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Im Tennis wird weiter pausiert

Der Tennisbetrieb ruht in Deutschland offiziell bis Juli. Aber ob es danach weitergeht, ist zweifelhaft bis unrealistisch. Selbst die Tennis-Bundesliga wurde jetzt eingestellt.

Julia Goerges und andere Profis trainieren in der TennisBase in Oberhaching (Archivfoto).

Die German Open dürfen in der Tennisgeschichte nicht fehlen. Bei diesem WTA Turnier in Berlin versammelten sich stets die besten Tennisspieler-/innen der Welt. Im Jahr 2008 musste das prestigeträchtige Turnier die Lizenz zurückgeben. Jetzt im Jahr 2020 hätte das Comeback stattgefunden. Das WTA-Turnier sollte vom 15. bis zum 21. Juni ausgetragen werden. Doch die Tennispause gilt in Deutschland offiziell bis zum 13. Juli. Damit fallen die German Open ins Wasser. Die Veranstalter planen zwar, den Wettkampf zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr nachzuholen, aber zuversichtlich, dass das klappt, sind sie nicht.

Die ehemalige Tennisspielerin und „Head of Women´s Tennis“ des Deutschen Tennisbunds, Barbara Rittner, erklärt: „Ich persönlich glaube, dass es schwer werden wird, in diesem Jahr noch zu spielen. Tennis ist ein globaler Sport mit vielen internationalen Reisen.“ Aufgrund der Reisebeschränkungen ist das ein großes Problem für die Ausrichtung des Turniers. Abgesehen davon würde es dann zu einer Wettbewerbsverzerrung gehen, da nicht alle Spielerinnen die Möglichkeit hätten, teilzunehmen. Eine Veranstaltung ohne Zuschauer hält Rittner ebenfalls für nicht möglich. „Tennis lebt von Zuschauern. Die Einnahmen durch Tickets liegen im Tennis bei 30 bis 40 Prozent.“

Turnierverschiebungen könnten weitere Probleme bereiten

Bis Mitte Juli fallen insgesamt 21 WTA-Tour Turniere aus. Besonders die kleineren Wettkämpfe werden Probleme bekommen. Besonders dann, wenn die Organisation schon weit fortgeschritten ist. Unter anderem müssen die Tennis-Organisatoren Tickets erstatten. Zudem drohen Sponsorengelder wegzubrechen. Für die German Open gilt das nicht, denn der Veranstalter hat einen Hauptsponsor, der mit einer Verschiebung kein Problem hätte. Theoretisch könnte das Rasenturnier bis Anfang September gespielt werden. Sollte dennoch im Herbst gespielt werden, dürften die Spielerinnen und Spieler dennoch die Leidtragenden sein. Denn wenn fast alle Turniere in die zweite Hälfte des Jahres und sogar bis Mitte Dezember verschoben werden, haben die Profis nur eine extrem kurze Pause bis zur nächsten Saison. Dann drohen Verletzungen und Überlastungen bei den Spielern. Wahrscheinlicher ist aber ein kompletter Neustart in 2021. Und zwar nicht nur für die German Open, sondern für alle noch ausstehenden Tennis-Wettkämpfe.

Bundesliga abgesagt: Tennisspieler trainieren weiter

Neben den Turnierabsagen wurde heute in Deutschland die Tennis-Bundesliga gecancelt. Die deutschen Tennisprofis haben allerdings eine Ausnahmegenehmigung erhalten, um weiter trainieren zu dürfen. Die Tennisbase in Oberhaching wurde von dem Kreisverwaltungsreferat als Betriebsgelände genehmigt. Dort dürfen die Spieler ihre Aufschläge üben. Für die deutschen Tennisprofis ist die Absage der Bundesliga hart, denn dadurch fallen ihnen alle Einnahmen weg. Da Tennis ein Einzelsport ist, profitieren diese nicht wie die Fußballer von einem monatlichen Gehalt. Dennoch Profis wie Vereine akzeptieren die Absage und viele begrüßen sie sogar.

Der Vorteil beim Tennissport ist, dass Social Distancing beim Training kein Problem ist. Die Spieler stehen immerhin weit auseinander. Und der Trainer steht sowieso am Rand des Tennisplatzes. Der deutsche Tennisprofi Philipp Kohlschreiber freut sich, dass er in der Oberhachinger Tennisbase trainieren kann. Nach einem Monat Quarantäne ist der Augsburger also wieder zurück auf dem Platz. Zuvor, so Kohlschreiber, habe er Holz gehackt, Fenster geputzt und ist mit dem Traktor rumgefahren. Trotz Training, die Rückkehr ins Turniergeschehen oder die Bundesliga steht in den Sternen. Wenn man sich die aktuellen Bilder aus Amerika ansieht, ist es nicht vorstellbar, dass dort im August die US Open stattfinden werden.

Tennisspieler fordern Unterstützung

Viele Tennisspieler fordern in diesen Tagen finanzielle Unterstützung. Denn die Profis sind derzeit arbeitslos. Geld verdienen sie nur, wenn sie spielen. Davon abgesehen gehören sie auch nicht zu den Großverdienern im Sport. Zuletzt wies der Coach von Serena Williams, Patrick Mouratoglou auf diese Problematik hin. Der Franzose und auch Serena Williams haben zwar finanziell ausgesorgt, doch das kommt nur bei wenigen TOP-Tennisprofis vor.

Spieler, die in der Weltrangliste etwas weiter hinten sind und zum Beispiel einen dreistelligen Rang belegen, können ihren Lebensunterhalt derzeit kaum bestreiten. Peter Torebko, der deutscher Tennisprofi ist, sagte: „Die Spieler der Top 100 machen viel Geld, aber für alle dahinter wird’s richtig haarig.“ Torebko belegt in der Weltrangliste einen der hinteren Plätze. Er verdient sein Geld durch Spiele in der Tennis-Bundesliga. Diese Einnahmen sind bis auf weiteres eingestellt. Tennisspielerin Sofia Shapatava aus Georgien hat vor ein paar Tagen im Internet eine Petition gestartet, um für Unterstützung von Tennisprofis zu werben. Mittlerweile haben sich mehrere tausend Profis dieser Petition angeschlossen.