Kadernominierung von Löw nun bekannt
Joachim Löw hat heute in der Pressekonferenz den Kader der Nationalmannschaft bekanntgegeben und unter anderem Stark, Eggestein und Klostermann nominiert.

Bundestrainer Joachim Löw präsentiert den Kader für die anstehenden Länderspiele auf der Pressekonferenz in der DFB Zentrale Frankfurt.
Ebenso verzichtet Löw vorerst auf Linksverteidiger und Nationalspieler Jonas Hector, der an einem Grippeinfekt leidet sowie auf Mittelfeldspieler Sebastian Rudy von Schalke 04. Seltsamerweise spielte auch Mario Götze bei der Kadernominierung keine Rolle, obwohl dieser in letzter Zeit sehr stark gespielt hat. Dafür soll Matthias Ginter trotz Muskelproblemen anreisen. Er spielt derzeit für Borussia Mönchengladbach. Der Kader wird zwei Tage vor dem Länderspiel gegen Serbien zusammengerufen.
Länderspiele gegen Holland und Serbien
Am kommenden Mittwoch spielt die deutsche Nationalmannschaft gegen Serbien. Das Spiel findet in Wolfsburg statt. Dann, vier Tage später, reist das Team nach Holland, wo im EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande gespielt wird. Weitere Gegner sind im Anschluss Weißrussland, Nordirland sowie Estland. Das deutsche Team unter der Führung von Löw muss in der Qualifikationsgruppe mindestens Zweiter werden, damit es in die Endrunde der Europameisterschaft im Jahr 2020 gelangt. Die EM wird in zwölf Städten in Europa ausgetragen. Auch in München werden mehrere Partien gespielt.
Rückkehr von Bayernspielern nicht ausgeschlossen
Joachim Löw rudert, was die drei Bayernspieler Hummels, Boateng und Müller angeht, zurück. In der Pressekonferenz beklagte er, dass die Berichterstattung ihm gegenüber unfair gehandelt habe, obwohl er nach München geflogen sei, um den drei Spielern seine Entscheidung persönlich mitzuteilen. „Dass meine Gespräche danach von der Presse bewertet werden, die nicht anwesend war, ist befremdlich“, sagte er. Allerdings gab Löw zu, dass ein Gespräch mit Uli Hoeneß, dem Präsidenten vom FC Bayern, nicht zustande kam. Weiterhin bedankte sich der Bundestrainer über die Leistung von Hummels, Boateng und Müller. Er schätze sie sehr als Menschen und weiß, dass diese enttäuscht waren. Was eine mögliche Rückkehr angeht, sagte Löw: „Im Moment plane ich ohne die drei, aber ich weiß nicht, wie es in einem Jahr aussieht“. Damit schließt der Bundestrainer eine Rückkehr doch nicht aus.
Für die kommenden Partien wünscht sich der Coach der Nationalelf mehr Geschwindigkeit in den Aktionen. Die Spieler sollen weniger statisch spielen und schneller handeln. Torhüter bleibt vorerst Manuel Neuer, auch wenn sich Marc-André ter Stegen zu einem Spitzen-Torwart entwickelt hat. Das bedeutet, Neuer muss seine Stellung in der nächsten Zeit verteidigen, um nicht aufs Abstellgleis geschoben zu werden.