FC Zürich trennt sich von Malouda

Der FC Zürich hat sich nach nur sechs Wochen von dem französischen Fußballprofi Malouda getrennt. Dieser wusste offenbar nichts vom Ende der Zusammenarbeit. Malouda arbeitete beim FC Zürich als Jugendtrainer und Stürmercoach.

Florent Malouda, ehemals Spieler vom FC Differdingen wurde vom FC Zürich gekündigt. 

Florent Malouda, französischer Ex-Nationalspieler fing vor eineinhalb Monaten an, beim FC Zürich als Jugendtrainer sowie als Stürmercoach zu arbeiten. Doch nach nur sechs Wochen beendete der Schweizer Verein seine Zusammenarbeit mit dem 38-Jährigen. Der französische Vizeweltmeister von 2006 war von der Nachricht überrascht und wusste von der Trennung offenbar nichts. Der FC Zürich verkündete heute seine Entscheidung in einer Mitteilung.

Der französische Ex-Stürmer kommentierte in einem Tweet des Vereins, wo die Trennung ebenfalls bekanntgegeben wurde „Wirklich, ich wusste das gar nicht..??“ Die Nachrichtenagentur Reuters reagierte sofort und sprach den Verein an. Dieser war zuerst zu keiner Stellungnahme bereit. Doch dann erklärte der Schweizer Club seine Entscheidung im Detail.

Zu wenig Zeit für den FC Zürich

Der Grund, weshalb Florent Malouda entlassen wurde, hat laut dem FC Zürich damit zu tun, dass der 38-Jährige neben seiner Tätigkeit bei dem Verein noch weitere Engagements unterhält. Diese führen dazu, dass der französische Ex-Nationalspieler zu wenig Zeit hat, um sich um das Jugendtraining sowie seine anderen Aufgaben zu kümmern. „Da Florent Malouda in verschiedenen Projekten involviert ist, hat sich gezeigt, dass er zeitlich die Aufgaben, die der FC Zürich für ihn vorgesehen hat, nicht erfüllen kann“, lautete das Statement der Vereinsführung. Welche Projekte der FC Zürich damit genau meint, gab er nicht an. Florent Malouda arbeitete zuvor als UEFA-Botschafter und behielt diese Tätigkeit bei, als er vom FC Zürich verpflichtet wurde. Der 27-fache Schweizer Meister hat die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Stürmer vom FC Chelsea Anfang Februar bekannt gegeben.

Im Einvernehmen getrennt?

Die Verpflichtung Maloudas fand dann am 1. März statt. Ziel war es, mit dem französischen Fußballstar den Trainerstab zu verstärken. Malouda sollte sich um neue Talente kümmern und das Stürmertraining unterstützen. Ebenso war er verpflichtet worden, um bei nationalen wie internationalen Projekten bestimmte Koordinationsaufgaben zu übernehmen. Anfang März äußerte Malouda, dass er sehr motiviert sei, für den FC Zürich zu arbeiten. Aber anscheinend schien der Franzose, der im letzten Jahr beim FC Differdange seine Spielerkarriere beendete, offenbar zu wenig Zeit gehabt zu haben.

Warum schien der Franzose überrascht von der Kündigung zu sein? Der Vereinspräsident Canepa erklärte, er habe seine Entscheidung Malouda in einer Sitzung mitgeteilt und dies auch noch einmal extra schriftlich bestätigt. Wer in diesem kleinen Streit auch immer den Ahnungslosen spielt, Maloudas Vertrag war leicht kündbarer, sodass die plötzliche Trennung keine Folgen für den FC Zürich haben wird.