Fußballnationalmannschaft trifft auf Niederlande

Deutschland trifft in der Qualifikation der EM auf die Niederlande. Bundestrainer Joachim Löw verbreitet vor dem Spiel Zuversicht. Mit dabei sein werden Toni Kroos, Serge Gnabry und Jungster Lucas Waldschmidt.

Jogi Löw gibt noch ein paar Autogramme vor dem Spiel.

Lucas Waldschmidt ist ein exzellenter Angreifer, der von der U21 in den DFB-Kader berufen wurde. Bundestrainer Löw hält viel von dem Freiburger. Der 23-jährige Debütant wird heute gegen die Niederlande seinen Einstand geben. „Von so einem Moment habe ich immer schon geträumt“, sagte Waldschmidt kürzlich. Anpfiff ist heute Abend um 20.45 Uhr. Das EM-Qualifikationsspiel findet in Hamburg statt. Leicht wird es für den deutschen Kader nicht.

Denn im Team der Niederländer befinden sich zwei der teuersten und besten Verteidiger der Welt: Matthijs de Ligt und Virgil van Dijk. Van Dijk wechselte Anfang 2018 für eine Rekordsumme von 84 Millionen Euro nach Liverpool. Er war es, der dem Team dazu verhalf, die Champions League zu gewinnen. Vor Kurzem wurde er zum Fußballer des Jahres ernannt. Das ist eine große Ehre für einen Abwehrspieler. Für de Ligt, der erst 20 Jahre ist, bezahlte Juventus Turin stolze 85,5 Millionen Euro. De Ligt war mit Ajax Amsterdam knapp am Sieg der Champions League vorbeigerutscht. Auf Nationalelf-Ebene stellen die beiden zweifelslos das beste Abwehrduo der Welt dar.

Was hat der deutsche Kader zu bieten?

Zunächst einmal ist die deutsche Mannschaft zuversichtlich und Bundestrainer Joachim Löw ist von seinen Jungs überzeugt. „Die Stimmung ist sehr gut. Meine Jungs haben Lust, erfolgreich miteinander diesen Weg zu gehen.“ Mit dem „Weg“ meint Löw natürlich den EM-Titel. Aber die Niederländer sind stark. Das weiß der Bundestrainer. Sein Team besteht aus einer neuen Generation an Spielern, die durchaus große Chancen haben. Aber reicht das aus? „Sie haben Teamspirit und spielen gutes Tempo. Ich sehe mehr Zielstrebigkeit. Die Mannschaft wird sicher viel erreichen“, so Löw. Neuer Abwehrchef ist Niklas Süle. Joshua Kimmich wird Anführer, Lucas Waldschmidt ist der Angreifer und Speedstürmer wird Serge Gnabry sein.

Schwieriges Spiel gegen die Niederlande

Das heutige EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande wird ein harter Prüfstein für die Jungs sein. Oliver Bierhoff, der DFB-Direktor ist, weiß, dass die „Spieler daran wachsen werden“. Für Toni Kroos, den Mittelfeldchef des Kaders wird die Partie gegen die Niederlande „interessant aber schwierig“. Er war nach einer Pause im Juni in die Nationalmannschaft zurückgekehrt. Trotz allem, glaubt auch er an die Mannschaft: „Sie ist besser als vor der WM 2018.“ Und im Hinspiel hat sie das gegen die Niederlande bereits mit einem 3:2 bewiesen. Aber Löw hatte das letzte Mal keine Probleme mit der Offensive. Jetzt fehlt Leroy Sane, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Er zählt zu den wichtigsten Playern der neuen Formation. „Leroy entwickelte sich zu einem sehr wertvollen Spieler. Dass er nicht dabei ist, tut weh.“ Als Ersatz war zuerst Leon Goretzka im Gespräch. Doch auch der fällt verletzungsbedingt aus. Für den Bundestrainer bleiben jetzt noch Julian Brandt und Timo Werner im offensiven Feld. Aber einen Joker hat Löw noch: „Serge Gnabry wird spielen, er ist für Gegner schwer zu greifen“. Manuel Neuer wird im Tor stehen und in der Abwehr sind Ginter, Süle und Tah aktiv.

Große Erwartungen an das Team

Heute Abend muss Löw mit seinem Team zeigen, dass sie die Erwartungen erfüllen können. Zudem wird hoher Besuch im Hamburger Volksparkstadion erwartet. Unter anderem wird der neue DFB-Präsident Fritz Keller anwesend sein. Auch Vizepräsident Reiner Koch wird im Stadion sitzen. Ebenso möchte sich UEFA-Chef Aleksander Ceferin ein Bild vom jungen Team machen.