Handballerinnen verlieren gegen Frankreich

Die deutschen Handballerinnen haben bei der WM in Japan das erste Mal verloren. Gegen Weltmeister Frankreich war es aber eng.

Mia Zschocke Deutschland

Deutsche Handballerinnnen verloren knapp.

Die DHB-Auswahl der Frauen unterlag Welt- und Europameister Frankreich in einer spannenden und zugleich starken Partie. Am Ende gelang den französischen Handballerinnen gerade noch ein Sieg. Mit einem 25:27 mussten sich die Deutschen geschlagen geben. Sie hatten eigentlich nach ihren Siegen gegen Australien, Brasilien und zuletzt Dänemark schon als Gruppensieger festgestanden. Doch nach den gestrigen 60 Minuten intensiver Spielzeit ist alles wieder offen. Beste Werferin war die Thüringerin Emily Bölk. Sie erzielte neun Tore: „Wir haben gemerkt, dass wir gegen Dänemark ein schweres Spiel hatten. Das lag schwer in den Knochen und so war noch ein bisschen Müdigkeit drin. Der ganzen Mannschaft muss ich ein Riesenkompliment machen, sie hat wirklich bis zum Schluss gekämpft“, sagte Bundestrainer Groener im Anschluss.

Gute Leistung der DHB-Auswahl

Auch wenn es nach 14 Jahren immer noch zu keinem Sieg gegen Frankreich gekommen ist, so haben die deutschen Damen dennoch eine gute Leistung gezeigt. Emily Bölk wurde als „Spielerin des Spiels“ ausgezeichnet. Bundestrainer Groener versuchte, die Belastung im Team gering zu halten und wechselte viel aus. Zu Beginn ging dadurch der Spielfluss verloren. Dennoch blieb die DHB-Auswahl fast in der gesamten Partie stark und kurz vor der Pause lag sie nur zwei Tore zurück. Frankreich spielte in der ersten Hälfte mit einer offensiven Deckung und. Das machte der deutschen Kapitänin Kim Naidzinavicius in der Rückraummitte einige Probleme. Jungstar Bölk stürzte sich dagegen auf der linken Seite immer wieder in Duelle und überzeugte mit ihren vielen Treffern. Star-Torhüterin Dinah Eckerle, die zu den besten Spielerinnen im Turnier gehört, hielt bis zur Pause fünf Paraden.

Nach der Pause stellte Groener um. Alina Grijseels sollte rechts spielen und das sorgte im Spiel der deutschen Handballerinnen vorübergehend für die notwendige Tiefe. Grijseels erzielte schnell zwei von vier weiteren deutschen Toren. Doch die französische Torhüterin Amandine Leynaud wurde immer stärker und parierte mehrfach die Torversuche der DHB-Auswahl. Am Ende unterlagen die deutschen Handballerinnen deshalb knapp.

Bereits in der Hauptrunde angekommen

Im weiteren Verlauf des Turniers trifft die DHB-Auswahl am Freitag im letzten Gruppenspiel auf die Südkoreanerinnen. Deutschland steht bereits in der Hauptrunde. Doch mit einem Sieg würde das Team zwei Punkte mitnehmen. Vielleicht werden es sogar vier Hauptrundenpunkte, wenn im Spiel zwischen Frankreich und Dänemark die Däninnen gewinnen sollten. Das Ziel für die deutschen Handballerinnen ist die Olympiaqualifikation. Dafür müssen sie einen Platz unter den besten sieben Mannschaften ergattern.