Frauen-Kader für die WM 2019

Heute hat Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg den Kader für die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft bekannt gegeben. Er besteht aus 23 Spielerinnen sowie einem Quintett als Back-Up. Die 51-Jährige macht sich allerdings Sorgen um ihre Torhüterin Almuth Schult.

Der WM-Kader der Frauen steht. Angeführt wird er von Kapitänin Popp und ihrer Vertreterin Huth. Beide dürfen nach Frankreich zur Weltmeisterschaft reisen. Weitere 21 Spielerinnen sind ebenfalls mit dabei. Die komplette Auswahl wurde am Dienstagmorgen präsentiert. „Wir haben lange und ausführlich beraten und am Ende einen starken und ausgeglichenen Kader aufgestellt. Dieses Frauen-Team kann nicht nur hervorragend performen, es kann bei der WM auch etwas erreichen“.

Im Kader sind nämlich neun Olympia-Gewinnerinnen dabei. Zudem kommt mit 15 jungen Fußballerinnen frischer Wind in die Frauen-Mannschaft. Am 24. Mai wird sich die Auswahl von Voss-Tecklenburg in Grassau der Öffentlichkeit präsentieren. Wenige Tage später reist der Kader dann schon nach Frankreich.

Einige Überraschungen in der Kaderauswahl

Zum Kader gehört überraschenderweise auch Leonie Maier. Sie wird ab sofort an die Stelle von Felicitas Rauch treten. Die Münchnerin Maier hat bereits rund 70 Einsätze gehabt. Zwar bestritt sie für die Bundestrainerin bisher kein Länderspiel, doch an Erfahrung mangelt es Leonie Maier vom FC Bayern sicher nicht. Bei der Auswahl der Youngsters sieht es etwas anders aus. Voss-Tecklenburg nominierte die 19-jährige Giulia Gwinn, die derzeit beim SC Freiburg unter Vertrag steht und erst sieben Länderspiele gemeistert hat. Ihre 18-jährige Kollegin Klara Bühl ist noch unerfahrener. Das gleiche gilt für die erst 17-jährige Lena Sophie. Sie spielt derzeit beim SGS Essen. Aber Voss-Tecklenburg setzt nicht nur auf junge Spielerinnen. Im Kader ist natürlich auch Star-Fußballerin Lena Goeßling vertreten. Sie ist mit 33 Jahren die älteste Frau im Team. Die Bundestrainerin ist sich sicher, dass alle Fußballerinnen der Auswahl mit ihrem Teamgeist, Charakter sowie ihrer Flexibilität überzeugen.

Torhüterin Schult mit Problemen

Im Kader gibt es leider ein Sorgenkind. Die Stammtorhüterin Almuth Schult ist verletzt und hat mit starken Schulterproblemen zu kämpfen. Wie schwer die Verletzung ist, wird eine Untersuchung ergeben, die nächste Woche durchgeführt wird. Schult selbst ist zuversichtlich. Die 28-Jährige will die WM natürlich nicht verpassen. Die Bundestrainerin ist dagegen unsicher: „Ob Schult bei der Weltmeisterschaft spielen kann, wird sich zeigen. Wir sind da auf jeden Fall dran. Aber nur, wenn sie wirklich 100% fit sein sollte, darf sie mit nach Frankreich fahren“. Sollte Schult tatsächlich ausfallen, muss Merle Frohms sie vertreten. Die Freiburgerin ist eine gute Torhüterin, aber sehr unerfahren. Bisher bestritt sie erst vier Länderspiele. Für die Bundestrainerin ist das aber anscheinend kein Problem. Sie vertraut der Ersatz-Torhüterin.

Was ist mit den Back-up Spielerinnen?

Die Bundestrainerin hat fünf Fußballerinnen als Back-up nominiert. Sollte eine Spielerin aus dem Stammkader ausfallen, darf eine der fünf Fußballerinnen aus der Warteliste nachrücken. Genehm dem Fall, das Schult wegen ihrer Verletzung nicht mitfahren kann, rückt Lisa Schmitz aus dem Back-Up in den Kader nach. Sie gehört zum Tross des Deutschen Fußballbundes und nimmt am finalen Lehrgang und der Generalprobe gegen Chile teil. Die Begegnung findet am 30. Mai in Regensburg statt. Für den Fall der Fälle sind zudem Lena Lattwein, Kristin Demann, Felicitas Rauch und Pauline Bremer einsatzbereit. Mit diesem Back-up Plan kann die Bundestrainerin bis kurz vor dem ersten WM-Spiel nochmal wechseln, wenn eine Spielerin ausfallen sollte.