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Handball Frauen: BVB fühlt sich betrogen

Die Borussia Dortmund Handball-Frauenmannschaft war bis gestern Tabellenführer in der Bundesliga. Nun aber wurde die Saison abgebrochen und die Mannschaft um den Titel gebracht. Das sorgt beim BVB für Wut.

Torhueterin Dinah Eckerle Deutschland

Frauen Handballbundesliga abgesagt und kein Meister. (Archivfoto)

Anders als bei der Männer Bundesliga wurde bei den Frauen kein Meister ausgewählt, sondern die Saison nur abgebrochen. Die BVB-Spielerinnen, die in der Bundesligatabelle auf dem ersten Platz lagen, wurden damit um den Titel gebracht. Borussia Dortmund fühlt sich nun betrogen.

Verständlich, hat die Entscheidung der HBF ja nur die Männer-Bundesliga fair behandelt. Der Präsident Reinhard Rauball vom BVB kritisierte den Handballverband am Mittwoch: „Ich habe kein Verständnis dafür. Der Sport wird mit Füßen getreten.“ Seine BVB-Handballerinnen hatten nach 17 Siegen in 18 Spielen die Tabelle angeführt. Bei der Männer-Bundesliga wurde am Dienstag dem Tabellenführer THW Kiel der Titel zugesprochen. „Bei den Männern wird der Spitzenreiter zum Meister aufgerufen, bei den Frauen aber nicht. Das hat Anzeichen einer Diskriminierung, denn es gibt keine sportlichen Argumente für diese Entscheidung.“

Diskriminierung der Frauen-Bundesliga

„Ich bin fast vom Stuhl gefallen. Das ist peinlich für den Sport und eine Diskriminierung“, sagte BVB-Abteilungsleiter Andreas Heiermann der Presse gegenüber. Für ihn sei die gestrige Entscheidung „sportpolitisch ein Witz“ gewesen. Die HBF begründete mittlerweile ihre Entscheidung und erklärte, dass bei den Handball-Damen noch ein Drittel der Saison zu spielen gewesen wäre. Außerdem habe noch das Meister-Duell zwischen Dortmund und dem einen Punkt dahinterliegenden Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim gefehlt. Allerdings lässt der HBF aus, dass das bereits stattgefundene Hinspiel vom BVB deutlich gewonnen wurde und sich die BVB-Handballerinen im DHB-Pokal klar gegen die Mannschaft von Bietigheim durchgesetzt hatten. Als Trostpflaster erhält der Tabellenführer Dortmund immerhin ein Ticket für die kommende Champions-League Spielzeit. Die dahinter liegenden Damen-Teams, unter anderem Bietigheim und TuS Metzingen haben sich für die European Handball League qualifiziert.

Auch BVB-Spielerinnen zeigen sich enttäuscht

Die Enttäuschung der BVB-Frauenmannschaft war groß. Alina Grijseels, die BVB-Kapitänin ist, sagte: „Natürlich ist die Enttäuschung da, wenn man so eine Saison spielt und dafür nicht belohnt wird. Wenn es dann aber bei den Männern anders gehandhabt wird, dann sorgt das schon für Unverständnis.“ Allerdings wollte die Kapitänin anders als ihr Boss nicht von Diskriminierung sprechen: „Diskriminierung ist ein großes Wort. Ich bin da etwas vorsichtig damit. Ich würde es eher Ungleichbehandlung nennen. Aber ja, komplett nachvollziehen kann ich diese Ungleichbehandlung nicht.“ Dass die Saison der Männer weiter vorangeschritten war, streitet Grijseels nicht ab, auch wenn sie bei ihrem Standpunkt bleibt: „Vielleicht wäre es ein bisschen unfair, einfach davon auszugehen, dass wir gegen alle anderen Teams gewonnen hätten. Aber bei den Männern ist das ja im Grunde nicht anders.“

Die Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) und die Handball-Bundesliga der Männer (HBL) funktionieren getrennt voneinander. Das bedeutet, die Verantwortlichen sind nicht dieselben Personen. Die HBF konnte sich deshalb gegen eine Vergabe des Meistertitels aussprechen, auch wenn die Auf- und Abstiegsregelungen und die Quotientenregelung gleich sind.

Kein Feiern der Meisterschaft

Während der THW Kiel seinen Meisterschaftstitel per Videokonferenz gebührend feiert, bleibt dem Damen-Handballteam vom BVB nur die Hoffnung auf ein nachgeholtes Pokal-Final Four. Dafür war die Mannschaft schon qualifiziert. Die Champions-League Qualifikation erfreut natürlich auch: „Der Champions League Startplatz ist immerhin eine Anerkennung der Leistung, die wir bisher gebracht haben und natürlich weiß man nicht, wie sich diese Pandemie noch entwickelt, aber ich hoffe, dass das Pokal-Final Four nachgeholt werden kann“, so Kapitänin Grijseels. Bis dahin trainieren die Damen im Homeoffice.