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Homophobie im französischen Fußball im Fokus

In Frankreich sind in den letzten Wochen Fußballspiele abgebrochen worden, weil die Fans homophobe Gesänge von sich gaben. Verbandspräsident Noël Le Graët kritisiert die Spielunterbrechungen.

Toulouse vs Nice - Ligue 1 Conforama

Französische Fans singen homophobische Parolen.

Der 77-jährige Verbandschef des französischen Fußballs Noël Le Graët ist wütend. Aber nicht auf die Fans, sondern darauf, dass es in den Stadien zu Spielabbrüchen kam. Im französischen Fernsehen sagte er: „Wir garantieren, dass es keine Banner mehr in den Stadien geben wird. Aber die Spiele unterbrechen, das kommt nicht in Frage, nein.“ Weiterhin erklärte der Verbandschef, dass er gegen Homophobie sei, aber Fußballspiele lediglich wegen Sicherheitsbedenken oder bei rassistischen Vorfällen unterbrochen werden dürften. Am Dienstagabend reagierte Staatspräsident Emmanuel Macron. Er erklärte dem Sender Franceinfo, dass „Hassreden, egal ob sie homophob oder rassistisch sind, aufhören müssen.“ Auch der Weltverband FIFA teilt diese Meinung und verlangt Maßnahmen vom Verband FFF.

FIFA fordert zu Spielunterbrechungen auf

In der ersten und zweiten Liga der französischen Spielklassen kam es in der aktuellen Saison bereits zu mehreren Spielunterbrechungen, weil von Fans homophobe Banner aufgestellt und homophobe Gesänge in den Stadien durchgeführt wurden. Das letzte Mal kam das beim Spiel zwischen OGC Nizza und Olympique Marseille vor. Der Schiedsrichter unterbrach für zwölf Minuten das Match. Zuvor kam es im Zweitligaspiel AS Nancy gegen FC Le Mans ebenfalls zu homophoben Gesängen. Auch hier wurde das Spiel unterbrochen. Der Weltverband FIFA rät den französischen Schiedsrichter zu diesem Verhalten und fordert sie zu Spielunterbrechungen auf, sobald es zu homophobem Verhalten der Fans kommt.

Verrücktheit gegen England

Trainer André Villas-Boas von Olympique Marseille sagte der Presse gegenüber, dass der Schiedsrichter die richtige Entscheidung getroffen hätte. Weiterhin forderte der Coach die Liga und den Verband auf, dieses Problem zu lösen und mit entsprechenden Sanktionen zu reagieren. Profispieler Wylan Cyprien von OGC Nizza erklärte dagegen: „Welche solcher Dummköpfe kann man nicht alle Spiele jedes Mal unterbrechen, sonst können wir nie spielen.“ Rouge Direct, eine Organisation die gegen Homophobie im Sport und vor allem im Fußball kämpft, forderte den Verbandpräsidenten Le Graët in den sozialen Medien dazu auf, zurückzutreten. Sprecher der Organisation Julien Pontes verlangte auch von der Politik eine „sehr entschlossene Reaktion“. Besonders Macron und Sportministerin Roxana Maracineanu sollten etwas unternehmen. Diese erinnerte den Verbandschef bereits an seine Aufgabe, gegen alle Formen der Diskriminierung anzukämpfen. Und sie äußerte sich auch in de Medien zu den Vorfällen: „Es ist nicht akzeptabel, solche homophobischen Beleidigungen zu hören. Das gilt besonders für Fußball, der ein Aushängeschild ist.“ Die Präsidentin der Profiliga, Nathalie Boy de la Tour, gab ebenfalls ein Statement ab: „Es gibt Dinge, die wir nicht tolerieren, diese Sachen sind aus gesellschaftlicher Sicht absolut nicht mehr tolerabel“.