Wir sagen auch #yeah! Super Geburtstagsaktion bei Interwetten *** betway logo Sichere dir bis zu 150€ Bonus *** Offiziell: Labbadia und Preetz in Berlin entlassen *** Skybet Logo Skybet: 10 Euro Gratiswette für Neukunden *** Bet3000 Logo 150€ Willkommensbonus & 20€ Gratiswette *** Wett-Tipps: Leverkusen vs. Dortmund ***

3 Jahre Gefängnis für Boxer Felix Sturm

Der deutsche Boxer Felix Sturm wurde heute zu drei Jahren Haft verurteilt. Ihm werden unter anderem Steuerhinterziehung, Körperverletzung und Dopingbetrug vorgeworfen.

Felix Sturm heute im Gerichtssaal des Kölner Landgerichts.

Der fünffache Boxweltmeister Felix Sturm stand heute vor Gericht und wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der 41-Jährige muss aufgrund mehrerer Delikte hinter Gitter. Vor allem aber verurteilte ihn das Landgericht Köln wegen Steuerhinterziehung, versuchter Steuerhinterziehung und dem Verstoß gegen das Anti-Doping-Gesetz. Auch Körperverletzung ist mit im Spiel.

Sturm hatte laut dem Richter einen Steuerschaden von rund einer Million Euro verursacht. Die Summe ist aber vermutlich höher, als vor Gericht bewiesen werden konnte. Der Mittelgewichtboxer hielt diese enormen Einnahmen in den Jahren 2008 bis 2010 dem Finanzamt vor. Sturms Rechtsanwalt forderte eine maximale Strafe von zwei Jahren auf Bewährung. Der Richter Marc Hoffmann, der fand, dass Sturm gut kooperiert hatte und zum Teil geständig gewesen war, sagte: „Wir haben uns am Ende gefragt, ob das für eine Bewährungsstrafe ausreicht, aber wir kamen zu einer klaren Antwort: Nein.“ Denn Sturm war bereits mehrfach vorbestraft.

Anti Doping Agentur begrüßt Urteil

Die Nationale Anti Doping Agentur bezeichnete das Urteil als gerecht. „Die Entscheidung des Landgerichts Köln, Felix Sturm auch wegen eines Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz und wegen Körperverletzung zu sanktionieren, ist sehr bemerkenswert.“ Weiterhin erklärte die Doping Agentur, sei dieses Urteil „ein wichtiger Meilenstein für das Anti-Doping-Gesetz und kann richtungsweisend auch für zukünftige Strafverfahren sein.“

Felix Sturm wurde wegen des Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz verurteilt, weil er 2016 während des Weltmeisterschaftskampfes gegen den russischen Boxer Fjodor Tschudinow mit Stanozolol gedopt hatte. Die Anklage zur vorsätzlichen Körperverletzung geht mit diesem Verstoß einher, da der Kampf durch das Doping regelwidrig geführt wurde.

Jetzt weiter zu Betway >>

Festnahme erfolgte 2019

Im April 2019 wurde Felix Sturm auf der Fitness-Messe Fibo festgenommen. Nach rund acht Monaten in der Untersuchungshaft durfte er gegen eine Kaution von 300.000 Euro zu Weihnachten aus dem Gefängnis. Der Boxweltmeister argumentierte, dass er boxen müsse, was zu seiner Entlassung auf Kaution geführt hatte. Es handelte sich um den für Sturm lukrativen Kampf gegen den ehemaligen Boxchampion Arthur Abraham. Dieser Boxkampf fand aber nicht statt. Somit konnte Sturm seine Steuerschulden nicht begleichen.

Doping-Vorwürfe bis zuletzt verneint

Sturm gab die Steuerhinterziehung zu, wies aber die Doping-Vorwürfe gegen ihn bis zum Schluss zurück. Als Ausrede erklärte er: „Das kann ich mit bestem Wissen und Gewissen sagen, dass ich das nicht gemacht habe. Ich habe vor dem Kampf 2016 besonders viel Fleisch gegessen, dass möglicherweise verunreinigt gewesen war.“ Die beim damals 36-Jährigen festgestellte Menge an Stanozolol sei „nur in extrem geringer Menge“ in seinem Körper gefunden worden. Allerdings wird das Mittel nicht als Mastmittel in der Tierhaltung verwendet. Das Landgericht Köln wies deshalb seine Aussage zurück. Eine „Fremdeinwirkungshypothese“ sei auszuschließen, so das Gericht.

Imageverlust für den fünffachen Boxweltmeister

Felix Sturm wurde 1979 in Leverkusen unter dem Namen Adnan Catic geboren. Im Jahr 1995 und 1996 wurde er Deutscher Juniorenmeister und 1998 sowie 1999 Deutscher Meister. Gleichzeitig holte er in der Kategorie Halbschwergewicht im Jahr 1997 die Goldmedaille bei den Junioren-Europameisterschaften. Drei Jahre später wurde er Europameister bei den WBO Profis. 2001 gab Sturm sein Debüt als Profi und gewann 15 Kämpfe hintereinander. Im Anschluss wurde er fünfmal Weltmeister, davon viermal im Mittelgewicht und einmal im Supermittelgewicht. Er holte sich Titel der WBO, WBA und IBF. Im Jahr 2009 machte sich Felix Sturm selbstständig und eröffnete den Boxstall Sturm Box-Promotion in Köln. Er ist mit seiner langjährigen Freundin verheiratet, mit der er eine Tochter und einen Sohn hat.

Ob der 40-Jährige nach diesem Urteil auf die internationale Box-Bühne zurückkehren kann, ist eher unwahrscheinlich. Richter Marc Hoffmann glaubt aber noch an eine sportliche Zukunft: „Seine Zukunft ist durch dieses Urteil wesentlich erschwert, aber nicht unmöglich.“ Auch sprach der Richter über eine realistische Möglichkeit des offenen Vollzugs.