Löw plant EM ohne Müller

Die EM-Qualifikation findet wohl ohne Müller, Hummels und Boateng statt. Bundestrainer Joachim Löw will ohne die drei Spitzenspieler in die Qualifikation gehen. Die Europameisterschaft findet im Jahr 2020 statt.

FC Bayern München Training: EM wird ohne Müller, Boateng und Hummels stattfinden.

Joachim Löw will die Nationalmannschaft verjüngen und erneuern. Deshalb traf er mit Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff die Entscheidung, ohne Hummels, Boateng und Müller in die Qualifikationsrunde zu gehen. Ihre Entscheidung teilten sie am Dienstag den drei Profispielern, die alle beim FC Bayern unter Vertrag stehen, mit.

„Wir möchten der Nationalmannschaft ein neues Aussehen verleihen. Das ist der richtige Schritt. Ich bin dankbar über das, was Thomas, Mats und Jerome in den ganzen erfolgreichen und außergewöhnlichen Jahren geleistet haben. Es war mir wichtig, den Spielern und der Vereinsführung des FC Bayern meine Entscheidung persönlich mitzuteilen“, sagte Löw am Dienstag.

Nationalmannschaft erneuern

Der Bundestrainer setzt mit dieser Planung ein deutliches Zeichen. Nach dem frühzeitigen Aus bei der Weltmeisterschaft in Russland und dem anschließenden Abstieg in der Nations League ist Löw klar, dass die Nationalmannschaft erneuert werden muss. Er treibt den Umbruch im Team deshalb klar voran. Löw erklärte: „Die jungen Fußballer des Teams erhalten nun den Raum, den sie brauchen, ich setze ein klares Signal der Erneuerung, damit die Jungsters Verantwortung übernehmen. Wir wollen dem DFB-Team ein neues Gesicht geben.“

Auch andere Spieler mussten gehen

Löw hatte bereits Khedira, der bei Juventus Turin spielt, eröffnet, dass er bei der EM-Qualifikation keine Rolle spielen wird. Auch die Position des aktuellen Kapitäns und Torhüters Manuel Neuer stellte Löw bereits infrage. Zweiter Torschütze Marc-Andre ter Stegen wird also eine Chance bekommen, sein Talent unter Beweis zu stellen. Am Ende zählt bei Löw die Leistung. Und Marc-Andre ter Stegen hatte seine Ambitionen bereits verdeutlicht. Das erneuerte Fußball-Nationalteam beginnt am 24. März in einem Match gegen die Niederlande in die Europameisterschafts-Qualifikation. Zuvor hat die Mannschaft in einem Testspiel die gegen Serbien die Möglichkeit, ihr neues Gesicht zu zeigen. Das Spiel findet am 20. März statt.

Präsident des Deutschen Fußballbundes Reinhard Grindel bestärkte Joachim Löw in seinem Vorgehen und begrüßte dessen harte Entscheidungen: „Ich finde es gut, dass Löw den Umbruch im Nationalteam konsequent weiterführt. Der Start der EM-Qualifikation ist der passende Zeitpunkt für Veränderungen“, sagte der Präsident am Dienstag.