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Bleibt Katar ein WM-Gastgeber?

US-Ermittler halten es für erwiesen, dass die Fußball-WM in Katar gekauft wurde. Sollte ein Gericht das bestätigen, wären die Konsequenzen für das Emirat fatal. Im schlimmsten Fall wird ein anderes Land Gastgeber werden.

Stadion wird in Doha sehr wahrscheinlich umsonst gebaut.

Es geht um drei entscheidende Stimmen, die bei der Vergabe der Fußball-WM in Katar gekauft wurden. Anfang der Woche veröffentlichte die New Yorker Strafbehörde dazu eine neue Anklage. Darin geht es um die berüchtigte Doppelvergabe der WM-Turniere 2018 an Russland und an Katar (2022) sowie um mehrfachen Betrug im Zusammenhang mit dem Erwerb von TV-Rechten.

Ein Untersuchungsverfahren läuft schon seit Mai 2015. Ende 2017 begannen die ersten Prozesse. 28 Angeklagte wurden verurteilt und bekannten sich schuldig. Zudem, so steht es in der neuen Anklage, soll der karibische Funktionär Jack Warner, der schon mehrfach in Skandale verwickelt war, fünf Millionen Dollar aus Russland erhalten haben. Katar bestach angeblich die südamerikanischen Fußballfunktionäre Nicolas Leoz, Julio Grondona und Ricardo Teixeira. Die Beteiligten bestreiten das bisher.

FIFA hält sich noch zurück

Die Fifa hat bisher keine konkreten Angaben zur Anklage gemacht. Die „Null-Toleranz“-Politik des Weltverbands lässt allerdings den Schluss zu, dass sie Katar die WM entziehen wird. Das wäre auch nur gerecht. Doch der Weltverbandspräsident Infantino ist mit Doha eng vernetzt und wirkt so, als hätte man etwas gegen den Präsidenten in der Hand. Angeblich wurden im Jahr 2017 Schmiergelder an hohe Fifa-Vorstände gezahlt. Infantino wich diesen Aussagen damals aus. Wenn das New Yorker Gericht die Turniervergabe als korrupt beurteilt, wird das Folgen haben, denen sich auch die FIFA beugen muss.

Katar gewinnt in Stichwahl gegen USA

Ende 2010 wurde das WM-Gastgeberland ausgewählt. Katar gewann mit 14:8 Stimmen die Stichwahl gegen Bewerber USA. Zu dieser Zeit war bereits bekannt, dass es korrupte Vorgänge in der Bewerbungsphase gab. Zudem wurden zwei Wahlleute gesperrt. Die Fifa-Ethiker ermittelten damals, kamen aber zu einem eindeutigen Resultat, sodass die Vergabe nicht revidiert wurde. Dazu hätte bewiesen werden müssen, dass durch die Bestechung die Mehrheit der Wahlstimmen gekauft wurde. Jetzt passiert genau das aber mit der neuen Anklage. Falls die Zahlungen an die lateinamerikanischen Funktionäre beweisbar sind, würde die Anklage also Erfolg haben und somit die WM-Vergabe rückgängig gemacht werden.

FIFA bietet Doha nicht die Stirn

Für die FIFA wären die finanziellen Auswirkungen der WM-Verlegung enorm. Zumal in Katar weiter fleißig an den Stadien gebaut wird – und das weiterhin trotz Coronakrise. Infantino wird Doha deshalb die Stirn nicht bieten. Das würde sonst zu Ausgleichsforderungen führen. An erster Stelle würden dann die USA, Australien, Japan, Südkorea diese Forderungen stellen. Die FIFA hofft deshalb, dass die amerikanischen Behörden die Anklage nicht so streng nehmen. Wie es scheint, ist aber gerade das Gegenteil der Fall. Das Vorgehen der US-Justizbehörden zeigt, dass sie die Aufräumarbeit im Fußballgeschäft sehr ernst nehmen.

Auswirkungen der WM-Absage in Katar

Im Falle einer Verurteilung dürfte das durch Korruption erhaltene WM-Event in Katar wohl nicht ablaufen. Zudem könnten alle Teilnehmer auf eine Black List gesetzt werden. Jede Firma und jeder Sender, der dann an diesem gebrandmarkten Geschehen teilnimmt, würde Gefahr laufen, auf dieser schwarzen Liste des US-Justiz- und Finanzministerium zu landen. Mit diesen Unternehmen würde in der Folge keiner mehr zusammenarbeiten wollen. Die Auswirkungen wären für diese Firmen enorm. Das sollte die Katar Geldgeber abschrecken. Denn nicht nur Coca-Cola oder Adidas sind Sponsoren. Des Weiteren könnten Sanktionen an die teilnehmenden Verbände verhängt werden, wenn die WM in Katar stattfinden sollte. Das alles hätte desaströse Folgen für das Wüstenspektakel.

Alternative Austragungsorte für die Fußball-WM

Käme es tatsächlich zu einer Revidierung der WM-Vergabe gäbe es mehrere Länder, in denen die WM problemlos abgehalten werden könnte. In Europa gibt es diverse Ausrichter, die kurzfristig einspringen könnten. Hier vor allem England, das bei der WM-Vergabe an Russland als ersters rausgeflogen war.