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Hausverbot von Bayern Fan in der Kritik

Das Hausverbot, dass der FC Bayern München gegen ein Fangruppen Mitglied der Munich’s Red Pride aussprach, stößt auf Kritik. Anstatt den Dialog zu suchen, wird damit nur noch mehr Problematik heraufbeschworen.

Bayernfans üben schon länger deutliche Kritik über die Vereinsführung aus.

Der Konflikt, der zwischen dem FC Bayern und bestimmten Fangruppen herrscht, geht in die nächste Runde. Beginn des Konflikts waren rassistische und diskriminierende Äußerungen über Hoffenheims Chef Dietmar Hoss. Er ist bei vielen Bundesliga Fangruppen zum Hassobjekt mutiert. Besonders heftig wurde der 79-Jährige Milliardär von Bayern-Fans angefeindet, da er Traditionsvereine untergrabe und mit viel Geld Fußballer einkauft habe, die den TSG Hoffheim in die erste Bundesliga brachten. Unter anderem werden die Fans ihm vor, die 50+1 Regel nicht eingehalten zu haben. Sie regelt den Einfluss von Geldgebern im Fußball. Als die Anfeindungen immer heftiger wurden und Bayern München Fans mit „Hurensohn“-Bannern ins Stadion kamen, verschärfte der Rekordmeister die Maßnahmen gegen die Fans. Einer der kritischen Fans, der allerdings mit diesen Vorfällen nichts zu tun hatte, wurde nun mit einem Hausverbot versehen.

Fans finden Hausverbot zu heftig

Der Sprecher des Dachverbandes der Bayern München Fans, Club Nr. 12, hält das Hausverbot, welches letzte Woche bekannt wurde, für übertrieben. Seiner Meinung nach habe der Verein damit „deutlich über das Ziel hinausgeschossen“. Zuvor hatte Vorstandschef Karl-Heinz-Rummenigge die Ultras für ihre Aktionen verurteilt. Man habe den Fans zu viel erlaubt und jetzt müsse ein Umdenken stattfinden, so seine Worte. Im Anschluss gründete Rummenigge eine interne Vereinskommission, die sich mit den Anfeindungen und Vorkommnissen, die in Hoffenheim wie auch im Heimstadion erfolgten, beschäftigen soll.

Jetzt wurde willkürlich einer der Fans aus der Gruppe „Munich’s Red Pride“ bestraft, der laut des Dachverbands zudem ein „vergleichsweise harmloses Banner“ ins Stadion brachte. Auf diesem sei unter anderem zu lesen gewesen sein „Bayern-Amateure gegen Montagsspiele“. Der Fan wurde in einem Schreiben vom Bayern München, das am 11. März 2020 abgeschickt wurde – zehn Tage nach den Vorfällen – mit einem Hausverbot für sämtliche Anlagen, dem Nachwuchsleistungszentrum und den Vereinsgebäude bestraft. Dieses Hausverbot ist unbefristet und radikal und gilt für alle Spiele, auch der Amateurmannschaft.

Hintergrund des Hausverbots

Ob das Vorgehen des Rekordmeisters richtig war oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist, dass der Betroffene des Hausverbots in der Vergangenheit mehrfach mit kritischen Äußerungen zur Politik des Vereins und Sponsor Katar aufgefallen ist. Auf einer Podiumsdiskussion, die im Januar in München stattfand, hielt der betroffene Fan einen Eröffnungsvortrag zu den Menschenrechten. Im November vergangenen Jahres lehnte Bayern München es bereits ab, in der Vereinssatzung ein Bekenntnis zu den Menschenrechten hinzufügen.

Die aktiven Fans des Clubs sehen einen Zusammenhang zwischen der Kritik und dem Hausverbot: „Meiner Meinung nach ist die Begründung fadenscheinig. Ohne die Katar-Kritik oder andere Banner hätte es diese Strafe nicht gegeben. Die Botschaft ist klar: Der Verein möchte kritische Stimmen mundtot machen“, so der Sprecher des Club Nr. 12. Zudem würden sich die Munich’s Red Pride Fans zwar regelmäßig kritisch äußern, aber das in der Regel im Rahmen des Erlaubten.

Rechtsanwalt sieht Hausverbot als nichtig an

Dass ein zwar kritisches, aber harmloses Banner den Ausschlag gab, ausgerechnet diesen Fan mit einem Hausverbot zu belegen, kann sich Dr. Andreas Hüttl, der Rechtsanwalt des beschuldigten Fans ist, nicht erklären. Er sieht keine rechtliche Grundlage für das Hausverbot und gab dem Verein zudem eine zweiwöchige Frist, um das Verbot wieder aufzuheben. Hinzukommt, so Hüttl, dass sein Mandant für etwas bestraft werden würde, das dieser nach eigener Angabe nicht getan habe. Fragwürdig sei darüber hinaus, wie der Rekordmeister an die Daten des Fans kam.

Schade, dass die Chefs des FC Bayern schweigen. Auch sonst will sich beim Münchener Traditionsverein niemand zu den Vorfällen äußern. Das bietet Raum für Spekulationen und macht einen schlechten. Gesamteindruck. Einen passenden Umgang mit der Fanszene hat Bayern München bisher nicht gefunden. Und statt den Dialog zu suchen, wird sich noch mehr distanziert.