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Handball-Bundesliga: Mehrheit ist für Abbruch

Die deutschen Handball-Vereine beraten morgen, was mit der aktuellen Bundesliga geschehen soll. Die meisten Clubs sind für einen Abbruch der laufenden Saison.

Jubel beim THW Kiel, sie könnten jetzt Meister werden. (Archivbild)

Handball-Meister Flensburg Handewitt ist dafür, dass die aktuelle Bundesliga-Saison abgebrochen wird, auch wenn das bedeutet, dass der Titel nicht verteidigt werden kann. Der Verein würde den Meistertitel dann an den Rivalen THW Kiel abgeben müssen. Die Flensburger liegen derzeit in der Tabelle auf dem zweiten Platz hinter Kiel. Das Handball Schwergewicht will aber zugunsten der Krise auf einen sportlichen Kampf um den Meistertitel verzichten.

Geschäftsführer Dierk Schmäschke sagte: „Wir machen keinen Aufstand und werden nicht großartig lamentieren oder etwas infrage stellen. Hier geht es um die Existenz der Vereine, um den Handball schlechthin. Wir müssen einheitlich solidarisch auftreten und unsere Strukturen bewahren.“ Weiterhin erklärte Schmäschke, dass ein krampfhaftes Festhalten an der Saison keinen Sinn mache: „Man kann sich doch an fünf Fingern abzählen, dass es keinen Sinn macht, die Saison noch regulär zu beenden. Eine Fortsetzung halte ich nicht für möglich, andere Gedankenspiele sind in der aktuellen Situation nicht umsetzbar.“ Auch andere Clubs haben sich dieser Meinung angeschlossen.

Am Dienstag gibt es Videokonferenz

Am morgigen Dienstag werden die Handball-Bundesligaclubs entscheiden, was mit der aktuellen Bundesligasaison geschehen soll. Die meisten Vereine sehen es exakt so wie Meister Flensburg. Bereits 36 Erst- und Zweitligisten haben sich klar für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. Es spricht also viel dafür, dass dieses Szenario eintritt. Die Funktionäre werden sich wohl in der morgigen Videokonferenz Schmäschke anschließen. Geschäftsführer Karsten Günther vom Bundesligst Leipzig sagte: „Beim besten Willen kann ich mir keine Wiederaufnahme der Saison vorstellen.“

Für eine endgültige Entscheidung wird eine Dreiviertelmehrheit benötigt. Diese wird aber allem Anschein nach vorhanden sein. Selbst der Präsident der Handball-Bundesliga Uwe Schwenker sagte: „Irgendwie die Saison noch zu Ende spielen zu wollen, das macht doch keinen Sinn. Ich bin immer offen, wenn Ideen kreativ und lösungsorientiert sind. Aber sie müssen umsetzbar sein. Und das lassen die Bedingungen während der Coronakrise nicht zu. Die meisten haben die Saison abgehakt.“

Wertung per Quotientenregelung

Wenn die Handball-Bundesliga Saison abgebrochen wird, welche Pläne gibt es dann? Der DHB hat bereits ein Konzept entwickelt, wie die Spielzeit bewertet werden könnte. Mit einer sogenannten Quotientenregelung. Und zwar werden die erzielten Tabellen-Punkte durch die Anzahl der bereits gespielten Bundesligaspiele dividiert und im Anschluss mit 100 multipliziert. Für DHB-Präsident Schwenker wäre dies ein gerechtes Instrument, um eine abschließende Wertung zu ermitteln. „Wir haben uns abgesichert und ein Gutachten von einem renommierten Sportrechtler erstellen lassen.“ Kommt die Quotientenregelung zum Zug, wäre der Tabellenerste Kiel deutscher Meister, und Flensburg würde die Saison als Zweiter beenden.

Niemand wird absteigen

Erfreulich ist, dass im Falle eines Saisonabbruchs niemand absteigen muss. Handballvereine, die am unteren Tabellenende stehen, werden dort bleiben. Die Aufsteiger der zweiten Bundesliga dürfen in die erste Liga eintreten. Laut Schwenker werde in der kommenden Spielzeit dann mit 20 anstatt mit 18 Teams gestartet. Andere Lösungen gibt es nicht. Denn Ideen zu einem mehrtägigen Turnier hat der Handballverband bereits verworfen. „Das ist alles nicht praktikabel“, so der DHB-Präsident weiter. Ebenso sind Geisterspiele für ihn keine Option, da die Clubs auf die Zuschauer und Einnahmen angewiesen sind.

Handball-Bundesliga in der Zukunft

Das Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August macht es der Handball Bundesliga schwer. Denn so kann der DHB nicht planen, wann die neue Saison starten soll. Schwenker erklärte: „Es hängt davon ab, wann und unter welchen Bedingungen wir wieder in den Spielbetrieb eintreten können. Das ist schwer vorherzusehen. Dass das für den gesamten Handball absolut existenzgefährdend ist, das ist keine Frage.“ Dennoch, die Vereine sind zuversichtlich und optimistisch. Sie versuchen, das Positive zu sehen. Flensburg Handewitt Geschäftsführer Schmäschke sagte: „Wir sind superstolz auf unsere Serie und wären als Zweiter erneut direkt für die Champions League qualifiziert. Das ist ein Riesenerfolg. Darüber freuen wird uns.“ Eine tolle Einstellung. Die Fußballvereine könnten sich davon eine Scheibe abschneiden.