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Olympia soll trotz Coronavirus stattfinden

Japan und das IOC wollten trotz anhaltender Corona Pandemie die olympischen Sommerspiele in Tokio abhalten. Die Pläne für die Ausrichtung werden nicht gecancelt. Viele Profisportler kritisieren das.

IOC will weiterhin, dass die Sommerspiele stattfinden.

Japans Olympia-Planer verschließen hartnäckig die Augen vor der Coronakrise. Im Land ist das Virus längst angekommen, auch wenn die Politik die offizielle Zahlen von Infizierten vertuscht, so konnte nicht geheim gehalten werden, dass sich der Vize-Präsident des Japanischen Olympiakomitees mit dem Coronavirus infiziert hat. Dass trotz des Ausnahmezustands in großen Teilen der Welt weiter an den Olympischen Spielen festgehalten wird, können viele Sportler nicht verstehen. Tausende Athleten werden aufgefordert, ihre Vorbereitungen fortzusetzen, egal wie. Ihre Gesundheit steht bei einer gewollten Ausrichtung nicht im Vordergrund. Denn wie immer bei großen Sportevents, geht es ums Geld.

Japan und Tokio würden Schätzungen zufolge rund 10 Milliarden Euro verlieren, wenn die Sommerspiele nicht stattfinden sollten. Diese Verluste sind wahrscheinlich sogar noch höher.

Kritik aus den eigenen Reihen

Trotz Coronakrise sieht das IOC keinen Grund, die Olympischen Spiele zu verlegen. Das sorgt jetzt auch in den eigenen Reihen für Kritik. Unter anderem hat Eishockey-Star Hayley Wickenheiser aus Kanada, die ein IOC-Mitglied ist, angesichts der Weiterführung der Planung der Sommerspiele deutliche Worte gesprochen: „Die Krise ist größer als die Olympischen Spiele. Ich denke, dass das IOC, welches mit einer solchen Überzeugung darauf besteht, dass es weitergeht, unverantwortlich und gefühllos ist.“, so die 41-jährige Athletensprecherin in Twitter. Weiterhin betonte Wickenheiser, dass sie ins IOC gewählt wurde, um die Interessen der Athleten zu schützen und zu vertreten. Deshalb gab sie jetzt auch dieses Statement ab.

Erst am Dienstag hatte das IOC erneut bekräftigt, dass die Spiele trotz Coronavirus am 24. Juli in Tokio eröffnet werden sollen. „Das IOC bleibt den Olympischen Spielen Tokio 2020 uneingeschränkt verpflichtet“, teilte die Organisation mit. „Da bis zu den Spielen noch rund vier Monate verbleiben, sind keine drastischen Entscheidungen erforderlich.“ Alle Spekulationen, so das IOC, seien zum jetzigen Zeitpunkt „kontraproduktiv“. Wickenheiser antwortete auf dieses Statement folgendermaßen: „Mit Sicherheit zu sagen, dass sie stattfinden, sei eine Ungerechtigkeit für die Athleten und die gesamte Weltbevölkerung.“

Deutsche Athleten wollen nicht nach Tokio

Deutsche Athleten, die sich für Olympia qualifiziert haben, äußern sich ebenfalls kritisch. Unter anderem spricht sich der Olympiasieger im Speerwurf, Thomas Röhler, gegen ein Festhalten der Sommerspiele aus. Er fordert gleiche Chancen für alle Sportler: „Eine Vorbereitung unter normalen Umständen ist für uns nicht möglich. In manchen Ländern gibt es zwar noch keine Einschränkungen. Aber generell gibt es einfach unterschiedliche Voraussetzungen. Deshalb würde ich mich über eine Verschiebung der Olympischen Spiele freuen, um die Ausgangslage für alle auf null zu setzen“, sagte der Speerwerfer der Presse gegenüber. Des Weiteren findet das Verhalten des IOC kritisch. Ebenso kenne er viele Sportler, die nicht richtig trainieren können, noch haben sich viele Sportler noch nicht einmal qualifizieren können, da die Wettbewerbe dafür theoretisch noch laufen würden.“

Auch Dressurreiterin und mehrfache Olympiasiegerin Isabell Werth kritisierte den IOC: „Das ist eine unverständliche und überhaupt nicht nachvollziehbare Hinhaltetaktik. Sie sollten sich am Fußball und an der Formel 1 ein Beispiel nehmen und jetzt sagen: Olympia im Juli wird nichts.“