Kritik an Ronaldo

Bei Juventus Turin macht sich Unzufriedenheit über Christiano Ronaldo breit. Zudem steht der italienische Top-Verein kurz vor dem Champions League Aus. Italienische Medien kritisieren Ronaldo deshalb stark.

Cristiano Ronaldo ist nicht in Topform. Die Italiener kritisieren ihn heftig.

Cristiano Ronaldo ist eben doch ein Normalsterblicher. Das wollen die Italiener aber nicht wahrhaben. Die italienischen Medien fallen regelrecht über den gebürtigen Portugiesen her und bezeichnen ihn als den schlechtesten Spieler der Saison, der den Zusammenbruch wohl noch nicht verarbeitet habe. Die Sportnews poltern, dass Ronaldo so spielt, als wäre sein Bruder auf dem Spielfeld.

Ronaldo hatte in den letzten Spielen eine schwache Leistung abgegeben und obwohl Juventus Turin derzeit noch Tabellenführer ist, gelang es dem Verein nur knapp, im letzten Spiel gegen Absteiger FC Bologna zu gewinnen. Die Mannschaft beendete das Match gerade noch so mit einem 1:0 Sieg. Ronaldo schoss das Tor. Doch das interessierte die italienischen Medien wenig und sie schimpften über die verlorene Mannschaft und das ungenaue Spiel.

Wenig Champions League Chancen

Fünfmal wurde Ronaldo bereits mit diversen Teams Sieger der Champions League. Doch nun scheint sich das für Juventus Turin nicht abzuzeichnen. Das Team befindet sich in der Schockstarre. Nach der Pleite im Achtelfinale gegen Atletico Madrid, wo Juventus mit 0:2 verlor, halfen auch die Analysen von Coach Massimiliano Allegri wenig. Schlechter konnten die Italiener kaum spielen. Die Atletico Fans freuten sich und reagierten hämisch. Anstatt in sportlicher Manier vom Platz zu gehen, ließ sich Ronaldo dazu hinreisen, ebenfalls hämisch zu reagieren. Die Kritiker Ronaldos warteten nur darauf und bezeichneten den Fußballstar als zu dünnhäutig. Der ehemalige Real Madrid Spieler ist solch harsche Worte der Presse nicht gewohnt.

Doch irgendwie ist der Ärger der Italiener verständlich. Juventus war in den letzten zwei Jahren zweimal im Finale der Champions League. Dass der Verein nun im Achtelfinale-Rückspiel gegen Atletico ziemlich sicher ausscheiden wird, wäre der totale Supergau. Schließlich warten die Italien seit über 20 Jahren auf den Champions League Titel.

Ronaldo sorgt nicht für die Siege

Die Verpflichtung von Ronaldo bei Juventus Turin hatte nicht den erhofften Effekt. Selbst die Aktie des Traditionsclubs ging in den Keller, seitdem Ronaldo dort spielt. Die Verpflichtung eines Fußballstars alleine ist eben keine Garantie für unzählige Siege. Ronaldo kommt in der aktuellen Saison einfach nicht richtig in Schwung. Zwar ist seine Leistung nicht schlecht, aber auch nicht super. In sechs Champions-League-Spielen gelang es ihm, ein Tor zu schießen und zwei Vorlagen zu liefern.

Das ist natürlich kein Vergleich zu seinen Auftritten bei Real Madrid. Dort erzielte er in der vergangenen Saison 15 Tore in 13 Spielen. Das sind durchschnittlich 1,15 Tore pro Match. In der italienischen Serie A überzeugt Ronaldo eigentlich. Bisher schoss er 19 Tore. Die Presse ist ratlos, warum es bei der Champions League nicht passiert und sieht Ronaldos Rolle als Offensivspieler kritisch: „Er ist einfach nicht in der richtigen Position“. Der 34-Jährige Portugiese ist trotz aller Äußerungen noch immer ein erstklassiger Stürmer und eben auch nur ein Normalsterblicher. Aber Juventus käme eine Topform Ronaldos äußerst gelegen.