IOC mit vier neuen Sportarten für Olympia

Bei einer Exklusivsitzung in Lausanne hat das IOC beschlossen, vier neue Sportarten bei den Sommerspielen 2024 zuzulassen. Darunter auch Breakdance. Die Entscheidung ist vorerst provisorisch. Zudem äußerte sich der Präsident des IOC, Thomas Bach, zum Doping-Skandal.

IOC Präsident Thomas Bach präsentiert neue olympische Sportarten.

Das Internationale Olympische Komitee hat beschlossen: Breakdance, Skateboarding, Sportklettern und Surfen sollen ins Olympiaprogramm aufgenommen werden. Die Sportarten werden bereits im nächsten Jahr olympisch sein, allerdings ist das vorerst provisorisch. Das verkündete das Exekutivkomitee heute. Die Aufnahme neuer Sportdisziplinen wird im Anschluss der IOC-Session im Juni in Lausanne vorgeschlagen. Sie entscheidet, ob die Sportarten olympisch sind. Allerding ist das auch dann noch nicht endgültig. Erst Ende 2020 wird das IOC über die permanente Integration der Sportdisziplinen entscheiden. Sie werden im Anschluss ins Paris-Programm aufgenommen. Bis dahin will das Sportkomitee die Olympiatauglichkeit von Surfen, Skateboarding, Breakdance und Sportklettern überprüfen und beobachten, wie sich diese präsentieren und wie das Schiedsrichterwesen aussieht.

Zwei Sportarten gestrichen

Im Jahr 2024 werden zwei Sportarten, die noch in Japan ein letztes Mal Olympialuft schnuppern dürfen, nicht mehr dabei sein. Das sind Karate und Softball. Diese waren ebenfalls nur vorübergehend olympisch. Denn seit dem Jahr 2014 hat jedes Gastgeberland die Möglichkeit, zwei Sportdisziplinen temporär bei den Olympischen Spielen zu integrieren.

Blutdoping wird besprochen

Bei der Exklusivsitzung des IOC wurde natürlich auch über den Blutdoping-Skandal gesprochen. Der Präsident Thomas Bach forderte harte Bestrafungen für die Hintermänner und Sportler, die das Eigenblutdoping nutzten. „Ich hoffe, dass alles schnellstmöglich aufgeklärt wird und die Fakten auf den Tisch kommen“, sagte der Chef am Mittwoch in Lausanne. „Es ist wichtig, dass die Justiz endlich ein Exempel statuiert und hart bestraft, damit es mal einen richtigen Abschreckungseffekt gibt.“

In dem Skandal, der während der Nordischen Ski-WM aufflog, gab es bereits viele Festnahmen. Unter anderem wurde ein Sportarzt aus Erfurt festgenommen, der als Drahtzieher des Netzwerks gilt und bei dem ein Labor sowie über 40 Blutbeutel gefunden wurden. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 21 Athleten, die in den Doping-Skandal verwickelt sind.

Neue IOC Arbeitsgruppe

Um die Austragung der Olympischen Spiele besser zu gestalten, gründete das Internationale Olympische Komitee eine neue Arbeitsgruppe. Diese soll innovative Vorschläge bringen und die bisherigen Veränderungen überprüfen, auswerten und gegebenenfalls verbessern. Präsident Bach sagte in diesem Zusammenhang: „Wir wollen die Olympischen Spiele effektiver machen und kommunikativer gestalten“. Das bedeutet, dass das IOC verstärkt auf mögliche Gastgeber zugeht, wenn dort eine Austragung der Olympischen Spiele möglich wäre und ihnen vorschlägt, sich zu bewerben. „Wir wünschen uns, dass die nächste Versammlung des IOC in Lausanne bereits erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe liefert“, so Bach. Sie soll aus fünf Mitgliedern, die auf den fünf Kontinenten stammen, bestehen. Leiter der Arbeitsgruppe ist John Coates aus Australien. Er ist derzeit Vizepräsident des IOC.