DFB-Frauen haben neue Trainerin

Die DFB-Mannschaft der Frauen hat eine neue Bundestrainerin. Martina Voss-Tecklenburg startet im WM-Vorbereitungsspiel gegen Frankreich als Trainerin. Ein großer Moment, auf den sie lange hingearbeitet hat.

Martina Voss-Tecklenburg gibt ihr Debüt als neue Bundestrainerin. Copyright: xSocher/xEibner-Pressefotox EP_kso

Martina Voss-Tecklenburg darf ab sofort die Frauen-Fußballnationalmannschaft trainieren. Die 51-Jährige, die viele Jahre selbst aktive Spielerin war, gilt als Hoffnungsträgerin. Nun gibt sie 100 Tage vor dem Start der Frauen-Fußball-WM ihr Debüt. Am Donnerstag spielt die Nationalmannschaft gegen Frankreich. Für Voss-Tecklenburg wird dieses Spiel der Härtetest. Denn Frankreich ist ein schwieriger Gegner und wird im Sommer zudem der Gastgeber der WM sein. „Ich freue mich riesig mit einer gewissen Neugier und Anspannung“, sagte die neue Bundestrainerin.

Derzeit befindet sich das WM-Team in der Bretagne, wo es sich auf die Begegnung mit den „Les Bleues“ vorbereitet. Dort durfte die Nationalmannschaft schon WM-Luft schnuppern. Am 8. Juni findet in Rennes das erste WM-Gruppenspiel für die deutschen Fußballerinnen statt. Dann müssen sie gegen China antreten. Aber jetzt heißt es erst mal die Kräfte mit dem Turnierfavoriten Frankreich zu messen.

Fußballerinnen brauchen Mut

Ob die zweimaligen Weltmeisterinnen und Olympiasiegerinnen mit der neuen Chefin titelreif sind, wird sich erst in den nächsten Spielen herausstellen. Am 6. und 9. April tritt die Frauen-Nationalmannschaft gegen Schweden und Japan an. Dann zeigt sich, wie gut die Fußballerinnen mit den neuen Spielideen von Voss-Tecklenburg zurechtkommen. Auf jeden Fall wird es spannend sein, die Spielerinnen mit neuen Techniken und Stilen auf dem Fußballfeld zu sehen. Und die Bundestrainerin und ehemalige Nationalspielerin ist zuversichtlich: „Alles, was die Spielerinnen brauchen, ist Zuversicht und Mut. Und wenn sie das haben, dann spielen wir tollen Fußball.“ Die leidenschaftliche Trainerin ist seit November 2018 Coach der Nationalspielerinnen. Sie hat den Job von Interimstrainer Hrubesch übernommen.

Neue Schlüsselrollen im Team

Die Bundestrainerin will die WM-Atmosphäre, die bereits herrscht, nutzen, um ihre Mannschaft optimal auf die Weltmeisterschaft vorzubereiten. Als neue Spielführerin wurde die 27-jährige Alexandra Popp ernannt, welche die Nachfolgerin von Marozsan wird und ab sofort als Angreiferin im Team eine Schlüsselrolle einnimmt. Allerdings ist Popp derzeit angeschlagen, sodass sie im Spiel gegen Frankreich nicht dabei sein kann. Die 27-Jährige hat mit Muskelproblemen zu kämpfen. Es ist wahrscheinlich, dass Vizekapitänin Huth das Team im Feld anführen wird.

Eine erfreuliche Nachricht ist, dass eine Rekordnationalspielerin wieder mit an Bord ist. Und zwar wird Birgit Prinz als Sportpsychologin ihr Comeback feiern und das Betreuerteam verstärken. Die 41-Jährige freut sich über diese Aufgabe: „Ich freue mich, wieder in der Nationalmannschaft dabei sein zu dürfen. Sicher werde ich viele Bekannte wieder sehen und auch viele neue Gesichter kennenlernen. Ich werde meine Erfahrungen einbringen und sicher auch Neue dazugewinnen.“