteams regelmäßig auf Corona getestet werden. Geplant ist, alle drei Tage diese Virus-Tests durchzuführen. Das bedeutet, dass bis zum Ende der Saison rund 20.000 Tests benötigt werden müssten, damit die Geisterspiele abgehalten werden könnten. Das ist eine große Anzahl an benötigten Tests.

Viele finden das nicht angemessen und Kritik wird laut, ob die ohnehin schon knappen Coronavirus-Tests für ein Luxusgut wie Fußball verwendet werden sollen. Karl Lauterbach, der bei der SPD Gesundheitsexperte ist, sagte: „Wir sind derzeit nicht mal in der Lage, jeden zu testen, bei dem es medizinisch sinnvoll sein könnte, geschweige denn jeden Verdachtsfall. Es ist deshalb falsch, zehntausende Tests für Geisterspiele zu verbrauchen, während in den Pflegeheimen und bei Lehrern noch nicht ausreichend getestet werden kann.“ Auch das von der Task Force so oft zitierte Robert Koch-Institut meldete sich zu Wort. Vizepräsident des Robert Koch-Instituts sprach sich auf umfangreiche Corona-Tests im Fußball aus und sagte: „Ich denke, man sollte die Tests dort anwenden, wo es medizinisch sinnvoll ist.“

DFL verteidigt seinen Maßnahmen-Plan

Die Antwort des Deutschen Fußball Bunds kam am Dienstagnachmittag. Sie wies die Vorwürfe zurück und sagte: „Das derzeit diskutierte Konzept der DFL erfordert weniger als 0,5 Prozent der aktuellen Testkapazität. Hinzu kommt: Die bestehenden Kapazitäten werden laut ALM nicht ausgeschöpft. Völlig klar ist aber auch: Sollte es durch künftige Entwicklungen – z.B. eine zweite Corona-Infektionswelle – tatsächlich Engpässe geben, wird die DFL die Versorgung der Bevölkerung selbstverständlich nicht beeinträchtigen.“ Die Geisterspiele seien außerdem die einzige Lösung, um die Vereine vor dem wirtschaftlichen Aus zu bewahren. Die DFL wird deshalb weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, um einen möglichen Re-Start zu ermöglichen und bis dahin positive Signale senden. „Das gibt den Ligen eine wichtige Perspektive“, sagte Christan Seifert.

Fans sehen Geisterspiele eher kritisch

Und wie sehen die Fans das alles? Sie sind gespalten. Einige würden sich über die Geisterspiele freuen, auch wenn sie im Stadion nicht anwesend sein können. Die Ultras sind allerdings dagegen. Letzte Woche hatten sich über 70 Ultra-Gruppen in einem Aufruf gegen Geisterspiele ausgesprochen, und zudem vom Fußball einen Kultur- und Wertewandel gefordert. „Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne.“ Weiterhin hieß es, dass der Fußball noch nie so sehr um die „Akzeptanz seines Geschäftsmodells in der Gesellschaft gerungen habe, wie in der aktuellen Situation.“

Die Fangruppen erklärten weiterhin, dass es schwierig sei zu verhindern, dass sich Fans vor dem Fußballstadion versammeln würden. Diese Gefahr sieht auch die Gewerkschaft der Polizei. Sie geht davon aus, dass sich trotz Kontaktverbot Anhänger vor den Stadien treffen werden, um die Heimmannschaft zu unterstützen. „Fußballspiele würden dann für die Polizei einen noch höheren Personalaufwand bedeuten.“ Das Wiederrum führe zu einer erhöhten Ansteckungsgefahr. Diese würde trotz aller Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen übrigens auch für die Spieler gelten. Denn den geforderten Mindestabstand und die Vermeidung von Zweikämpfen und Körperkontakt ließen sich in einem Spiel nicht mehr einhalten.