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Kandidatenturnier findet trotz Kritik statt

In Zeiten des Coronavirus wird Schach gespielt. Das Kandidatenturnier in Russland wurde nicht abgesagt und findet derzeit statt.

Liren Ding beim Schach Kandidatenturnier 2018.

Die Schachwelt streitet gerade darüber, ob es in Ordnung ist, dass Kandidatenturnier in Jekaterinburg abzuhalten. Mittlerweile läuft der 3. Spieltag. Nur ein Spieler hatte seine Teilnahme im Vorfeld abgesagt.

Spieltag 3 des Kandidatenturniers war das Highlight bisher. Am Donnerstag fand nämlich das Topspiel der großen Favoriten statt. Der Amerikaner Fabiano Caruana traf auf Ding Liren aus China. Caruana, der im WM-Finale 2018 knapp Magnus Carlsen unterlag, gewann die ersten beiden Runden gegen den aktuellen Weltranglisten. Doch dann wagte Carlsen in der dritten Runde zu viel und wurde für sein riskantes Spiel bestraft. Am Ende siegte der Chinese Liren. So richtig konnte dieser sein Glück nicht fassen: „Ich war sehr überrascht, wie schnell Fabiano die Eröffnung gespielt hat und weiß noch nicht, wann er den entscheidenden Fehler gemacht hat. Erst nach 27 Zügen hatte ich Zuversicht.“ Eine Niederlage wäre für Liren das Ende seiner Chancen auf den Turniersieg und somit auf das erhoffte WM-Duell gewesen. Der Sieg gibt ihm nun neues Selbstvertrauen.

Quarantäne als Vorbereitung

Ding Liren war vor der Turnier tagelang mit seinen Eltern im Südosten Chinas in Quarantäne. Auch gab es in seiner Heimatstadt Wenzhou eine Ausgangssperre. Seine Vorbereitung gestaltete sich damit ziemlich schwierig. Dadurch verlor der Schachspieler seine Topform. Das war der Grund, warum er erst in der dritten Runde sein Talent zeigen und den favorisierten Caruana besiegen konnte.

Die anderen drei Partien die am gestrigen Donnerstag stattfanden endeten ohne einen Sieger. Nach drei gespielten Runden befinden sich in der Gesamtwertung Maxime Vachier-Lagrave, Ian Nepomniachtchi sowie Wang Hao mit zwei Punkten an der Spitze. Caruana liegt mit 1,5 Punkten knapp dahinter. Das Kandidatenturnier besteht aus 14 Runden. Der Gesamtsieger wird Ende des Jahres den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen herausfordern. Die vierte Runde wird am Samstag gespielt, heute gibt es einen Ruhetag.

Warum wird gespielt?

Wieso findet das Kandidatenturnier statt? Obwohl weltweit alle Sportveranstaltungen verschoben oder gecancelt werden? Zudem ist das in Jekaterinburg laufende Turnier eines der größten Schachturniere des Jahres. Arkadi Dvorkowitsch, der Präsident des Weltschachverbandes FIDE versuchte das der Presse gegenüber folgendermaßen zu erklären: „Das Kandidatenturnier ist kein Massenevent und Zuschauer sind nicht zugelassen.“ Und es stimmt, sowohl bei der Eröffnungsveranstaltung als auch während des Turniers waren keine Zuschauer vor Ort. Auch bei vergangenen Kandidatenturnieren kam wenig Publikum. Fans verfolgen Schach hauptsächlich online. Dennoch wird die Begründung von vielen kritisiert. Denn die Veranstalter sowie die Schachspieler selbst setzen sich mit der Teilnahme dem aktuell in Russland geltenden Verbot für alle Sportveranstaltungen hinweg.

Tägliche Tests finden wohl statt

Zweimal täglich werden die Schachspieler auf das Virus getestet. Neben den Schachbrettern stünden außerdem Desinfektionsmittel, so der Weltverband FIDE. Allerdings nutzen die meisten Spieler diese nicht oder nur selten. Der eigentlich obligatorische Handschlag vor einer Partie ist freiwillig. Einige Schachspieler begrüßen sich mit den Ellenbogen.

Wer aber ein Match mitverfolgt, wird schnell bemerken, dass sich die Spieler pausenlos ins Gesicht fassen und sich stundenlang gegenübersitzen. Sie berühren zudem die gegnerischen Figuren. Dabei könnten die Spieler problemlos in abgetrennten Räumen sitzen und ihre Züge auf virtuellen Touchscreens durchführen. Warum das nicht getan wird, ist unverständlich. Der Ex-Schachweltmeister Kramnik, der das Turnier kommentieren sollte, sagte ab: „Ich bin fest davon überzeugt, dass das Kandidatenturnier angesichts der heutigen katastrophalen humanitären Situation in der Welt hätte verschoben werden müssen“, so seine Aussage.